Aktienkurs 22.08.2017 17:35
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Marke

VINCI – mehr als hundert Jahre Leistungen zur Verbesserung der Lebensqualität und der Mobilität der Menschen.

 

Die Geschichte von VINCI, Erbe hunderter von Unternehmen mit sich immer wieder kreuzenden Wegen, beginnt im 19. Jahrhundert. 1899 gründeten die Ingenieure Alexandre Giros und Louis Loucheur, beide Absolventen der berühmten Ecole Polytechnique, die Société Générale d’Entreprises (SGE), die nach ihrer Zusammenführung mit der GTM-Gruppe im Jahr 2000 den Namen VINCI annahm.

 

 

Wichtige Vorkommnisse

Event

Eine einzigartige technische Leistung: die Schutzhülle für den Tschernobyl-Unfallreaktor hat ihre endgültige Position erreicht

2016

Das erfolgreich abgeschlossene Schiebemanöver für die Reaktorschutzhülle war heute Anlass für ein Richtfest in Tschernobyl. Damit ist ein maßgeblicher Schritt vor Vollendung des internationalen Programms im November 2017 vollzogen, das darin bestand, den Reaktor so zu sichern, dass er keine Gefahr mehr für die Umwelt darstellt.
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Event

Einweihung des ersten PPP-Autobahnprojekts für VINCI in den Vereinigten Staaten

2016

Am 18. 12. 2016 wurde im Rahmen des East End Crossing-Projekts zwischen den US-Bundesstaaten Indiana und Kentucky ein neues, 12 km langes Teilstück für den Verkehr freigegeben. Im März 2013 war dafür zwischen der Indiana Finance Authority und der Konzessionsnehmerin WVB East End Partners, einem zu gleichen Teilen aus VINCI Highways, Walsh Investors und Bilfinger PI bestehenden Gemeinschaftsunternehmen, eine öffentlich-private Partnerschaft mit einem Projektvolumen von knapp einer Milliarde US-Dollar (ca. 956 Millionen Euro) eingerichtet worden.
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Event

Spiecapag gewinnt einen Gasleitungsauftrag für das Trans-Adriatic Pipeline-Projekt

2016

Die Trans-Adriatic Pipeline AG hat die Entrepose-Tochter Spiecapag mit dem Bau von drei terrestrischen Abschnitten des TAP-Projekts (Trans-Adriatic Pipeline) betraut. Der EPC-Vertrag (Engineering, Procurement, Construction) umfasst die 185 km lange Gasleitung Kipoi - Kavala im Norden Griechenlands sowie zwei weitere Abschnitte (insgesamt 215 km) zwischen Bilisht im Osten und Topoje im Westen Albaniens.
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Event

VINCI schließt einen Konzessionsvertrag für den Bau der A355, der Westumgehung von Straßburg

2016

VINCI hat mit dem Ministerium für Umwelt, Nachhaltige Entwicklung und Energie einen Konzessionsvertrag mit einer Laufzeit von 54 Jahren geschlossen. Vertragsgegenstand sind die Planung, Finanzierung, Errichtung, Bewirtschaftung und Erhaltung von 24 km Autobahn zur Westumgehung von Straßburg: vierstreifiger Abschnitt zwischen dem Autobahnknoten A4/A35 im Norden und dem Knoten A352/A35 im Süden.
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Unternehmen

Kansai International Airport

2016

VINCI Airports übernimmt in Japan die Konzession für die beiden Flughäfen im Raum Kansai und steigt damit in die Riege der Top 5 der Branche auf
Am 1. 4. 2016 begann für VINCI Airports in Japan die 44-jährige Konzessionslaufzeit zur Bewirtschaftung der beiden Flughäfen der Region Kansai. Die Übernahme bedeutete zugleich einen weiteren großen Schritt für die Internationalisierung von VINCI Airports. Mit einer Präsenz auf 3 Kontinenten und einem Gesamtfluggastaufkommen von jährlich 100 Millionen Passagieren rangiert VINCI Airports nun unter den Top 5 im Airportmanagement.
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Unternehmen

Lamsac

2016

Mit Lamsac erwirbt VINCI eine Autobahnkonzessionsgesellschaft in Peru
VINCI Highways, ein Tochterunternehmen von VINCI Concessions, hat 100% des Kapitals von Lamsac, der Konzessionsgesellschaft der Línea Amarilla, einer 25 km langen Mautstrecke auf der Umfahrungsautobahn von Lima, und von PEX, dem Betreiber des elektronischen Mautsystems von Lamsac, übernommen. Das Closing am 31. 12. 2015 erfolgte auf Basis eines Unternehmenswerts für Lamsac und PEX von insgesamt 5,5 Milliarden peruanischen Sol (ca. 1,5 Milliarden Euro).
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Event

Errichtung eines neuen Gebäudes am Flughafen Orly

2015

Aéroports de Paris betraut VINCI Construction France mit dem Bau eines Verbindungstrakts zwischen den Terminals am Flughafen Orly (Val-de-Marne). Das von den beiden VINCI Construction France-Unternehmen Chantiers Modernes Construction und Bateg realisierte Projekt betrifft die Schaffung eines Verbindungstrakts (80.000 m2) zwischen dem Süd- und dem Westterminal. Die Planung des 250 m langen Gebäudes erfolgte nach der BIM-Methode (Building Information Modeling), einem innovativen Tool zur digitalen Modellierung.

Event

Konzessions- und Baufirmen in Santiago de Chile am Werk

2015

Am 1. Oktober trat für das aus Aéroports de Paris (45%), VINCI Airports (40%) und Astaldi (15%) bestehende Konsortium Nuevo Pudahuel der zwanzigjährige Konzessionsvertrag für die Bewirtschaftung des internationalen Flughafens Arturo Merino Benítez in Santiago de Chile offiziell in Kraft. Die Konzession für den sechstgrößten Flughafen Südamerikas (2014: über 16 Millionen Passagiere) ist ein wichtiger Meilenstein für das internationale Wachstum von VINCI Airports – eine der zentralen Prioritäten des Konzerns.
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Event

VINCI unterzeichnet einen PPP-Vertrag für den Regina Bypass in der Provinz Saskatchewan (Kanada)

2015

Regina Bypass Partners, ein Gemeinschaftsunternehmen von VINCI Concessions (37,5%), Parsons Entreprises (25%) und den Investmentfunds Connor Clark & ​​Lunn GVest (25%) und Gracorp Capital (12,5%), hat mit dem Saskatchewan Ministry of Highways and Infrastructure eine öffentlich-private Partnerschaft für die Planung und Bewirtschaftung der Umfahrungsautobahn von Regina, der Hauptstadt der Provinz Saskatchewan, mit einer Vertragsdauer von 30 Jahren geschlossen.
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Unternehmen

Constructora Conconcreto

2015

VINCI schließt eine strategische Partnerschaft mit der Baufirma Constructora Conconcreto in Kolumbien
VINCI kündigt eine strategische Partnerschaft mit der kolumbianischen Firma Constructora Conconcreto an, dem zweitgrößten Baukonzern und Immobilienprojektentwickler des Landes, der 2014 mit 4800 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 320 Millionen Euro erwirtschaftet hat.
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Event

Eröffnung der Louis Vuitton Stiftung

2014

Am Montag, den 20. 10. 2014, fand in Paris in Anwesenheit des LVMH-Konzernchefs Bernard Arnault, des französischen Staatspräsidenten François Hollande, des Architekten Frank Gehry, des Verwaltungsratsvorsitzenden und geschäftsführenden Generaldirektors von VINCI, Xavier Huillard, und zahlreicher weiterer Gästen die feierliche Einweihung der Louis Vuitton Stiftung statt. Die herausragenden Merkmale des hochkomplexen Gebäudes mit 13.700 m2 Nutzfläche sind 12 monumentale Glassegel, 19 "Eisberge" mit einer Hülle aus weißem Ultrahochleistungsfaserbeton und 47 Glasflächen.
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Unternehmen

Imtech ICT - Electrix

2014

VINCI übernimmt Imtech ICT und Electrix
VINCI Energies hat von der Imtech-Gruppe den Bereich Imtech ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien) und von der südafrikanischen Aveng-Konzerntochter Mc Connell Dowell die Firma Electrix übernommen.
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Event

Neue Küstenstraße auf der Insel Réunion

2013

Jean-Luc Marx, Präfekt der Insel Réunion, und Didier Robert, Präsident der Region, waren am 20. 12. 2013 beim ersten Spatenstich für eine Hochbrücke, das Hauptbauwerk der neuen Küstenstraße, zugegen. Ein von VINCI Construction Grands Projets geleitetes Konsortium zusammen mit Dodin Campenon Bernard (beide VINCI Construction), Bouygues Travaux Publics und Demathieu & Bard zeichnet für die Ausführung verantwortlich. Die 5400 m lange Brücke wird den Hauptort Saint-Denis mit La Grande-Chaloupe verbinden.
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Event

Übernahme des portugiesischen Flughafenbetreibers ANA

2013

VINCI ist mit dem heutigen Tag Eigentümerin der Anteile von ANA, Konzessionsnehmerin der zehn portugiesischen Flughäfen für eine Dauer von 50 Jahren. Dieses Closing besiegelt den vom portugiesischen Staat betriebenen und im Juni 2013 von der Europäischen Kommission genehmigten Privatisierungsprozess. Der Unternehmenswert ist im Kaufvertrag mit 3,08 Milliarden Euro ausgewiesen.
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Unternehmen

ETF

2013

Eurovia fusioniert Gleisbautätigkeiten: ETF
Sämtliche Eurovia-Aktivitäten im Schienenverkehr – Bau und Instandhaltung von Gleisen – sind seit dem 1. 1. 2013 in einem einzigen Unternehmen zusammengefasst: ETF. In Frankreich bieten künftig sieben Regionalniederlassungen sämtliche Instandhaltungsleistungen für das nationale Schienennetz wie auch für private Gleisanschlüsse. Das internationale ETF-Angebot umfasst Komplettlösungen und stützt sich mit dem gesammelten Know-how, den Qualifikationen und Referenzen der Vorgängergesellschaften auf fast 150 Jahre Erfahrung – eine optimale Voraussetzung für laufende wie auch künftige Projekte in Thailand, Ägypten, Benin und Venezuela und demnächst in Indien.

Event

Übergabe der "Cité du Cinéma"

2012

VINCI Immobilier übergibt die "Cité du Cinéma", das neue Zentrum für Filmkunst, das nach einem Konzept von Luc Besson sämtliche Zweige der Kinobranche unter einem Dach vereint. Auf 62.000 m2 Fläche sind 9 Filmstudios, Filmdekorwerkstätten, Räumlichkeiten für die Filmakademie "Ecole Nationale Supérieure Louis Lumière", ein Vorführsaal, eine überdachte Straße, Verwaltungs- und Betriebsbereiche, Shops und ein Betriebsrestaurant entstanden.
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Event

Vertrag zwischen VINCI und RFF für die LGV Tours-Bordeaux besiegelt

2011

Die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke mit 302 km Länge und 38 km Gleisanschlüssen an das bestehende Schienennetz stellt mit 7,8 Milliarden Euro (aktueller Stand) Gesamtinvestition die bisher bedeutendste öffentlich-private Partnerschaft (PPP) im französischen Eisenbahnsektor und eines der weltweit größten Infrastrukturprojekte der letzten zehn Jahre dar.
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Event

VINCI Autoroutes - Duplex A86

2011

VINCI eröffnet den A86-Duplex-Tunnel für den Lückenschluss im Westen des Autobahnrings zur weiträumigen Umfahrung von Paris
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Event

450 km LNG-Pipeline in Papua-Neuguinea

2010

Am 9. Dezember hat Esso Highlands Limited, eine Tochtergesellschaft der Exxon Mobil Corporation, die Entrepose Contracting-Tochter Spiecapag (VINCI Construction) im Zusammenhang mit der Errichtung eines LNG-Terminals in Papua-Neuguinea mit dem Bau einer 450 km langen Landleitung für Flüssigerdgas beauftragt. Spiecapag zeichnet verantwortlich für das Engineering, die Lieferung der technischen Ausstattung, den Bau und die Inbetriebnahme der Infrastruktur.
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Event

Erwerb von Cegelec und Kapitaleinstieg von Qatari Diar bei VINCI

2010

VINCI gab heute das Closing der Transaktion bekannt, mit der VINCI die Einbringung der Cegelec-Gruppe ("Cegelec") durch die Qatari Diar Real Estate Investment Company ("Qatari Diar") gegen 5,78 % Anteil am Kapital und an den theoretischen Stimmrechten von VINCI abgegolten hat. Als Integrator von technologischen Lösungen und Serviceleistungen ist Cegelec für die Entwicklung, Installation und Wartung von Systemen und Sub-Systemen in der Industrie, im Infrastrukturbereich und im Dienstleistungssektor verantwortlich.
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Event

VINCI erwirbt Faceo und gründet VINCI Facilities

2010

VINCI gibt am 29. 4. 2010 den Abschluss einer Exklusivvereinbarung mit der Apax Partners SA für den Erwerb von Faceo bekannt. Faceo ist eines der führenden europäischen FM -Unternehmen und somit Gesamtanbieter für gebäude- und betriebstechnisches Management einschließlich Planungs-, Integrations-, Service-, Wartungs- und Instandhaltungsleistungen im Rahmen mehrjähriger Verträge. Faceo beschäftigt 2500 Mitarbeiter und hat 2009 rund 430 Millionen Umsatz, davon 30% außerhalb Frankreichs, erzielt.
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Management

Xavier Huillard (Mitglied des Verwaltungsrates und Präsident und geschäftsführender Generaldirektor seit Mai 2010)

2010

Xavier HUILLARD, geboren am 27. Juni 1954, ist Absolvent der Elitehochschulen Ecole Polytechnique und Ecole Nationale des Ponts et Chaussées. Er hat seine gesamte Laufbahn in der Baubranche im In- und Ausland verbracht. 1996 kam er als beigeordneter Generaldirektor für das Auslandsgeschäft und den Spezialbau zu Sogea, ab 1998 stand er dem Unternehmen als Päsident und geschäftsführender Generaldirektor vor. Im März 1998 zum beigeordneten Generaldirektor von VINCI ernannt, war er von 2000 bis 2002 Präsident von VINCI Construction. Nach der Berufung zum Vizegeschäftsführer von VINCI fungierte Xavier Huillard gleichzeitig von 2002 bis 2004 als Präsident und geschäftsführender Generaldirektor von VINCI Energies, von 2004 bis 2005 als Präsident dieses Unternehmens. 2006 wurde er Mitglied des Verwaltungsrates und geschäftsführender Generaldirektor von VINCI, am 6. Mai 2010 schließlich Präsident und geschäftsführender Generaldirektor von VINCI. Am 18. Januar 2011 wurde er außerdem zum Präsidenten des Institut des entreprises, eines Think Tanks der französischen Wirtschaft, ernannt.
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Event

Einweihung der Autobahn A19 Artenay-Courtenay

2009

VINCI eröffnet die A19, Frankreichs erste „Ökoautobahn“. Die 101 km lange Strecke zwischen Artenay und Courtenay, gebaut von diversen Konzernfirmen und betrieben von Cofiroute, vervollständigt die weiträumige Umgehung der Region Île-de-France (Großraum Paris).
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Event

Eurovia wird zu einem führenden Anbieter im Gleisstreckenbau

2008

VINCI verstärkt das Leistungsangebot im Schienenbau durch Übernahme der Firma Vossloh Infrastructure Services, die in ETF-Eurovia Travaux Ferroviaires umbenannt wird. Der Konzern beteiligt sich an der Ausschreibung für Bau und Betrieb einer 303 km langen Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Tours und Bordeaux. Ende März 2010 wird VINCI zum bevorzugten Bieter erklärt.
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Event

VINCI übernimmt Soletanche Bachy

2007

VINCI übernimmt Soletanche Bachy, ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Spezialfundamente und Bodenverbesserung. Soletanche Bachy besitzt eine international anerkannte technische Kompetenz. Im Jahr 2009 fusioniert Solétanche Bachy mit der Freyssinet-Gruppe. Daraus entsteht Soletanche Freyssinet, eine Gruppe mit Marken und Technologien, die im Bereich des Spezialbaus einzigartig ist.
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Event

Vollständige Übernahme des Kapitals von Entrepose Contracting

2007

Durch den Zukauf von Entrepose Contracting (Oil&Gas-Infrastrukturen) und Soletanche Bachy (Spezialfundamente und Bodenverbesserungstechniken).
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Event

VINCI Energies unterzeichnet mit der Stadt Thiers den ersten ÖPP-Vertrag (öffentlich-private Partnerschaft) im Bereich Stadtbeleuchtung

2006

Die Stadt Thiers hat mit VINCI Energies im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft einen 15-Jahres-Vertrag zur Bewirtschaftung der öffentlichen Beleuchtung abgeschlossen. Wenige Monate später gewinnen VINCI Energies und VINCI Concessions einen weiteren ÖPP-Vertrag für die Bewirtschaftung der Stadtbeleuchtung von Rouen.
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Management

Yves-Thibault de Silguy (Präsident von juni 2006 bis Mai 2010)

2006

Yves-Thibault de Silguy has a degree in law from the University of Rennes, a Masters degree in public law, and is a graduate of the Institut d’Etudes Politiques Paris, public service section, and of the Ecole Nationale d’Administration. From 1976 to 1981, he worked at the Ministry of Foreign Affairs and for the European Commission from 1981 to 1985. He then worked at the French Embassy in Washington as a Counsellor (economic affairs) from 1985 to 1986. From 1986 to 1988, he was an adviser in the Prime Minister’s office with responsibility for European affairs and international economic, monetary and financial affairs. From 1988 to 1993, he was Director in the international affairs department and then Director for International Affairs of the Usinor Sacilor Group. From 1993 to 1995, he was Secretary-General of the Interdepartmental Committee for Questions of Economic Cooperation in Europe and at the same time, adviser for European affairs and vices herpa in the Prime Minister’s office, assisting in the preparation of summits of the industrialised nations. From 1995 to 1999, he was European Commissioner responsible for economic, monetary and financial affairs. From 2000 to 2005, he was Chairman of the European Policy committee of the Medef. In January 2000, he became a member of the Executive Board of Suez Lyonnaise des Eaux, of which he was Chief Executive Officer from 2001 to 2003. He was then Executive Vice-President of Suez from 2003 until June 2006. He was appointed Chairman of the Board of Directors of VINCI on 1 June 2006 and resigned from all his appointments at Suez. Since 6 May 2010, he has been Vice-Chairman and Senior Director of VINCI.

Event

Mit ASF wird VINCI zum größten integrierten Konzessions- und Baukonzern

2005

Im Zuge der Privatisierung der französischen Autobahngesellschaften entscheidet sich die französische Regierung für den Verkauf von ASF und Escota an VINCI.

Event

VINCI nimmt die Harilaos-Trikoupis-Brücke (Rion-Antirion) zwischen dem Peloponnes und dem griechischen Festland in Betrieb.

2004

VINCI Concessions betreibt das 2252 m lange Bauwerk, das von VINCI Construction Grands Projets errichtet wurde, im Rahmen einer Konzession mit 35 Jahren Laufzeit.

Event

Spiegelsaal des Versailler Schlosses wird von VINCI,

2003

VINCI wird „Großer Mäzen“ des französischen Kulturministeriums und nimmt die Restaurierung des Spiegelsaals von Versailles, das in Frankreich bisher größte Kultursponsoring-Projekt mit Bereitstellung fachlicher Kompetenzen, in Angriff.

Event

VINCI gründet die Konzernstiftung „Fondation d’entreprise VINCI pour la Cité“.

2002

VINCI gründet die Konzernstiftung „Fondation d’entreprise VINCI pour la Cité“. Diese wirkt als Bindeglied zwischen Mitarbeitern mit ihren speziellen Kompetenzen und Akteuren im sozialen Bereich. Ihre Anliegen sind die Eingliederung bestimmter Personengruppen auf dem Arbeitsmarkt und der gesellschaftliche Zusammenhalt.
Mehr darüber: www.fondation-vinci.com

Event

VINCI gründet die Firma VINCI Park, die sich zum Weltmarktführer für Parkraumbewirtschaftung und damit verbundene Dienstleistungen entwickelt.

2001

VINCI gründet die Firma VINCI Park, die sich zum Weltmarktführer für Parkraumbewirtschaftung und damit verbundene Dienstleistungen entwickelt.

Baustelle

Yaciretá-Staudamm

2001

Dumez
Yaciretá, in der Sprache der Guarani "die Wiege des Mondes", befindet sich am Paraná, im äußersten nördlichen Zipfel Argentiniens und Paraguays. Die zum Teil von Dumez errichtete Stauanlage dient zur Stromerzeugung, aber auch durch Heben des Wasserspiegels dammaufwärts zur Fortsetzung der Wasserstraße nach Brasilien. Die Anlage besteht aus einem Erddamm mit fast 70 km Seitenlänge und vier Betonbauwerken, einer Schifffahrtsschleuse, zwei Überläufen und einem Wasserkraftwerk.

Event

Die SGE wird zu VINCI

2000

Fusion des VINCI-Konzerns mit der GTM-Gruppe

Management

Antoine Zacharias (Präsident der VINCI seit 2000-2006)

2000

Antoine Zacharias, ENSEEIHT-Absolvent, hat den Großteil seiner Laufbahn in der Compagnie Générale des Eaux verbracht und dort mehrere Posten in leitender Position eingenommen, darunter Regionalleiter in Lyon und Beauftragter für die Entwicklung und Überwachung der Konzernaktivitäten in Deutschland. 1994 wurde er zum stellvertretenden Generaldirektor der Compagnie Générale des Eaux und 1995 zum Mitglied der Geschäftsleitung von Vivendi ernannt. 1991 wurde er Mitglied des Verwaltungsrates und Generaldirektor und 1997 Präsident und geschäftsführender Generaldirektor der SGE. Im April 2000, als Vivendi die Beteiligung an Vinci auf 17% reduzierte, hat er seine Funktion bei Vivendi zurückgelegt. Er war es, der die Zusammenlegung von VINCI und Groupe GTM herbeiführte und VINCI weltweit zur Nummer eins in den Bereichen Bau, Konzessionen und baunahe Dienstleistungen entwickelte.

Baustelle

Europäisches Krankenhaus Georges Pompidou

1999

Sogea
Der Rohbau des Europäischen Krankenhauses Georges Pompidou im XV. Pariser Arrondissement (Architekt Aymeric Zublena) mit 687 Betten und 29 000 Quadratmeter Geschossfläche wurde von der Sogea errichtet.

Baustelle

Jin Mao Tower

1998

Campenon Bernard
Der Jin Mao Tower überragt mit seinen 420,50 Metern die Stadt Shanghai. Er sollte der größte Wolkenkratzer der Welt werden (Metallkonstruktion mit Betonkern). Er umfasst 88 Stockwerke, 88 000 Quadratmeter Fassade in Pfosten-Riegel-Bauweise, 8 Riesenstützen um den Stahlbetonkern und eine 38 m hohe Turmspitze.

Baustelle

Stade de France

1998

SGE
Der Startschuss für den Bau des Stade de France fiel 1995, nur drei Jahre vor der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft. Alles, was es an Herausforderungen gibt, war zugegen: ein geologisch schwieriger Boden, die unmittelbar angrenzende Stadt und die äußerst knappe Bauzeit. Drei französische Baukonzerne teilten sich die Arbeit, darunter Dumez und die SGE. Der Erfolg dieses Stadions, das bereits Geschichte gemacht hat, wurde von allen begrüßt. Es wird nun von VINCI im Rahmen eines Konzessionsvertrages betrieben.

Baustelle

Ting Kau-Brücke

1998

Freyssinet
Mit 1117 m ist die Ting Kau-Brücke in Hongkong eine der längsten Schrägseilbrücken der Welt. Freyssinet installierte dort ein Kabelgewicht von 3060 Tonnen. 456 Schrägseile gliedern sich in vier Bündel, davon dienen 384 alsHauptseile, 64 zur Verankerung der Pylone und 8 zur Längsstabilisierung. Die 465 m langen Längsstabilisierungsseile gehören zu den längsten, die je montiert wurden.

Baustelle

Vasco-da-Gama-Brücke über den Tajo in Lissabon

1998

Campenon Bernard
Die 17 km lange Vasco-da-Gama-Brücke wurde 1998 eingeweiht. Sie besteht aus einer 824 m langen Schrägseilbrücke, vier Viadukten mit respektive 488 m, 672 m, 6531 m und 3825 m Länge, einem Auffahrtsknoten, einer Raststätte sowie einer Mautstelle. Bei der Berechnung der Erdbebenfestigkeit wurde die vierfache Stärke des Erdbebens, das 1755 Lissabon zerstörte, zugrunde gelegt. Die unter der Federführung der Campenon Bernard errichtete Brücke wird heute vom VINC-Konzern auf Konzessionsbasis betrieben.

Unternehmen

Eurovia

1997

Die Eurovia entstand 1997 aus der Zusammenlegung von zwei großen Straßenbaugesellschaften der SGE-Gruppe: Viafrance und Cochery Bourdin Chaussé (ihrerseits 1984 aus der Fusion zwischen den Unternehmen Cochery und Bourdin Chaussé hervorgegangen). 1999 erwarb die Eurovia das größte deutsche Straßenbauunternehmen Teerbau und expandierte zugleich in Mittel- und Osteuropa. Im Jahr 2000 führte die Fusion zwischen VINCI und GTM zur Einbeziehung der Aktivitäten der Firma Entreprise Jean Lefebvre. Damit wurde die Eurovia zum größten Straßenbaukonzern Europas.

Unternehmen

Soletanche Bachy

1997

Die Kunst des Grundbaus ist so alt wie die Welt. Ihre wissenschaftliche Ausprägung, die Geotechnik, dagegen gibt es erst seit den 1920er Jahren. Soletanche und Bachy waren die „industriellen Pioniere“ der neuen Disziplin und entwickelten die meisten Innovationen, von denen die Bodentechnologie revolutioniert wurde. Die Fusion beider Unternehmen im Jahr 1997 hat ihre führende Position in der Branche weiter konsolidiert.

Rund 60.000 Baustellen wurden bisher erfolgreich ausgeführt, darunter die Abdichtung und Reparatur großer Stauwerke, Schutzwände für Kernkraftwerke, U-Bahn-Tunnel für die meisten Metropolregionen, die tiefsten Fundamente für die höchsten Wolkenkratzer in Asien, Europa und dem Nahen/Mittleren Osten, die Instandsetzung historischer Bauwerke wie Triumphbogen oder Grand Palais in Paris, das Bolschoi-Theater in Moskau oder der Londoner Bahnhof Saint-Pancras, die ehrgeizigsten Hafen- und Wasserbauprojekte wie Port 2000 in Le Havre, die Palm Islands in Dubai oder Al Raha Beach in Abu Dhabi, aber auch eine Vielzahl kleinerer Baustellen, wo die Kompetenz unserer ausführenden Mitarbeiter, Techniker und Ingenieure deutlich wird.

Management

Antoine Zacharias (Präsident der SGE seit 1997-2000)

1997

Antoine Zacharias, ENSEEIHT-Absolvent, hat den Großteil seiner Laufbahn in der Compagnie Générale des Eaux verbracht und dort mehrere Posten in leitender Position eingenommen, darunter Regionalleiter in Lyon und Beauftragter für die Entwicklung und Überwachung der Konzernaktivitäten in Deutschland. 1994 wurde er zum stellvertretenden Generaldirektor der Compagnie Générale des Eaux und 1995 zum Mitglied der Geschäftsleitung von Vivendi ernannt. 1991 wurde er Mitglied des Verwaltungsrates und Generaldirektor und 1997 Präsident und geschäftsführender Generaldirektor der SGE. Im April 2000, als Vivendi die Beteiligung an Vinci auf 17% reduzierte, hat er seine Funktion bei Vivendi zurückgelegt. Er war es, der die Zusammenlegung von VINCI und Groupe GTM herbeiführte und VINCI weltweit zur Nummer eins in den Bereichen Bau, Konzessionen und baunahe Dienstleistungen entwickelte.

Management

Jean-Marie Messier (Präsident der SGE 1996-1997)

1996

Als Absolvent der Ecole Polytechnique und der Ecole Nationale d'Administration begann Jean-Marie Messier seine Laufbahn 1982 im Finanzministerium in der Finanzinspektion. Er war nacheinander Leiter des ministeriellen Kabinetts für Privatisierungsfragen, Fachreferent des Wirtschafts- und Finanzministers von 1986 - 1988 und Gesellschafter und Geschäftsführer der Bank Lazard Frères et Cie von 1989 - 1994. 1994 trat er als Mitglied des Verwaltungsrates und Generaldirektor in den Générale des Eaux-Konzern (1996 in Vivendi umbenannt) ein, dessen Leitung ihm dann bis 2002 anvertraut wurde. Von 1996-1997 war er Präsident und geschäftsführender Generaldirektor der SGE (damals Tochtergesellschaft des Vivendi-Konzerns).

Baustelle

Büroturm der Société Générale

1995

CBC
Der von der CBC errichtete Geschäftssitz der Bank Société Générale in Paris-La Défense ist eines der großartigen Bürobauprojekte des letzten Jahrzehnts. Einer der beiden Bürotürme, der 1995 von der Pariser CBC-Tochter Bateg fertiggestellt wurde, hat mehr als 70 000 Quadratmeter Geschossfläche.

Baustelle

Normandie-Brücke

1995

Freyssinet
Die Normandie-Brücke, die zur Verbindung von Le Havre und Honfleur die Seine-Mündung quert, ist mit einem 856 m überspannenden Mittelfeld die zweitlängste Schrägseilbrücke der Welt. Die Gesamtlänge beträgt 1966 m, die beiden Betonpfeiler ragen in 215 m Höhe empor.
Mit einer etwas bescheideneren Spannweite als die großen Hängebrücken der Welt stellt die Normandie-Brücke dennoch einen erheblichen Fortschritt auf dem Gebiet der Schrägseilbrücken dar, da sie in der Lage ist, Windstärken von mehr als 300 km/h zu trotzen.

Baustelle

Ärmelkanaltunnel

1994

SGE
Mit der Eröffnung des Ärmelkanaltunnels 1994 ging ein ganz außergewöhnliches technisches und menschliches Abenteuer zu Ende. Der Ursprung dieses Projekts geht auf das Jahr 1802 zurück, als der Ingenieur Albert Mathieu den Vorschlag unterbreitete, England durch einen Tunnel mit Frankreich zu verbinden. Für die Konkretisierung dieser Idee galt es jedoch das Jahr 1986 und die Unterzeichnung eines französisch-britischen Vertrages abzuwarten.
Die drei Tunnelröhren haben 50,5 km Gesamtlänge, davon 37 km etwa fünfzig Meter unter dem Meerespiegel. Zum Projekt gehört noch der Terminal, der sich in Frankreich auf 520 Hektar, etwa die Größe eines internationalen Flughafens, erstreckt. Unter den fünf französischen Unternehmen, die mit dieser ungewöhnlichen technischen Herausforderung konfrontiert waren, sind zwei Gesellschaften des VINCI-Konzerns in seiner jetzigen Zusammensetzung: Dumez und SGE.

Baustelle

Zentrale des Senders Canal +

1992

CBC
Die 1992 fertiggestellte, nach Plänen von Richard Meier errichtete Zentrale des Senders Canal+ ist kennzeichnend für eine neue Büroarchitektur. Während die Größe wieder von bescheidenerem Ausmaß ist, bietet das Gebäude völlige Freiheit in der Innengestaltung. Die CBC hat bei diesem Bauwerk ihr ganzes fachliches Können unter Beweis stellen können.

Management

Guy Dejouany (Präsident 1990-1996)

1990

Guy Dejouany, Absolvent der Ecole Polytechnique und der Ecole Nationale des Ponts et Chaussées, verbrachte den Großteil seiner Laufbahn in der Compagnie Générale des Eaux (jetzt Vivendi), ab 1965 als stellvertretender Generaldirektor, ab 1972 als Generaldirektor, ab 1973 als Mitglied des Verwaltungsrates und Generaldirektor und von 1976 bis 1996 als Präsident und geschäftsführender Generaldirektor. Von 1990 - 1996 war er Präsident und geschäftsführender Generaldirektor der SGE (damals Tochtergesellschaft der Compagnie Générale des Eaux) und ist heute Mitglied des Verwaltungsrates von VINCI.

Baustelle

Basilika Notre Dame de la Paix in Yamoussoukro

1990

Dumez
Die vom Präsidenten der Elfenbeinküste, Houphouët-Boigny, für mehr als eine Milliarde Francs in Auftrag gegebene und finanzierte Kathedrale in Yamoussoukro, Notre-Dame de la Paix, ist eine Kopie des Peter-Doms in Rom. Mit 30 000 Quadratmetern Innenraum bietet sie 7000 Sitz- und 11 000 Stehplätze.

Baustelle

Umbau des Louvre

1988

Dumez
Der nach Plänen des Architekten Ieoh Ming Pei umgestaltete Louvre ist heute eines der größten Museen der Welt. Dumez realisierte den unterirdischen Zugang zum Museum mit einem Restaurantbereich, einem Auditorium, Ausstellungssälen, Lagerräumen, einer Buchhandlung sowie dem Unterbau der Pyramide.

Baustelle

Kernkraftwerk Golfech

1987

GTM
In den 50er Jahren war die GTM-Gruppe an der Umsetzung der von der französischen Regierung beschlossenen Energiepolitik beteiligt. Von 1985 bis 1987 errichtete sie die beiden Kühltürme der Kernkraftwerks Golfech, die mit 178,5 m Höhe einen Weltrekord darstellen.

Baustelle

Wohnungen in Singapur

1987

GTM
Um dem Wohnungsmangel in Singapur Abhilfe zu schaffen, startete die Regierung ein groß angelegtes Progamm, an dem die GTM-Gruppe von 1981 bis 1987 mit dem Bau von 15 000 Wohnungen beteiligt war. Damit sie ihrem Auftrag nachkommmen konnte, musste sie jedoch zuvor ein Werk von ungewöhnlicher Größe zur Herstellung von Fertigbauteilen errichten.

Management

Pierre Léon-Dufour (1937-2001)

1986

Pierre Léon-Dufour wurde 1937 in Tarbes im Departement Hautes-Pyrénées geboren. Er absolvierte sein Studium an der Ecole Nationale des Ponts et Chaussées. Er war bereits bei der GTM-Gruppe, als diese das Parkplatzbetreibergeschäft erschloss. Pierre Léon-Dufour spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Firma Parcs GTM, die er von 1986 bis 1996 zehn Jahre lang leitete. Darüber hinaus engagierte er sich in der Interessenvertretung der Branche und gründete den Fachverband SYNCOPARC (Syndicat National des Concessionnaires de Parcs Publics de Stationnement).

Baustelle

Satellitenstadt Khashm-Al-Aan

1986

Dumez
1981 war Khashm-Al-Aam nichts anderes als Wüste vor den Toren der Stadt Riyad in Saudi-Arabien, bis die Nationalgarde beschloss, dort ihren größten Militärstützpunkt zu errichten. Zugleich startete der Staat ein gigantisches Wohnungsbauprogramm, um die Familien der Offiziere und Soldaten unterzubringen. In knapp fünf Jahren stampfte Dumez auf 1 640 000 Quadratmeter Fläche eine neue Stadt für etwa 50 000 Einwohner mit 5200 Wohnungen und 143 öffentlichen Bauten aus dem Boden.

Baustelle

Parc de la Villette in Paris

1985

GTM
Nach dem Georges Pompidou-Zentrum erhielt die GTM-Gruppe ein zweites Mal einen Generalübernehmerauftrag für ein Objekt, das die moderne Pariser Architektur prägen sollte. Es handelte sich um das Technische Museum im Parc de la Villette. 1974 begann der Baukonzern mit den Umbauarbeiten auf dem Gelände dieser 55 Hektar großen Industrieruine des ehemaligen Großschlachthofes von Paris.

Management

Serge Michel (Präsident 1984-1988)

1984

Serge Michel absolvierte seine gesamte Laufbahn im Hoch- und Tiefbau. 1951 war er Leiter der SEAS, 1955 übernahm er dann die Leitung der Etablissements Houdry. 1967 trat er als Verkaufsleiter der Socea in den Saint-Gobain-Konzern ein. Einige Jahre später übernahm er die Leitung der Socea. Anschließend war in der Compagnie de Saint-Gobain zunächst stellvertretender Generaldirektor, dann Leiter der Sparte Bau und Dienstleistungen. In der SGE war er von 1984 bis 1988 geschäftsführender Generaldirektor, dann von 1988 bis 1990 Vorstandsvorsitzender. In der Compagnie Générale des Eaux war er von 1991 bis 1992 stellvertretender Generaldirektor und ist heute Präsident der Soficot. Darüber hinaus ist er weiterhin in der Baubranche aktiv, vornehmlich als Verwaltungsratsmitglied von VINCI.

Unternehmen

CBC

1982

Die CBC (Campenon Bernard Construction) wurde 1982 von zwei ehemaligen Geschäftsführern des Bouygues-Konzerns, Henri Becq und Gilbert Simonet, unter der Ägide des Stammhauses Campenon Bernard gegründet, das seine Hochbausparte ausbauen wollte. Zunächst wurden in ihr die Hochbauniederlassungen der Campenon Bernard zusammengelegt, dann wandte sie sich dem Bauträger- und Auslandsgeschäft zu. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Bereits Ende der 80er Jahre lag die CBC in Frankreich im Spitzenfeld der ersten fünf dieser Branche.
Kennzeichnend für die CBC sind drei Hauptmerkmale: aufgrund des Projektentwicklungs- und Bauträgergeschäfts zählt sie genau so viele Führungs- und Fachkräfte wie gewerbliche Mitarbeiter; sie profilierte sich durch ihre Vorreiterrolle in Europa, insbesondere in der Tschechoslowakei, wo sie bereits 1986 (Forum-Hotel in Bratislava) präsent war; und schließlich ist sie für ihre häufige Zusammenarbeit mit renommierten Architekten bekannt: Richard Meier beim Geschäftssitz des Senders Canal + und Ricardo Bofill für die Swift-Zentrale in Belgien. 1997 wurden die Aktivitäten der CBC mit den anderen Hochbaugesellschaften der SGE in der Gesellschaft Campenon Bernard zusammengelegt.

Management

Gilbert Simonet (1932-1998)

1982

Nach seinem Studium an der Ecole Spéciale des Travaux Publics kam Gilbert Simonet 1960 zu Bouygues, wo er bis zur Gründung der CBC im Jahre 1982 blieb. Bei Bouygues war er zunächst Bauleiter und übernahm später den Bereich Projektentwicklung und dann den Bereich Hochbau. Als einflussreiche Persönlichkeit der Baubranche bewies er beim Aufbau der CBC, so wie sein Partner Henri Becq, dass Bauen "nicht Gips, sondern Grips" erfordert.

Management

Paul Naudo (Präsident 1981-1984)

1981

Baustelle

Al Massira-Staudamm in Marokko

1980

Campenon Bernard
Der Al Massira-Staudamm entstand als Ergänzung bereits bestehender großer Wasserbauwerke (Bine El Ouidane, Daourat) zur Bewässerung des Oum Er-Rbiâ-Beckens, das vornehmlich zur Versorgung der Stadt Casablanca dient. Die Pfeilerstaumauer ragt 80 Meter hoch auf.

Baustelle

Uranstraße

1980

Bourdin et Chaussé
Bourdin et Chaussé - bereits seit Beginn der 50er Jahre stark in Afrika präsent - wirkte im Niger am Bau der Uranstraße zwischen Tahoua und Arlit mit, einem Auftrag, der dem Unternehmen zum Erfolg und dem Land dank Herstellung dieser vom Südwesten in den Nordwesten reichenden Städteverbindung zum Vorteil gereichen sollte. Die Straßenbauarbeiten wurden gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Fougerolle ausgeführt.

Management

Raymond Soulas (Präsident Dezember 1979 - July 1980)

1979

Raymond Soulas, geboren in Paris am 18. Oktober 1918, absolviert nach seiner Schulausbildung am renommierten Pariser Gymnasium Lycée Saint-Louis die Elitehochschule Ecole Polytechnique. Während der Besatzungszeit wird er nach Buchenwald deportiert. 1943 beginnt er als leitender Ingenieur seine Laufbahn bei der SGE. Im Jahr 1960 übernimmt er die Geschäftsführung der Firma Tramarance, die mit den Spezialbauarbeiten für das Gezeitenkraftwerk La Rance beauftragt ist (1960-1967). 1971 wird er beigeordneter Generaldirektor, 1977 Generaldirektor und Mitglied des Verwaltungsrates, von Dezember 1979 bis Juli 1980 geschäftsführender Generaldirektor der SGE. Er ist vom Gründungszeitpunkt an geschäftsführender Generaldirektor der Sea Tank Co und hat die gleiche Position auch bei der SGE-TPI inne. Raymond Soulas trägt maßgeblich zur Annäherung mit Sainrapt et Brice bei und wird 1979 stellvertretender geschäftsführender Generaldirektor des Unternehmens. Ein Jahr später übernimmt er die Funktion des stellvertretenden geschäftsführenden Generaldirektors der SGE. Nach dem Aufkauf durch Saint-Gobain bleibt er Mitglied des Verwaltungsrates, von alle anderen Funktionen tritt jedoch im Jahr 1988 zurück.

Baustelle

Brotonne-Brücke

1977

Freyssinet
Die 1977 errichtete Brotonne-Brücke war ein wichtiger Meilenstein beim Bau von Schrägseilbrücken mit einer Brückentafel aus Spannbeton.
Mit 1278,40 m Gesamtlänge gliedert sie sich in drei Brückenfelder mit 143,5 m, 320 m und 143,5 m Spannweite. Die Brückentafel mit einer durchgehend gleichen Stärke von 3,8 m trägt zwei 6,5 m breite Fahrbahnen, die durch einen 3,2 m breiten Mittelstreifen getrennt sind und seitlich einen 1,5 m breiten Gehweg aufweisen.

Baustelle

Cabora Bassa-Staudamm

1976

GTM
Der Bau des Cabora Bassa-Staudamms am Sambesi war eines der heikelsten Kapitel in der Geschichte der GTM-Gruppe. Eine Schwierigkeit folgte auf die andere: die Gewalt der Fluten, Sabotageakte, Guerillaanschläge. 10000 Personen waren an der Errichtung dieses 165 m hohen und 360 m langen Bauwerks beteiligt.

Baustelle

Kanalbau in Lagos

1976

Sogea
Das starke Bevölkerungswachstum seit Beginn der 70er Jahre veranlasste die Stadt Lagos in Nigeria, bedeutende Kanalbauarbeiten in Auftrag zu geben.
Die in Afrika stark präsente Sogea hatte Gelegenheit, ihr Know-how unter Beweis zu stellen.

Baustelle

Olympische Anlage in Montreal

1976

Freyssinet
Freyssinet baute in Montreal, Kanada, im Rahmen der Anlage für die Olympischen Spiele 1976 unter anderem das Radstadion, bei dem ein spezielles System zur Dezentrierung der Überdachung zur Anwendung kam. Für das Heben auf vier Widerlager waren mehr als 200 Plattenpressen mit 920 mm Durchmesser und einer Hubkraft von je 1000 Tonnen erforderlich.

Baustelle

Pompidou-Zentrum, Paris

1976

GTM
Das der Vorstellungskraft von Renzo Piano und Richard Rogers entsprungene und von GTM gebaute Georges-Pompidou-Zentrum ist gewiss eines der markantesten Pariser Gebäude der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch wenn es zunächst sehr umstritten war, diesen "Kulturdampfer" in das alte Stadtviertel zu setzen. Inmitten der "High-tech"-Architektur ist heute eine Bibliothek und das Museum für Moderne Kunst untergebracht.

Management

Pierre-Donatien Cot (Präsident 1975-1981)

1975

Präsident der SGE von 1975 bis 1981

Baustelle

Montparnasse-Hochhaus

1973

Campenon Bernard
Der den Zeichnungen der Architekten Eugène Beaudouin, Urbain Cassan und Louis Hoym de Marien entwachsene Tour Montparnasse überragt mit seinen 210 m Höhe die Pariser Innenstadt. Das anlässlich seines Baus verschrieene, häufig als irrwitzig bezeichnete Hochhaus zeugt von einer Entwicklung, die im Bürobau weite Kreise ziehen sollte. Hinter den Rauchglasfassaden kündigte sich die Zeit riesiger Großraumbüros an.

Event

Gründung der GTIE unter dem Namen Union des Entreprises Electriques Régionales (UEER)

1972

Beitritt Großbritanniens und Irlands zur Europäischen Gemeinschaft

Unternehmen

GTIE

1972

Die GTIE-Gruppe, der VINCI-Konzernbereich Energie-Information, entstand 1972 als Union des Entreprises Electriques Régionales (UEER), in der drei angesehene Elektrotechnikunternehmen zusammengelegt wurden: MJB (Fusion zwischen Mors und Jean Bouchon) Garczynski Traploir und Fournié Grospaud. Die Umbenennung in GTIE erfolgte 1984, als die Compagnie Générale des Eaux (jetzt Vivendi) einziger Aktionär der UEER wurde. Durch zahlreiche Zukäufe wuchs die GTIE rasch zu einem Verbund mit mehr als hundert Unternehmen. Gleichzeitig eroberte sie den Spitzenplatz in der französischen Elektrotechnik.
1996 wurde die GTIE direkt an die SGE angegliedert und um die Unternehmen SDEL und Santerne bereichert. Mit einem dichten Netz, das sich aus mehr als 700 Unternehmen zusammensetzt, nimmt die GTIE-Gruppe, die VINCI Energies im Januar 2003 geworden ist, heute bei der Planung, Systemintegration und Wartung in allen Bereichen der Informations- und Energietechnik eine marktführende Position in Europa ein.
GTIE

Baustelle

Hendrik Verwoerd-Staudamm

1972

Dumez
Die als Talsperrenspezialist namhafte Firma Dumez errichtete in Südafrika eine Staumauer, die 6 Millionen Kubikmeter Wasser aufstauen sollte. Trotz zahlreicher geografischer, technischer und personeller Schwierigkeiten gelang es Dumez 1972, dieses Rekordvorhaben zu meistern.

Unternehmen

EMCC

1971

Die Firma Entreprises Morillon-Corvol et Courbot entstand 1971 aus der Zusammenlegung von zwei angesehenen Unternehmen im Meeres- und Hafenbau. Morillon-Courvol wurde 1885 zur Sandgewinnung im Pariser Raum gegründet. Die Firma war maßgeblich am Ausbau des Binnenhafens Gennevilliers und an der jetzigen Schifffahrtsprofilgebung der Seine beteiligt.
Die Firma Courbot, deren Ursprünge auf 1925 zurück gehen, war ebenfalls im Pariser Raum, jedoch vor allem in den französischen Kolonien und später in den französischen Überseegebieten tätig.
Beide fusionierten 1971 unter dem Namen EMCC, kamen 1983 zur SGE und verzeichneten als SGE-Tochter ein rasches Wachstum im Geschäftsführungsbereich der Campenon Bernard.

Unternehmen

Viafrance

1971

1971 kamen in Viafrance die Kompetenzen und Kulturen von zwei französischen Straßenbaufirmen zusammen: Vialit und Viasphalte.
Die 1925 von Georges Courtois gegründete Firma Vialit hatte sich hauptsächlich auf Oberflächenbehandlungen und Bitumenemulsionen spezialisiert. Bis 1970 war die Schlüsselperson in dieser Firma Lionel Ignace, Mitbegründer der Union de l’Industrie Routière de France (USIRF) im Jahre 1936.
Viasphalte entstand 1933 auf Initiative der Firma Entreprises Léon Ballot. Nach dem Zweiten Weltkrieg - inzwischen Tochtergesellschaft der Campenon Bernard - gründete sie ihren Erfolg auf ihr Know-how im Umgang mit amerikanischen Straßenbauverfahren und -maschinen. Mit starken Positionen im In- und Ausland realisierte sie gegen Ende der 60er Jahre die 187 km lange Straßenverbindung Safi-Akaba in Jordanien.
Aufgrund ihrer komplementären Leistungen bot es sich an, Vialit und Viasphalte 1971 zur Viafrance zu vereinen. 1997 fusionierte Viafrance mit Cochery Bourdin Chaussé und aus dieser Zusammenlegung entstand die Eurovia.

Management

Roger Schulz (Präsident 1971-1974)

1971

Präsident der SGE von 1971 bis 1974

Baustelle

Fourvières-Tunnel: Arbeitsfortschritt Anfang 1970

1971

Dumez
Die Bauzeit für den 1853 m langen Fourvières-Tunnel in Lyon erstreckte sich von 1967 bis 1971. Er besteht aus zwei Tunnelröhren mit je zwei Fahrspuren. Seit seiner Eröffnung ist er eine der Hauptverkehrsachsen im Raum Lyon. Täglich durchfahren ihn 81 000 Fahrzeuge.

Event

Gründung

1970

Tod des Generals de Gaulle

Unternehmen

Cofiroute

1970

1970 gab es in Frankreich nur 1000 Kilometer Autobahnen. Um das Autobahnnetz zu verdichten, ohne den Staatssäckel anzutasten, beschloss der französische Staat, die Finanzierung im Rahmen von Konzessionsverträgen privat abzuwickeln. Fünf Tiefbaukonzerne, darunter die SGE, GTM und Jean Lefebvre, gründeten gemeinsam mit den Banken Société Générale und Parisbas die Autobahngesellschaft Cofiroute. Diese Unternehmen trugen die ganze Finanzierungslast und mussten mehr als fünfzehn Jahre warten, bis das Betreibermodell die ersten Gewinne abwarf. Seit 1970 hat Cofiroute über 800 km Autobahnen im Westen Frankreichs errichtet: Paris-Poitiers (A10), Paris-Le Mans und Angers-Nantes (A11). Darüber hinaus hat sie 1988 den ersten Autobahnsender (107,7 - Musik und Verkehrsfunk) eingerichtet. Die Geschäftstätigkeit der 65%igen VINCI-Tochter erstreckt sich heute auf Europa, Nord- und Südamerika und in geringem Umfang auf Asien.

Management

André Chaufour (1903-1999)

1970

Es war sein Bruder, Pierre, der ihn als ideale Ergänzung in die Geschäftsleitung von Dumez berief. Mit einem stets wachsamen Auge für technische Innovationen sorgte er auch für die Expansion des Dumez-Konzerns im Ausland.

Unternehmen

Norwest Holst

1969

Norwest Holst ist 1969 aus der Zusammenlegung von zwei Unternehmen hervorgegangen.
Holst & Co. wurde 1918 von einem dänischen Ingenieur als Stahlbaufirma gegründet, während die seit 1923 in Liverpool etablierte Norwest Construction ursprünglich Erdleitungen verlegte.
Die 1969 erfolgte Fusion führte zur Entstehung eines der größten Hoch- und Tiefbauunternehmen Englands. 1991 wurde Norwest Holst von der SGE übernommen, die damit ihre europäischen Positionen verstärken konnte.

Unternehmen

SOGEPARC

1968

Die Finanzgesellschaft SOGEPARC entstand 1968, voraussichtlich beeinflusst von der Firma Spie Batignolles, die sich nach GTM der geschäftlichen Bedeutung des Betreibens von Parkflächen auf Konzessionsbasis bewusst wurde. Bereits 1974 bewirtschaftete sie 23 Tiefgaragen. 1987 ging sie mit einem Bestand von 37 Parkhäusern an die Börse. Nach erfolgreichen Wachstumsprojekten wurde die Firma SOGEPARC 1997 zum größten Tiefgaragenbetreiber Frankreichs. Mit 78 Objekten wandte sie sich für ihre weitere Expansion dem Ausland zu.
1998 kam SOGEPARC nach einem erfolgreichen Übernahmeangebot zur SGE. Auf die Fusion zwischen VINCI und GTM folgte die Zusammenlegung von SOGEPARC und Parcs GTM. Damit entstand 2001 die Nummer eins der Welt im Parkplatzgeschäft auf Konzessionsbasis: VINCI Park.

Baustelle

Bau der A35

1968

Entreprise Jean Lefebvre
Ab den 60er Jahren profitierte die Firma Entreprise Jean Lefebvre von den Bemühungen des französischen Staats, das Autobahnnetz zu verbessern. Die Firma des Unternehmers Jean Lefebvre positionierte sich damals bereits als wichtiger Akteur in diesem Sektor. Gekrönt wurde dieser Elan 1970 durch die Beteiligung von Entreprise Jean Lefebvre an der Gründung der privaten Autobahnkonzessionsgesellschaft Cofiroute.

Baustelle

Rettung des Tempels Abu Simbel in Ägypten

1968

GTM
1954 beschloss Nasser den Bau des Assuan-Staudamms, dem die großen Tempel Nubiens zum Opfer fallen sollten. Zur Rettung von Abu Simbel, dem Tempel von Ramses II., wurde unter der Ägide der UNESCO eine internationale Kooperation organisiert. GTM nahm an der Rettungsaktion teil, die darin bestand, vor der Flutung den Felstempel abzutragen, ihn Stein für Stein an eine andere Stelle zu transportieren und 65 m über dem Nassersee wieder aufzubauen.

Baustelle

Gezeitenkraftwerk an der Rance

1966

SGE
Die alte Idee, an der Mündung der Rance ein Gezeitenkraftwerk zu errichten, nahm 1955 definitiv Gestalt an. Die Ingenieure der SGE spielten eine aktive Rolle bei diesem Projekt, das eine Zweiteilung der Mündung erforderte. Es mussten zahlreiche Schwierigkeiten - Erosion, hoher Seegang etc. - überwunden werden. Schließlich gelang es doch, alle Bauarbeiten bis zur Einweihung des Kraftwerks am 26. 11. 1966 durch General de Gaulle fertigzustellen.

Baustelle

Oléron-Viadukt

1966

Campenon Bernard
1966 gaben die Ingenieure der Campenon Bernard die längste Hochbrücke Frankreichs für den Verkehr frei. Die 2862 m lange Brücke vom Festland zur Insel Oléron gliedert sich in 46 Brückenfelder, davon 26 mit 79 m und 16 mit knapp 40 m Spannweite.

Management

André Balency-Béarn (1900-1978)

1965

André Balency-Béarn ist eine der großen Persönlichkeiten des Montagebaus aus vorgefertigten Teilen. Der aus dem Béarn stammende Absolvent der Ecole Centrale betrachtete die alt hergebrachten Verfahren Frankreichs als veraltet und sah sich in den Vereinigten Staaten nach neuen Methoden um. Sein Traum war es, die Verfahren des Automobilbaus auf den Hochbau zu übertragen. Das Balency- Montagebauverfahren sollte sich in Europa und in den Vereinigten Staaten trotz strittiger Ergebnisse rasch durchsetzen, bis der Mythos des Serienbaus Ende der 60er Jahre in Zweifel gezogen wurde.

Baustelle

Choisy-le-Roi-Brücke

1964

Campenon Bernard
Die Choisy-le-Roi-Brücke brachte eine der bedeutendsten Innovationen der Campenon Bernard zur Anwendung. Die von zwei Pfeilern im Flussbett getragene Brückentafel besteht aus Spannbeton. Zum ersten Mal wurde ein Kunstharz eingesetzt und die Fahrbahnsegmente einfach verklebt. Diese findige Idee sollte bald Nachahmer finden. Die Übergabe der Baustelle erfolgte im Jahr 1964.

Baustelle

Gladesville-Brücke

1964

Freyssinet
Auf dem Weg zum internationalen Durchbruch erhielt Freyssinet 1964 den Auftrag zur Planung der Gladesville-Brücke in Sydney, Australien. Auch wenn sie mit ihren 305 m Spannweite heute nicht mehr den Weltrekord hält, ist sie nach wie vor eine großartige Bauleistung und eines der Symbole Sydneys.

Baustelle

Nordautobahn

1964

Viafrance
Als bedeutendes Raumordnungsprojekt bot der Bau der Nordautobahn der Firma Viafrance die Gelegenheit, ihr ganzes Know-how zu beweisen und eine hohe Produktivität zu erzielen.

Unternehmen

Parcs GTM

1963

In den frühen 60er Jahren war Paris eine der ersten Städte, die mit der Explosion des Autoverkehrs und dem heiklen Problem, wo die Autos abstellt werden sollten, konfrontiert war. Die Pariser Stadtverwaltung beschloss daraufhin, den Bau von Tiefgaragen auf Konzessionsbasis zu fördern. 1963 erhielt die Firmengruppe Grands Travaux de Marseille (GTM) im Rahmen einer Ausschreibung den Zuschlag zum Bauen und Betreiben der Tiefgarage unter der Esplanade des Invalides: damit schlug die Geburtsstunde von Parcs GTM. Im darauf folgenden Jahr kam ein weiterer Konzessionsvertrag für die Parkgarage Avenue George V hinzu.
Bis 1970 erstreckte sich dieses Tätigkeitsfeld ausschließlich auf Paris, dann mehrten sich die Bau- und Betreiberverträge auch in der Provinz: Toulon, Nancy… Auf Betreiben von Pierre Léon-Dufour verstärkte die Firma Parcs GTM in den 80er Jahren ihren Konzessionsbestand in Paris, bevor sie ihren Aktionsradius auf das Ausland ausdehnte. Durch die Fusion zwischen VINCI und Groupe GTM lag es nahe, Parcs GTM mit dem anderen großen Parkplatzbetreiber, Sogeparc, zu verschmelzen. Daraus entstand 2001 der weltweit größte Parkplatzbewirtschafter auf Konzessionsbasis: VINCI Park.

Baustelle

Shell-Pipeline Lavéra-Berre

1963

Sogea
1963 wirkte die Sogea am Bau der Pipeline Lavéra-Berre-St-Auban mit, die bei ihrer Fertigstellung 1968 eine Gesamtlänge von 124 km erreichte. Der von der Sogea gebaute Abschnitt war 22,5 km lang.

Baustelle

Straßenbau in der Elfenbeinküste

1963

Entreprise Jean Lefebvre
Die Unabhängigkeit der ehemaligen französischen Kolonien in Schwarzafrika zog für Entreprise Jean Lefebvre keinen Auftragsverlust nach sich. Im Gegenteil. Die Unternehmen der Gruppe blieben in der Republik Guinea von Sékou Touré, aber auch in der Elfenbeinküste unter Félix Houphouët-Boigny sehr aktiv. Jean Lefebvre verstand es, sich an die neuen geografischen und politischen Gegebenheiten dieser Länder anzupassen.

Baustelle

Menjil-Talsperre

1962

Campenon Bernard
In den frühen 50er Jahren sah sich die Campenon Bernard nach zukunftsträchtigen Märkten im Ausland um. Das Unternehmen fasste im Iran Fuß und realisierte im Norden des Landes den Menjil-Staudamm am Sefid-Rud. Er wurde als Pfeilerstaumauer (Rundkopfmauer), zur damaligen Zeit eine der größten ihrer Art, ausgeführt: Höhe 106 m, Dammlänge 430 m.

Baustelle

Dokan-Staudamm

1958

Dumez
Der Bau der Dokan-Talsperre im Irak zwischen 1953 und 1958 erfolgte unter katastrophalen Bedingungen: Hochwasser des Tigris, Suez-Krise, Revolution im Irak. Dumez gelang es allen Hindernissen zum Trotz, 1958 die 116 m hohe Staumauer mit einer 350 m langen Dammkrone fertigzustellen. Das von den Brüdern Chaufour geleitete Unternehmen erwarb dadurch ein hohes Renommee.

Baustelle

Savines-Brücke

1958

GTM
In nur zwanzig Monaten wurde zwischen 1958 und 1960 die Savines-Brücke über dem Serre-Ponçon-Stausee im Departement Hautes-Alpes errichtet. Für die insgesamt 924 m lange Brücke waren zwölf Felder mit Pfeilern unterschiedlicher Höhe nötig. Die Ausführung erfolgte mit Gleitschalungen (ohne festes Gerüst) und zwei, Segment für Segment im Freivorbau gefertigten Konsolen.

Baustelle

Tunnels in Havanna

1958

GTM
Zur Erleichterung des Verkehrs in der kubanischen Hauptstadt und Gewinnung von Raum im Zentrum schlug GTM den Bau eines Tunnels vor, der sich gegenüber dem Bau einer Brücke, wie sie von den amerikanischen Konkurrenten vorgeschlagen wurde, als sehr wettbewerbsfähig erwies. Gebaut wurde der 1600 m lange Tunnel mit Hilfe von fünf Senkkästen aus Spannbeton, wesentlich belastbarer als die beschwerten Metallsenkkästen, wie sie in den Vereinigten Staaten verwendet wurden. Der Beweis dafür wurde gleich in den ersten Tagen des Jahres 1958 erbracht: ein Seebeben hatte kaum Auswirkungen auf das Projekt. Nach diesem Erfolg konnte GTM gleich einen weiteren Auftrag dieser Art in Havanna verbuchen.

Management

René Gonon (1906-2001)

1957

Der 1906 geborene René Gonon ging im Lycée Ampère in Lyon zur Schule und studierte dann an der Ecole Polytechnique und der Ingenieurhochschule Ponts et Chaussées. Er begann seine berufliche Laufbahn bei der französischen Staatsbahn SNCF, wo er für die Region Nordfrankreich zuständig war. Erst 1951 kam er zur GTM, um sechs Jahre später, 1957, geschäftsführender Generaldirektor zu werden. Diesen Posten sollte er bis 1972 bekleiden; sein Einfluss reichte jedoch weit darüber hinaus. Als talentierter Neuerer legte er seinem Handeln drei Grundsätze zugrunde: Teamgeist, Vertrauen und Offenheit.

Baustelle

Brücke über den Pontchartrain-See

1956

Freyssinet
1956 hatte sich die STUP (später Freyssinet) bereits im Brückenbau einen Namen gemacht, als sie vom US-Bundesstaat Louisiana beim Bau der längsten Brücke der Welt als beratende Ingenieurfirma hinzugezogen wurde. Die 38 km lange Brücke aus Segmenten, die am Ufer vorgefertigt wurden, durchquert das Naturschutzgebiet des Pontchartrain-Sees.

Baustelle

Nebeur-Staudamm

1955

Dumez
Der 71 m hohe, 470 lange Nebeur-Staudamm im Wadi Mellègue in Tunesien entstand zwischen 1949 und 1955. Die Firma Dumez erprobte beim Bau ein neues Gleitschalungssystem, mit dem sie ihren ausgezeichneten fachlichen Ruf endgültig besiegeln konnte.

Baustelle

Elsass-Kanal

1954

Deschiron
1945 wirkte die Firma Deschiron an den großen Wasser- und Wärmekraftwerkprojekten mit, die damals vom französischen Stromversorger EDF in Auftrag gegeben wurden. Zu Beginn der 50er Jahre spielte sie eine bedeutende Rolle beim Bau der Gerstheim-Schleuse im Departement Bas-Rhin. Das Projekt umfasste unter anderem eine Kaimauer und ein Kraftwerk, das später von Rhône Poulenc genutzt wurde.

Baustelle

Staudamm Bin-el-Ouidane

1954

SGE

Baustelle

Hochbrücken in Caracas

1952

Campenon Bernard
In den 50er Jahren realisierte die Campenon Bernard zahlreiche Aufträge in Südamerika und insbesondere in Venezuela. Eines der spektakulärsten Projekte des Landes war der Bau der Viadukte, die die Hauptstadt Caracas mit ihrem Hafen, La Guaira, verbinden. Die Brückenbögen gehörten damals zu den größten Südamerikas.

Unternehmen

Satom

1951

1951 übernahm Sainrapt et Brice die Firma Travaux Afrique, die ausgehend von Senegal auch rasch in Mauretanien, Guinea, Togo, Benin und Niger expandierte. Ihre Aktivitäten erstreckten sich auf den Hochbau, Bohrarbeiten und Tiefbauprojekte. 1967 übernahm die Firma Travaux Afrique die seit 1949 in Afrika ansässige Sofratom und firmierte danach mit dem Namen SATOM. In den 70er konnte sie mehrere Prestigeprojekte auf ihrem Konto verbuchen: den Bergbaukomplex Arlit, die Japoma-Eisenbahnbrücke im Kamerun sowie die saudiarabische Botschaft in N’Djamena im Tschad. Die von Sainrapt et Brice beherrschte Gesellschaft erwirtschaftete 1979 einen Umsatz, der 70% der Gesamtleistung ihrer Muttergesellschaft betrug. Sie war einer der bedeutendsten Posten, die Sainrapt et Brice bei der Fusion 1981 in die SGE einbrachte. Die seit 1984 eng mit der Sogea verbundene Satom ist ein bedeutender Akteur in Afrika, vor allem im Straßenbau.

Baustelle

Couesque-Staudamm

1951

SGE

Baustelle

Stauanlage am N'Zilo-Fluss

1951

CFE
Das belgische Bauunternehmen CFE war im Belgisch-Kongo bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahre 1960 aktiv an der Erschließung des Landes beteiligt. Besonders rege war die Geschäftstätigkeit dort von 1945 bis 1955. Ein Beispiel dafür ist die Stauanlage in der Nähe von Kolwezi, der zu den bedeutenden Projekten im Belgisch-Kongo gehörte, um die Infrastruktur zu modernisieren und die reichen Bodenschätze zu erschließen.

Baustelle

Gebäude in Algier

1950

Dumez
Die seit 1941 in Algerien etablierte Dumez-Niederlassung konnte von der starken Nachfrage im Hochbau profitieren. Sie errichtete zahlreiche Gebäude für Shell, den Sozialwohnungsbauträger der Stadt Oran sowie für die algerische Gas- und Stromversorgungsgesellschaft.

Baustelle

Galion-Brücke in Rio de Janeiro

1949

Freyssinet
Mit dem Galion-Brückenbauprojekt in Rio de Janeiro entstand eine der ersten Betonträgerbrücken, die der Vorspanntechnik zum Durchbruch verhalfen. Im Vergleich zum klassischen Stahlbeton enthalten sie zusätzliche Spannseile, wodurch es möglich wurde, leichter zu bauen und folglich dort größere Spannweiten zu erzielen, wo Stahlbeton durch ein zu großes Eigengewicht versagt hätte.

Baustelle

Génissiat-Staudamm

1949

SGE
Der Zweite Weltkrieg bremste die Bauarbeiten an der 1939 in Angriff genommenen Génissiat-Talsperre. Als sie 1949 zu Ende gingen, war Génissiat die größte Wasserkraftanlage Europas mit einer 103,7 m hohen Gewichtsstaumauer, einem Stausee mit 53 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen und einem Wasserkraftwerk, das ab 1949 1,55 Milliarden kWh erzeugte. Génissiat ist nach wie vor eine Referenz. Neben hoher Leistung steht der Name auch für eine fortschrittliche Sozialpolitik, denn es wurden zugleich drei Arbeitersiedlungen gebaut, Gesundheitsdienste eingerichtet sowie Kultur und Sport gefördert.

Management

Jean Matheron (Präsident 1947-1971)

1947

Der Absolvent der Ecole Polytechnique und Ecole nationale des Ponts et Chaussées, Jean Matheron, heiratete die älteste Tochter von Alexandre Giros, einem der Gründer der SGE. 1931 wurde er zum Mitglied des Aufsichtsrates ernannt und nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er als Nachfolger von Henri Laborde-Milaa die Leitung der SGE. In den nahezu fünfundzwanzig Jahren, in denen er diese Position innehatte, war er bemüht, das Renommee des Unternehmens zu steigern und zugleich den Familiensinn, den er verkörperte, zu stärken. Seine Politik bestand in größter finanzieller Vorsicht - nur beendete Arbeiten wurden in der Bilanz ausgewiesen.

Baustelle

Hafen Dünkirchen

1947

Sainrapt et Brice
Der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Hafen Dünkirchen musste nach der Befreiung wieder aufgebaut werden. Vor der Modernisierung des Landes galt es zunächst, die ärgsten Schäden zu beheben.

Unternehmen

Chantiers Modernes

1946

Die vom ehemaligen Widerstandskämpfer, Hubert Touya, 1946 gegründete Firma Chantiers Modernes entwickelte sich von Anfang an steil nach oben. Das ursprüngliche Erdbauunternehmen erweiterte sein Angebot rasch auf alle Leistungen des Tiefbaus. Es nahm an zahlreichen Ausschreibungen des französischen Stromversorgers EDF, am Bau von Autobahnen und verschiedenen Bauprojekten in Afrika teil. Nach Erwerb einer Beteiligung durch Dumez im Jahre 1988 wurde die Geschäftstätigkeit wieder vorrangig auf Frankreich ausgerichtet. Heute ist die Firma Chantiers Modernes eine Tochtergesellschaft der GTM Construction und überwiegend im Pariser Raum tätig.

Management

Hubert Touya (1907-1983)

1946

Der aus dem Béarn stammende Gründer der Firma Chantiers Modernes, Hubert Touya, absolvierte sein Studium an der Ecole des Mines. Nach der Niederlage der französischen Armee 1940 trat er in die Widerstandsbewegung ein. Im Februar 1944 wurde er verhaftet, gefoltert und anschließend in das Lager Neuengamme und dann nach Ravensbrück deportiert und erst nach dem Krieg befreit.
1946 gründete er die Firma Chantiers Modernes, die am Wiederaufbau und an der Modernisierung Frankreichs mitwirken sollte.

Unternehmen

Sicra

1944

In Voraussicht des Nachkriegsbedarfs gründeten die beiden aus Lyon stammenden Architekten, Raimond und Metrich, 1944 die Société Industrielle de Constructions Rapides (SICRA). Nach den ersten dringlichsten Bauarbeiten begann die Firma mit dem Bau von Standardwohnungen. Da sie nicht die Mittel hatte, alleine weiter zu wachsen, schloss sie sich 1954 der SGE an, um in deren Mitte zur Speerspitze der Hochbausparte zu werden. Nach und nach konzentrierte sie ihren Wirkungskreis auf den Pariser Raum.
In der Werbung in den 60er Jahren hieß es: "Innerhalb von 90 Tagen baut SICRA das Gebäude, das Ihrem Zweck entspricht. Sie brauchen es nur aus dem Fertigteilbestand im Werk auszuwählen". SICRA wurde zum bevorzugten Partner für den Schulbau im Pariser Raum. 1986 wurde sie der SGE-Tochter Sogea angegliedert, in deren Rahmen sie heute im Großraum Paris eine marktführende Position bekleidet. Die Entwicklungsbereiche der SICRA sind heute die Altbausanierung, der Wohnungs- und Bürobau.

Event

Gründung der Spannbetonfirma Société Technique pour l'Utilisation de la Précontrainte (STUP), später Freyssinet, durch Edmé Campenon und Eugène Freyssinet

1943

Alain Turing legt das grundlegende Gedankenmodell für den künftigen Computer fest.

Unternehmen

Freyssinet

1943

Einsatz der Vorspanntechnik (1943-1962)
Freyssinet ist die Nachfolgegesellschaft der 1943 gegründeten Société Technique pour l’Utilisation de la Précontrainte (STUP). Edmé Campenon, Mitbegründer der Firma Campenon Bernard, wollte die 1928 von Eugène Freyssinet, dem Erfinder der Vorspannung, angemeldeten Patente nutzen. Spannbeton ist ein Stahlbeton mit wesentlich höheren Festigkeitseigenschaften durch eine ständige innere Spannungsbeaufschlagung, um die Außenbelastung, der der Beton ausgesetzt wird, zu kompensieren. Dieses neue Verfahren sollte sich in der Wiederaufbauzeit in Frankreich rasch als sehr nützlich erweisen, da damit bedeutende Einsparungen an Stahl und auch an Beton erzielt werden konnten. Innerhalb weniger Jahre wurde die STUP zum Spezialisten für den Bau von Brücken und Startbahnen. Ihre Dynamik stand in engem Zusammenhang mit dem außerordentlichen Erfindergeist von Eugène Freyssinet.

Internationaler Durchbruch (1963-1981)
Zu Beginn der 60er Jahre stand die STUP nach dem Tod ihres Gründers einem immer härteren Wettbewerb im Spannbetonbau gegenüber. Sie setzte auf die internationale Karte, was auch ihr neuer Name belegt, denn 1976 wurde die STUP in Freyssinet International umbenannt. Der von den Freyssinet International-Ingenieuren gepflegte Innovationsgeist war nach wie vor eine der Haupttriebkräfte des Unternehmens: Beispiele dafür sind die Rio-Niterio-Brücke in Brasilien und der Olympia-Komplex in Montreal.

Weltmarktführerschaft (1982-2000)
Anfang der 80er Jahre musste Freyssinet eine schwere Zeit durchstehen und war gezwungen, einen Teil der Tochterunternehmen im Ausland zu veräußern. Bald darauf wandte sich jedoch erneut das Blatt, was dem außerordentlichen technischen Know-how der Firma zu verdanken war. Zu den neuen Glanzleistungen zählten die Normandie-Brücke in Frankreich, die Vasco-da-Gama-Brücke in Portugal, das Cardiffer Stadion in Großbritannien und die Hibernia-Plattform vor der Küste Neufundlands. Zahlreiche, häufig spektakuläre Objekte machten Freyssinet weltweit zur Nummer eins im Spezialingenieurbau.

Management

Jean Lefebvre (1913 geboren)

1940

Als Sohn von Charles Lefebvre, Gründer eines Straßenbauunternehmens, stieg er 1938 in das Geschäft seines Vaters ein. Gleichzeitig studierte er Jura und promovierte 1941. Nach dem Tod seines Vaters, 1940, übernahm er die Leitung der Compagnie Industrielle des Fillers und benannte sie in Entreprise Jean Lefebvre um. Anschließend wurde auch die Leitung von Salviam in seine Hände gelegt. Bis 1971 blieb er an der Spitze beider Unternehmen. Er hat auch zahlreiche Ehrenämter inne: an der Pariser Handelskammer, im französischen Juristenverband.

Unternehmen

CAPAG CETRA

1938

Die 1938 von Louis Ducatel unter dem Namen Entreprise Moderne de Canalisation gegründete Firma CAPAG CETRA hat es beispielhaft verstanden, sich von einer Kanalbaufirma auf den Bau großer Ingenieurbauten zu diversifizieren. Nach dem Krieg erhielt sie den Zuschlag für zahlreiche große Kanalisationsprojekte im Pariser Raum und im Norden Frankreichs. 1953 nahm sie am Pipeline-Projekt Paris-Le Havre, einem Schlüsselvorhaben für die Entwicklung der französischen Hauptstadt, teil. CAPAG CETRA spezialisierte sich ferner auf Düker in Frankreich und Algerien. In den 60er Jahren entwickelte sie die Sparte Hoch- und Tiefbau: Bau der Wärmekraftwerke Montereau und Porcheville. 1975, als sich ihr Gründer, Louis Ducatel, zur Ruhe setzte, fusionierte die CAPAG CETRA mit der Firma Campenon Bernard.

Management

Ernest Weyl (Präsident März 1937- Juli 1937)

1937

Der Elsässer, Ernest Weyl, Absolvent der Ecole Polytechnique, begann seine Laufbahn in der staatlichen Manufaktur, bevor er in die Tabakwerke des Osmanisches Reiches (Régie Générale des Tabacs de l’Empire Ottoman) eintrat. Loucheur wurde auf ihn aufmerksam und machte ihn zu einem seiner wichtigsten Mitarbeiter im Rüstungsministerium. Bereits 1922 wurde er zum delegierten Aufsichtsratsmitglied der SGE bestellt. Nach dem Tod von Alexandre Giros, im März 1937, trat Ernest Weyl seine Nachfolge an der Spitze der SGE an, überlebte ihn jedoch nur wenige Monate, da er am 1. Juli des selben Jahres verstarb.

Management

Henry Laborde Milaa (Präsident 1937-1947)

1937

Er wurde 1886 geboren und absolvierte sein Studium an der Ecole Polytechnique im Corps des Ponts. Er wurde als Ingenieur des Pionierwesens eingezogen und kämpfte bei Verdun, wo er schwer verletzt wurde. Im August 1919 kam er als Bauleiter zur SGE. Alexandre Giros, dem seine Kompetenzen auffielen, berief ihn 1925 zum Generaldirektor. Er spielte eine entscheidende Rolle in der Sanierung des Unternehmens. 1933 wurde er zum delegierten Mitglied des Verwaltungsrates, interessierte sich insbesondere für die Stromversorgung und den Kraftwerkbau und wurde zum klaren Nachfolger von Alexandre Giros. Am 29. 9. 1937 übernahm er die Leitung der SGE und musste mit Vorsicht und Geschick, die Klippen der Kriegszeit umschiffen. 1947 trat er sein Amt an Jean Matheron ab.

Baustelle

Straßenbaustelle in Etaples, Pas de Calais

1935

Cochery
Die seit ihrer Gründung im Norden Frankreichs ansässige Firma Entreprises Albert Cochery ist eng mit der Modernisierung des Verkehrswegenetzes der Region verbunden. Erleichtert wurde ihre Aufgabe durch die räumliche Nähe zu den Teermakadam-Mischwerken. Zur Herstellung von Teermakadam diente die Schlacke aus den Hochöfen der Stahlhütten im Norden und Osten Frankreichs.

Management

Pierre Chaufour (1901-1970)

1932

Der Ecole Centrale-Absolvent heiratete die einzige Tochter von Alexandre Dumez und wurde bald darauf von seinem Schwiegervater als Bauleiter angeheuert. Nach dessen Tod nahm er die Zügel des Unternehmens in die Hand und bewies ausgezeichnete Führungsqualitäten. 1942 lag er in Algerien fest, engagierte sich im Kampf zur Befreiung Frankreichs und wurde nach dem Krieg Ehrenpräsident der ehemaligen Kämpfer seiner Division. Nach seinem Ableben, 1970, folgte ihm seine Bruder, André, an der Spitze des Dumez-Konzerns nach.

Baustelle

Oued Fodda-Talsperre

1932

Campenon Bernard
Die im Auftrag des algerischen Bewässerungszentralamts zwischen 1926 und 1932 errichtete Oued-Fodda-Talsperre besteht aus einer 100 m hohen Beton-Gewichtsstaumauer. Ihre Basis ist 65 m stark und ihre Länge an der Dammoberseite 182 m. Für den Bau des Staudamms sowie von Nebenbauwerken wurden 320.000 Kubikmeter Beton verarbeitet.

Baustelle

Stauwehr Kembs

1932

GTM
Das Stauwehr Kembs am Rhein sollte das Elsass mit Strom versorgen. Im August 1932 konnte das Wasserkraftwerk übergeben werden. Mit einer durchschnittlichen Jahresleistung von 850 Millonen kWh ist Kembs das größte Kraftwerk Frankreichs mit niedriger Staustufe.

Baustelle

Truyère-Fluss

1932

SGE
Das Truyère-Projekt war eines der bedeutendsten in den ersten Jahren der SGE. Die Arbeiten liefen 1910 an und setzten sich bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg fort. Zum Umfang der von der SGE realisierten Bauarbeiten gehörten das Sarrans-Kraftwerk und die große Gewichtsstaumauer (105 m hoch, 220 m Kronenlänge) sowie das Brommat-Wasserkraftwerk mit 68000 kW Leistung. Selten war eine Baustelle mit so großen finanziellen Schwierigkeiten verbunden, und es bedurfte des ganzen Geschicks von Alexandre Giros und seiner Nachfolger, um die SGE aus diesem Engpass zu befreien.

Management

Gaston Traploir (1889-1968)

1930

Gaston Traploir, Sohn eines Eisenbahninspektors, selbst Ingenieur mit Erfahrung im Stahlbetonbau und in der Elektrotechnik, fand in André Garczynski den idealen Partner. Bei einer Reise in die Vereinigten Staaten in den 30er Jahren entdeckte er die Vorteile des Taylorschen Systems und beschloss, es in seinem Unternehmen anzuwenden. Als talentierter Erfinder und erfahrener Kaufmann bemühte er sich, in der Firma, die er bis in die Mitte der 60er Jahre leitete, eine moderne Arbeitsorganisation einzuführen.

Management

Eugène Freyssinet (1879-1962)

1929

Eugène Freyssinet wurde im Departement Corrèze geboren, ging in Paris im Lycée Chaptal zur Schule und studierte anschließend an der Ecole Polytechnique und dann an der Ingenieurhochschule Ponts et Chaussées. Nach knapp zehn Jahren in der französischen Verwaltung nahm er aktiv am Ausbau der Firma Entreprises Limousin teil und wurde einer der Gesellschafter des Unternehmens. Dank seines Innovationsgeistes realisierte er dort Glanzleistungen der Technik.
1929 trennte er sich von der Firma Entreprises Limousin, da sie es nicht ins Auge fasste, das Spannbetonverfahren, für das Freyssinet ein Jahr zuvor ein Patent angemeldet hatte, zur Anwendung zu bringen. Erst durch die Unterstützung durch Edmé Campenon und nach Gründung der Société Technique pour l’Utilisation de la Précontrainte (STUP) konnte diese Erfindung genutzt werden und sich das Talent von Eugène Freyssinet voll entfalten.

Unternehmen

Bourdin et Chaussé

1928

1928 schlossen sich Sylvain Bourdin und Louis Chaussé zusammen, um ein Straßenbauunternehmen zu gründen, das überwiegend im Westen Frankreichs tätig wurde. 1945 gelang der Sprung ins Ausland und Bourdin et Chaussé bezog erfolgreiche Positionen in Afrika. Die Firma baute u. a. die "Route des Sables" durch die Sahara und wirkte am Bau der "Uranstraße" im Niger mit. Diese nicht unriskanten Aufträge festigten das Renommee der Firma, die 1977 zur SGE kam und 1985 mit Cochery fusionierte. Der neue Verbund Cochery Bourdin Chaussé schloss sich seinerseits 1997 mit Viafrance zur Eurovia zusammen.

Management

Louis Chaussé (1897-1980)

1928

Als Sohn eines Arbeiters im Schieferabbau im Anjou trat er nach dem Ersten Weltkrieg in die Straßenbaufirma Gaétan Brun ein. 1928 schloss er sich mit Sylvain Bourdin zusammen und führte nach dessen Tod das Straßenbauunternehmen, Bourdin Chaussé, das sie gemeinsam gegründet hatten, alleine weiter. Es gelang ihm als Unternehmer, der seinen Mitarbeitern sehr nahe stand und stets auf den Baustellen zu sehen war, die Firma zu einem der Branchenführer in Frankreich auszubauen.

Management

Louis Loucheur (Gründer)

1928

Er wurde 1872 als Sohn einer protestantischen, in Roubaix ansässigen Familie geboren und absolvierte, wie sein Partner Alexandre Giros, die Ecole Polytechnique. Neben seiner beruflichen, schlug er auch eine politische Laufbahn ein. Aufgrund seines Organisationstalents und seiner Kenntnisse im Rüstungssektor wurde er 1916 zum Unterstaatssekretär für Artillerie und Munition, einem maßgeblichen Posten in Kriegszeiten, bestellt. 1917 wurde er als Nachfolger von Albert Thomas sogar Rüstungsminister und legte zur Wahrnehmung seiner Aufgabe den Schwerpunkt auf eine intensive Produktion.
Nach dem Waffenstillstand wurde er Minister für den Wiederaufbau der Industrie, dann Minister der befreiten Regionen. Er spielte auch eine bedeutende Rolle bei der Regelung der Frage der deutschen Wiedergutmachungen. Dieser Konflikt führte im Übrigen 1922 zu seinem Rücktritt. 1928 initiierte der Mitbegründer der SGE, ein Mann der Linken, das so genannte Loucheur-Gesetz, das vorsah, innerhalb von fünf Jahren 200 000 Sozialwohnungen zu errichten. Damit war die Basis eines zunehmenden staatlichen Eingreifens in diesem Sektor geschaffen. In seinen verbleibenden Lebensjahren setzte er sich - vergebens - für den europäischen Gedanken ein. Er starb im Jahre 1931.

Management

Sylvain Bourdin (1884-1950)

1928

Der aus dem Anjou stammende Sylvain Bourdin absolvierte zunächst ein Jurastudium, bevor er ein Straßenwalzunternehmen in Angers übernahm. Für die Technik hatte der gewitzte Kaufmann nicht viel übrig, hingegen verstand er es, die Beziehungen zu zahlreichen Straßenbauingenieuren zu pflegen und durch sein geschäftliches Geschick den Ruf seines Unternehmens zu festigen. 1928 schloss er sich mit Louis Chaussé, dem Fachmann und Mann der Praxis in ihrem Team, zusammen. Aus ihrer Zusammenarbeit entstand die Straßenbaufirma Bourdin et Chaussé, die nach und nach zu einer der bedeutendsten Frankreichs werden sollte.

Event

Charles Lefebvre gründet die Firma Salviam, die später zu Entreprise Jean Lefebvre wird.

1927

Erster Tonfilm, der Jazz Singer von Alan Crossland.

Unternehmen

Entreprise Jean Lefebvre

1927

Die Ursprünge des Familienbetriebs Entreprise Jean Lefebvre gehen auf das Jahr 1927 zurück, als Charles Lefebvre die Firma Salviam (Rette die Straße) gründete. Er war einer der Ersten, der als Zuschlagstoff Hochofenschlacke einsetzte. Sieben Jahre später entwickelte er ein neues Bindemittel und gründete ein neues Unternehmen: die Compagnie Industrielle des Fillers et Revêtements Spéciaux.
1941 übernahm Jean Lefebvre, der bereits in der Firma seines Vaters sein Innovationsvermögen unter Beweis stellen konnte, die Leitung der beiden Unternehmen. Im Jahr darauf erfolgte die Umbenennung der Compagnie Industrielle des Fillers in Entreprise Jean Lefebvre (EJL). 1944, als er im Auftrag der Verbündeten die Start- und Landebahnen des Flughafens Orly instand setzte, entdeckte Jean Lefebvre die Leistungsmerkmale des amerikanischen Straßenbaumaterials.
Seinem Slogan "Jean Lefebvre arbeitet für Sie" getreu wirkte die Firma am Wiederaufbau Frankreichs mit und fasste mit der Straßenverbindung Dakar-Kaolak in Senegal und der "Kakaoschleife" in der Elfenbeinküste in Afrika Fuß. Sie verdichtete ihre Marktpräsenz mit dem Kauf von zwei Unternehmen, erst der Firma Revêto und dann der Firma Veuve Gaétan Brun.
In den frühen 70er Jahren war Jean Lefebvre Mitbegründer von Cofiroute und bekräftigte seine Kompetenzen als großer Autobahnbauer. Auch international wurde die Expansion vorangetrieben, weiterhin in Afrika, aber auch im Nahen Osten.
Nach einer Umstrukturierung 1981 und der Übernahme durch die Gruppe Grands Travaux de Marseille im Jahre 1986 setzte die Firma Entreprise Jean Lefebvre ihr Wachstum in Frankreich fort und dehnte ihren Wirkungskreis auf die Vereinigten Staaten, Kanada und Chile aus. Über die GTM-Gruppe kam sie 2000 zu VINCI und ist nun Teil des Eurovia-Verbunds.

Unternehmen

Cochery

1926

1926 gründete Albert Cochery die gleichnamige Firma, die kohlenwasserstoffhaltige Bindemittel zur Straßenerhaltung erzeugte. Er entwickelte die Herstellung und den Einsatz von Teermakadam, einer Mischung aus Hochofenschlacke und Teer, die in Frankreich wenig gebräuchlich war.
1945 führte die Entdeckung von Erdgasvorkommen und die Krise der Stahlindustrie nach und nach zum Niedergang der Destillationsbetriebe. Nach Übernahme der Firma Rol Lister & Cie schlug das Unternehmen Albert Cochery eine neue Strategie ein und entwickelte sich zu einem modernen Straßenbauunternehmen, das neuartige Straßenbeläge im Angebot hatte.
Nach dem Ausscheiden des Gründers 1969 gelang den Nachfolgern der weitere Ausbau der Firma mit dem Erwerb von Beteiligungen an mehreren Straßenbauunternehmen.
1985, nach Übernahme der Mehrheitsanteile durch die SGE, fusionierte Cochery mit Bourdin et Chaussé. Der neue Verbund Cochery Bourdin Chaussé schloss sich seinerseits 1997 mit Viafrance zur Eurovia zusammen.

Unternehmen

Santerne

1926

1926 eröffnete Louis Santerne eine bescheidene Elektrikerwerkstatt in Arras. Groß wurde der Betrieb erst 1949, als sein Sohn in das Geschäft einstieg. In den Jahren des Wiederaufbaus entwickelte sich Santerne dank der Eisenbahnelektrifizierung, im Rahmen des Baus von Wassertürmen sowie durch die Verlegung der Transportleitungen für den Stromversorger EDF. 1996 wurde der französische Elektrotechnikspezialist direkt der SGE angegliedert und gehört nun der GTIE an.

Unternehmen

Travaux du Midi

1926

Die Firma Travaux du Midi nahm 1926 mit der Gründung von Bertagnol et Compagnie - alsbald in Travaux du Midi umfirmiert - in Marseille ihren Anfang. 1934 schloss sie sich dem Unternehmensverbund Grands Travaux de Marseille (GTM) an, wurde jedoch weiterhin als Familienbetrieb geführt. Erst 1961 nach Beendigung des Algerienkriegs erfuhr sie einen neuerlichen Aufschwung, da durch die Rückkehr zahlreicher Europäer aus Algerien viele Wohnungen und neue Infrastrukturen gebaut werden mussten. Um dieser starken Nachfrage gerecht zu werden, entwickelte die Firma Travaux du Midi industrielle Bauverfahren, mit denen sie ganz Südfrankreich eroberte. Seit den frühen 80er Jahren ist sie von Nizza bis Bordeaux präsent. Dieses innovative, dynamische Unternehmen ist innerhalb des VINCI-Konzerns der GTM-Construction angegliedert.

Management

Albert Cochery (1898-1981)

1926

Der früh verwaiste Albert Cochery aus dem Norden Frankreichs zeichnete sich im Ersten Weltkrieg durch wertvolle Aufklärungsarbeit für den Generalstab aus. 1926 gründete er die gleichnamige Firma, die Abfallprodukte aus der Stahlindustrie wiederverwertete: Hochofenschlacke als Basis zur Herstellung von Teermakadam. Diese einfache, jedoch geniale Idee sicherte den Erfolg des Unternehmens und machte Albert Cochery zu einem Vertreter seiner Branche mit Symbolcharakter.

Unternehmen

Caroni

1925

Die Gründung der Firma Caroni ist das Werk von Jean Caroni, eines ehemaligen Ingenieurs bei Grands Travaux de Marseille, der 1925 beschloss, sich in Nordfrankreich selbständig zu machen. Die Firma Caroni konnte sich rasch als Fachbetrieb für Rammpfähle, Spundwände und Erdbau durchsetzen. Während des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg realisierte sie die Don-Sainghin-Schleuse, damals eines der größten französischen Bauwerke dieser Art. 1950 erneuerte sie die Denain-Schleuse. In der weiteren Folge entwickelte sie ihre Hochbausparte und machte sie sogar zu ihrem Hauptgeschäftsfeld. 1983 wurde sie von der CBC übernommen.

Unternehmen

Fournié Grospaud

1925

1925 schlossen sich Raymond Fournié und Henri Grospaud in Tarbes zur Firma Fournié Grospaud zusammen. Bis 1945 elektrifizierte sie fast ausschließlich das Schienennetz im Südwesten Frankreichs. Bei Kriegsende war sie durch die Verstaatlichung der Stromversorgung gezwungen, nach neuen Betätigungsfeldern Ausschau zu halten. Die beiden Hauptkunden blieben der Stromversorger EDF und die französischen Staatsbahnen SNCF, zugleich stieg sie jedoch immer mehr in das Wartungsgeschäft ein. 1970 schloss sie sich im Rahmen der Holding UEER, aus der die GTIE (Générale de Travaux et d’Installation Electrique) hervorgehen sollte, mit Garczynski Traploir und Mors Jean Bouchon zusammen. Über die GTIE kam Fournié Grospaud 1996 zur SGE.

Baustelle

Wasserleitung vom Bou Redine-Tal nach Bône

1925

Sogea
In den 30er Jahren waren die französischen Kolonien in Nordafrika der Schauplatz zahlreicher Kanalbauarbeiten. Eau et Assainissement (Vorgängergesellschaft der Sogea) war u. a. in Algerien an dem Großprojekt zwischen Oued Bou Redine und Bône beteiligt.

Management

Lionel Ignace (1900-1997)

1924

Lionel Ignace nahm 1924 an der Seite von Georges Courtois an der Gründung der Société Française du Vialit teil. 1955 übernahm er die oberste Leitung des Unternehmens.
Lionel Ignace war eine große Persönlichkeit im französischen Straßenbau, insbesondere im Verbandswesen, denn er war Mitbegründer der Union des Syndicats de l’Industrie Routière de France, ab 1953 Präsident des französischen Straßenbauverbands und schließlich Ehrenvizepräsident des Tiefbauverbands (Fédération Nationale des Travaux Publics).

Baustelle

Wasserbau an der Voulzie

1923

Sogea
Eine Kanalbaustelle mit Symbolcharakter für den Pariser Raum waren die Arbeiten an der Voulzie in den 20er und 30er Jahren. Die Firma Eau et Assainissement, die künftige Sogea und damals eine Tochtergesellschaft von Pont-à-Mousson, konnte sich durch diese technische Leistung als einer der großen Spezialisten der Branche etablieren.

Unternehmen

Froment Clavier

1922

Bei ihrer Gründung 1922 spezialisierte sich die Firma Froment Clavier auf den Bau von Getreidesilos aus Stahlbeton. Einer ihrer Hauptkunden war der Großmühlenbetrieb Grands Moulins de Paris. Um ihre Entwicklung auf eine breitere Basis zu stellen, bemühte sie sich um die Nutzung ihres Bauverfahrens in den französischen Kolonien. Darüber hinaus nahm sie an dem von Louis Loucheur initiierten Anstoß des Sozialwohnungsbaus teil. Nach Kriegsende stellte sie sich auf den neuen Bedarf im Wohnungsbau, Industriebau sowie im öffentlichen Bau ein, blieb jedoch zugleich auch der bevorzugte Partner der Mühlenbetriebe. Zu Beginn der 60er Jahre hatte die Firma Froment Clavier jedoch Schwierigkeiten, sich zu modernisieren und einen neuen Kundenkreis zu gewinnen. Mit einer Aktivität, die sich nur mehr auf kleinere Aufträge beschränkte, wurde sie 1964 von der Campenon Bernard übernommen. Der Name Froment Clavier wurde nicht fortgeführt.

Event

Gründung Campenon Bernard

1920

Gründung der französischen kommunistischen Partei

Unternehmen

Campenon Bernard

1920

1920-1945
Die Firma Campenon Bernard entstand 1920, als sich der junge Ingenieur, Edmé Campenon, mit dem Unternehmer, André Bernard, zusammenschloss. Die beiden richteten ihr Unternehmen auf den Bau von Eisenbahnverbindungen sowie auf den Industrie-, Straßen- und Wasserbau aus. 1927 verzeichnete die Firma Campenon Bernard ihren ersten großen Erfolg mit dem Bau des Chambon-Staudamms. Nach einem schwierigen Start wurde das Projekt rasch zu einem wahren Versuchslabor, um neue Betonsorten mit höherer Festigkeit zu erproben. Gleichzeitig wurde auch die Tagesleistung verbessert und auf 1000 Kubikmeter erhöht - ein Rekord für die damalige Zeit.
Mit einem Gespür für den weiteren technischen Fortschritt schloss sich die Firma mit Eugène Freyssinet zusammen und bot ihm die Gelegenheit, bei sehr großen Betonstrukturen seine Vorspanntechnik einzusetzen. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg beherrschte Campenon Bernard die Welt des Tiefbaus. Während des Krieges konnte sich die Firma ehrbar behaupten und beteiligte sich an der Gründung des Fachbetriebs zur Anwendung der Vorspanntechnik STUP (Société Technique pour l’Utilisation de la Précontrainte), in der die von Eugène Freyssinet erfundenen Verfahren weiterentwickelt werden sollten.
1945-1984
Nach dem Krieg häuften sich die Projekte in Frankreich, in den französischen Kolonien und auch im Ausland. Überall kamen gezielt innovative Techniken zum Einsatz, wie beim Bau des Kernkraftwerks Marcoule oder der Brücke in Choisy-le-Roi. Dieser Elan sollte jedoch1962 einer starken Belastungsprobe ausgesetzt werden, als das Unternehmen im selben Jahr den Tod von Edmé Campenon und Eugène Freyssinet zu beklagen hatte.
Mit Zivil- und Militärprojekten im Tiefbau, Brückenbauten sowie der Errichtung der Hochbrücke zur Insel Oléron gelang den Ingenieuren der Campenon Bernard jedoch ein neuer Aufbruch. Zwischen 1962 und 1970 wurde über die Hälfte der französischen Brückenbauprojekte von der Firma Campenon Bernard ausgeführt. Ruf und Anerkennung brachten dem Unternehmen im Umfeld einer stärker werdenden Konkurrenz der Bau des Hochhauses Tour Montparnasse sowie die U-Bahn in Montreal.
1984-2000
1984 wurde Campenon Bernard von der Compagnie Générale des Eaux übernommen. Anlässlich der Errichtung der Jules-Verne-Hochbrücke in Amiens war 1984 auch das Jahr eines neuen Weltrekordes: das höchste Gewicht (15 300 Tonnen), das je im Schubtaktverfahren bewältigt wurde. 1988 kam die Campenon Bernard zur SGE und firmierte unter dem Namen Campenon Bernard-SGE prestigereiche Projekte, wie das Stade de France und die Vasco-da-Gama-Brücke in Lissabon.

Unternehmen

Garczynski Traploir

1919

André Garczynski und Gaston Traploir, zwei Bauingenieure, die sich in den Schützengräben im Krieg 1914-1918 kennen gelernt hatten, schlossen sich zusammen, um in Le Mans ein Unternehmen zur Errichtung von Stromleitungsnetzen zu gründen. Es konnte seinen Wirkungskreis rasch auf ganz Westfrankreich ausdehnen und begann 1930 in der Wasserversorgung Fuß zu fassen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Firma Garczynski Traploir Bestandteil der Compagnie Générale des Eaux und verzeichnete eine spektakuläre Geschäftsentwicklung dank zahlreicher Aufträge für Hochspannungsleitungen, Wassertürme und Kraftwerke.
1970 wurden die Aktivitäten von Garczynski Traploir mit den Leistungen von Mors Jean Bouchon und Fournié-Grospaud in der Holding UEER zusammengelegt, aus der die GTIE (Générale de Travaux et d’Installation Electrique) hervorgehen sollte. Der Energie-, Informations- und Kommunikationstechnikexperte Garczynski Traploir setzt nun seine Entwicklung im Rahmen der GTIE, dem VINCI-Konzernbereich Energie-Information, fort.

Management

André Garczynski (1888-1944)

1919

Als Sohn einer seit den Napoleonischen Kriegen in der Sarthe-Region niedergelassenen polnischen Familie absolvierte André Garczynski sein Studium am Institut d’Electricité von Grenoble, bevor er sich 1919 mit Gaston Traploir zusammenschloss. Er war nicht nur passionierter Autofahrer, sondern hegte auch großes Interesse an sozialen Fragen und nahm aktiv an der Einrichtung der Caisses d’Assurances Sociales, dem Vorgängersystem der französischen Sozialversicherung, teil. Um sein Unternehmen zu schützen, blieb er bis 1940 in Le Mans, wurde 1943 von der Gestapo festgenommen und nach Buchenwald deportiert, wo er ein Jahr später verstarb.

Management

Charles Rebuffel (1861-1942)

1917

Der Nachkomme einer Marseiller Geschäftsfamilie, Charles Rebuffel, trat nach seinem Studium an der Ecole Polytechnique und der Ingenieurhochschule Ponts et Chaussées in die GTM ein. Aufgrund seines Erfolgs wurde er bald zur Schlüsselperson und stand dem Unternehmen ohne Unterbrechung von 1917 bis 1940 vor.
Sein Einfluss erstreckte sich auch auf den Stromsektor, in dem er Mitglied zahlreicher Verwaltungsräte war und fünf Unternehmen leitete. Sein Hauptaugenmerk galt jedoch GTM. Mit Hilfe seiner Geschäftsführer gelang es ihm, den Unternehmensverbund zu einem starken Netz aus Tochtergesellschaften und Beteiligungen zu verflechten.

Unternehmen

Cegelec

1913

Die Geschichte von Cegelec ist eng mit den Entwicklungen im Energie- und Elektrizitätssektor verbunden. Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahre 1913 mit der Gründung der CGEE (Compagnie générale d'entreprises électriques). Das erfolgreiche Unternehmen expandierte zu einer internationalen Unternehmensgruppe, die heute technologische Serviceleistungen für Privatunternehmen und Kommunen anbietet.


1913
Gründung der CGEE, Holding mehrerer Elektrizitätsunternehmen für die Installation der Netzwerke, Leitungen, Transformatorstationen und Elektrizitätswerke für die Elektrifizierung Frankreichs.

1971
Gründung der CGEE Alsthom, die durch die Übernahme der SGE (Hoch- und Tiefbau, Bauwesen, Industrieanlagen, elektrische Versorgung) mit 13.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 1 Mrd. Francs zum größten Elektrizitätsunternehmen Europas wird.

1989
Beteiligung von GEC (General Electric Company) an dem Kapital von CGEE Alsthom mit einem Transfer der Aktivitäten der industriellen Kontrolle. CGEE Alsthom wird in Cegelec umbenannt.

1998/2000
Cegelec wird von Alstom übernommen und wird Alstom Contracting. 2001
Die Sparte Contracting von Alstom wird im Rahmen eines LMBO von den Führungskräften und Angestellten mit Unterstützung von Investoren übernommen und nimmt wieder den Namen Cegelec an. Eine ähnliche Operation wird im Jahr 2006 durchgeführt.

2008
Übernahme von Cegelec durch Qatari Diar, einer internationalen Unternehmensgruppe im Bereich Raumplanung und Immobilien, Tochtergesellschaft des katarischen Staatsfonds Qatar Investment Authority.

14. April 2010
Inkrafttreten der Strategischen Partnerschaft zwischen Qatari Diar und VINCI. Cegelec wird eine 100%ige Tochtergesellschaft von VINCI.

Management

Edmé Campenon (1872-1962)

1910

Der aus altem französischen Adel abstammende Edmé Campenon, der eigentlich die Ecole Polytechnique hätte besuchen sollen, zog es vor, sich als einfacher Soldat zu verdingen und später die Welt zu bereisen. 1910 kam er mit dem Tiefbau in Berührung und zehn Jahre später gründete er gemeinsam mit dem jungen Ingenieur und Art-et-Métiers-Absolventen, André Bernard, die Firma Campenon Bernard. Der Erfolg dieses Zusammenschlusses erklärt sich aus den ausgezeichneten Mitarbeitern der Campenon Bernard, dem Talent von Eugène Freyssinet sowie den zahlreichen Beziehungen, über die Edmé Campenon, der bis 1958 an der Spitze der Firma blieb, verfügte.

Unternehmen

Balency et Schuhl

1909

Die Firma Balency et Schuhl wurde 1909 von zwei Pionieren des Stahlbetonbaus, Canal und Schuhl, gegründet. Berühmt wurden sie durch das Ausmaß des Stahlbetongerippes, das sie zum Beispiel beim Bau des Hotels Georges V in Paris zum Einsatz brachten. Die ab 1935 von André Balency-Béarn geleitete Firma Balency et Schuhl wirkte u.a. am Bau des CNIT in Paris-La Défense mit. Gleichzeitig wandte sie sich auch dem Fertigteilbau in Schwerbauweise zu und entwickelte ein Verfahren für Einfamilienfertighäuser. Nach der Übernahme durch Pont-à-Mousson 1965 war sie gemeinsam mit der Firma GTBA an der Gründung der Sobea, der künftigen Sogea, beteiligt.

Management

Amédée Alby ( Präsident 1908-1932)

1908

Baustelle

Beleuchtung der Automobilmesse

1908

SDEL
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begeisterte sich ganz Frankreich für das Wunder der Elektrizität. Bei jeder Ausstellung oder Massenveranstaltung war sie wichtiger Bestandteil der Dekoration. Saunier Duval (später SDEL) war bereits damals eines der innovativsten Unternehmen der Branche.

Unternehmen

GTBA

1907

Die 1907 von einem der Pioniere des Stahlbetonbaus, Maurice Tricon, gegründete Firma GTBA (Grands Travaux en Béton Armé) arbeitete häufig mit Auguste Perret zusammen: Museum des Tiefbaus (heute Gebäude des Wirtschafts- und Sozialrats in Paris), Wiederaufbau der Stadt Le Havre. Der zweite Unternehmensleiter, der Sohn des Gründers, General Paul-Maurice Tricon-Dunois, blieb als General der französischen Streitkräfte und Bauunternehmer eine atypische Persönlichkeit. 1965 wurde die Firma von Pont-à-Mousson aufgekauft, um die Hochbausparte der Sobea, der künftigen Sogea, zu verstärken.

Unternehmen

SDEL

1907

1907 gründeten Charles Saunier, Absolvent der Ecole Polytechnique, und Maurice Duval die Firma Saunier Duval et Compagnie, die diesen Namen bis 1990 beibehielt. Charles Saunier war zuvor Leiter des Hauses Bengel Frères, Hersteller von Heizgeräten und Spezialist für öffentliche Beleuchtung, insbesondere Gaslaternen. Die neue Firma wandte sich den selben Aufgabenbereichen zu und erhielt zahlreiche bedeutende Aufträge, wie die Beleuchtung der im Grand Palais abgehaltenen Messen (Automobil-, Luftfahrtmesse) sowie die der Kolonialausstellung im Jahre 1931.
Später dehnte sie ihre Geschäftstätigkeit auf Warmwasserbereiter und Gasheizungen aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete Saunier Duval zahlreiche Niederlassungen und kaufte namhafte Unternehmen im Gas- und Elektrosektor auf.
Nach und nach gliederte sie ihr Geschäft in mehrere Sparten: Gas, Sanitär, Straßenbeleuchtung, Elektroinstallationsbetriebe und Industrieautomation. Nach einigen Jahren im Saint-Gobain-Konzern kam Saunier Duval 1985 zur SGE und ist nun der GTIE angegliedert.

Management

Général Tricon-Dunois (1896-1996)

1907

Die Besonderheit des Generals Tricon-Dunois, des Sohnes des Gründers der Firma Grands Travaux en Béton Armé, war, dass er als Armeegeneral und zugleich Unternehmer so zu sagen an zwei Fronten wirkte. 1940 folgte er General de Gaulle nach London, engagierte sich in der französischen Befreiungsarmee, wurde dann zu General Leclerc abberufen und war aktiv daran beteiligt, Streitkräfte im afrikanischen Kolonialreich zu sammeln, bevor er an den Kämpfen in Italien und an der Befreiung von Marseille und Straßburg teilnahm. Sein Wirken endete nach dem Fall des Dritten Reichs.

Unternehmen

Tunzini

1906

1906 gründete Ernest Tunzini das gleichnamige auf Heizungstechnik spezialisierte Unternehmen. Ernest Tunzini entwickelte die Heizung des Kaufhauses Printemps in Paris. Dann machte er sich für die Vorteile der Lüftungstechnik stark, bevor er einer der Vorreiter der Klimatechnik wurde. In den 50er Jahren streckte der Familienbetrieb seine Fühler ins Ausland aus und erschloss den Sektor der industriellen Thermo-Aeraulik.
1966 setzte sich Ernest Tunzini, nachdem er sechzig Jahre lang die Geschicke seines Unternehmens geleitet hatte, zur Ruhe und verkaufte es an Pont-à-Mousson. Darauf folgten zwei bedeutende Zusammenschlüsse, zunächst 1968 mit Améliorair, einem 1935 gegründeten Lüftungs-, Heizungs- und Klimatechnikunternehmen; dann 1976 mit der Klimatechnikfirma Nessi. 1985, bald nach der Übernahme der SGE durch Saint-Gobain Pont-à-Mousson, wurde Tunzini unter dem Namen Tunzini Nessi Entreprises d’Equipements (TNEE) der SGE angegliedert.
Im SGE-Verbund konnte die wieder unter ihrem ursprünglichen Namen geführte Firma Tunzini in den 90er Jahren ihre Positionen in der Klimatechnik und im Brandschutz ausbauen. Im März 2000 erfolgte die Angliederung der Sparte Isolierung/Klimatechnik, der unter anderem die namhafte deutsche Firma G+H Montage angehört, an die GTIE, den VINCI-Konzernbereich Energie-Information.

Unternehmen

Thinet

1905

Die Firma Thinet hat ihren Ursprung 1905 in Saint-Romain-le-Puy, einer kleinen Stadt im Forez-Gebiet im Departement Loire. Eine gute regionale Verankerung durch den Gründer, Antoine Thinet, schuf das Fundament für die ab 1936 vorgenommene Ausweitung - unter der Leitung seines Sohnes und Nachfolgers, Marcel Thinet - auf ganz Frankreich. Marcel Thinet führte zwei neue Arbeitsgrundsätze ein: die Baustellenplanung und die Industrialisierung verschiedener Leistungen. Unter seinem Vorsitz etablierte sich die Firma Thinet in Paris und realisierte zahlreiche Sozialbauwohnungen in den Vororten Saint-Denis und Suresnes. Darüber hinaus war sie am Bau der Kläranlage Achères beteiligt, bevor sie eine Niederlassung in Abidjan eröffnete.
Um über einen stärkeren finanziellen Rückhalt zu verfügen, schloss sie sich 1965 der SGE an. Bis Anfang der 80er Jahre waren ihr zahlreiche Erfolge beschieden. Aufgrund der hohen Verluste, die sie später zu beklagen hatte, beschloss die SGE, nur die südfranzösischen Aktivitäten von Thinet beizubehalten und sie der Sogea anzugliedern.

Event

Gründung SGE

1899

Marconi erfindet die drahtlose Telegrafie als Vorgängertechnik zum Funk.

Unternehmen

Brüggemann

1899

1899 gründete der Hochbauingenieur, Franz Brüggemann, in Duisburg das gleichnamige Bauunternehmen. Nach anerkennenswerten Anfängen verzeichnete die Firma in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg einen großen Aufschwung. Sie wirkte am Bau großer Projekte in Deutschland mit, wie der Breidenbacher Hof in Düsseldorf bezeugt. Brüggemann machte sich einen guten Ruf als kompetenter Partner in den Bereichen Tiefbau, Hafen- und Flussbau sowie industrieller Fertigteilbau. Zugleich dehnte die Firma ihre Präsenz auf das Ausland, vornehmlich auf die arabischen Länder, aus. In den 70er Jahren erweiterte sie ihr Leistungsspektrum im Hoch- und Tiefbau auf Brücken und schlüsselfertige Projekte. 1992 erwarb die Firma Campenon Bernard Construction (CBC) eine Beteiligung an Brüggemann. Fünf Jahre später wurde die CBC in die SGE eingebunden und damit die Geschicke der Firma Brüggemann direkt mit der SGE, dem späteren VINCI-Konzern, verknüpft.

Unternehmen

SGE

1899

Gründung der SGE
1899 gründeten die beiden Absolventen der Ecole Polytechnique, Alexandre Giros und Louis Loucheur, die Tiefbaugesellschaft, die rasch zur Société Générale d’Entreprises (SGE) werden sollte. Im Rahmen der bedeutenden Arbeiten zur Elektrifizierung Frankreichs sowie großer Eisenbahnprojekte verbuchten sie umgehend große Erfolge. Bereits 1910 lag die SGE an zweiter Stelle hinter dem Marktführer. Im Ersten Weltkrieg nahm sie an den Verteidigungsanstrengungen Frankreichs teil. In einem häufig schwierigen Umfeld gelang es ihr, durch die Mitwirkung an bedeutenden Projekten, wie an den Staudämmen an der Truyère und am Drac, weiter zu wachsen. Der durch den Zweiten Weltkrieg bedingte Rückschlag zwang sie, ihre Positionen in den Kolonien aufzugeben. Desgleichen sah sie sich 1946 veranlasst, angesichts der Verstaatlichung des Stromsektors anderweitig umzusehen.

Marktführer im Ingenieurbau
Die von den beiden Schwiegersöhnen von Alexandre Giros, Jean Matheron und Paul Huvelin, geführte Firma wandte sich entschlossen dem Ingenieurbau zu. Dank zahlreicher technischer Hochleistungen - Génissiat-Talsperre und Bin-el-Ouidane-Staudamm sowie das Gezeitenkraftwerk an der Rance - erreichten sie die Position eines unbestrittenen Marktführers in dieser Branche. 1966 nahm die SGE nach der Übernahme durch die Compagnie Générale d’Electricité (heute Alcatel) an der Gründung von Cofiroute teil, bevor 1982 die Fusion mit Sainrapt et Brice erfolgte. Zwischen 1984 und 1988 gehörte die Gesellschaft dem Saint-Gobain-Konzern, dann der Compagnie Générale des Eaux (später Vivendi) an. Anschließend fusionierte sie mit der Campenon Bernard, selbst eine Holdinggesellschaft, behielt jedoch ihren Namen und ihre Rechtsform bei. Durch diese Kapitalbewegungen änderte sich das Profil der SGE - nunmehr Holdinggesellschaft an der Spitze zahlreicher Tochtergesellschaften.

Von der SGE zu VINCI
Anfang der 90er expandierte die Gesellschaft durch zahlreiche Zukäufe in Europa. 1997 veräußerte sie ihre Aktivitäten im Bereich der Abfallentsorgung und Wasserversorgung an die Compagnie Générale des Eaux (Vivendi) und erhielt von ihr als Gegenpart den Zweig Elektrotechnik (GTIE). Damit konnte sie ihre Leistungen in vier Sparten gliedern: Bau, Energie-Information, Straßenbau und Konzessionen. Das Jahr 2000 war das Jahr der großen Veränderungen. Der Rückzug von Vivendi aus dem Kapital der SGE war Anlass für einen Namenswechsel. Als unabhängiger Konzern mit eigener Identität firmiert der Unternehmensverbund nun mit dem Namen VINCI. Im Anschluss an das erfolgreiche Übernahmeangebot per Aktientausch für die GTM-Gruppe im zweiten Halbjahr 2000 wurde VINCI weltweit zur Nummer eins der Baubranche, vor dem Schweden Skanska und dem französischen Baukonzern Bouygues.

Management

Alexandre Giros (Gründer und Präsident 1932-1937)

1899

Der 1870 geborene Absolvent der Ecole Polytechnique, Alexandre Giros, schloss sich 1899 mit einem Studienkameraden seines Jahrgangs, Louis Loucheur, zusammen, um die SGE zu gründen. Als Gründungsmitglied (1903) des Fachverbands Chambre Syndicale des Constructeurs en Ciment Armé setzte er sich für den Stahlbetonbau ein.
Sein Name ist auch eng mit dem französischen Stromsektor des 20. Jahrhunderts verbunden, da er in diesem Sektor, was damals möglich war, Mandate in nicht weniger als dreizehn Gesellschaften innehatte. In dieser Branche wie auch in der SGE bemühte er sich, eine kühne Sozialpolitik umzusetzen, wollte jedoch nicht politisch tätig werden wie Louis Loucheur.
1934 wurde er zum Kommandeur der Ehrenlegion erhoben. Arbeits- und Familiensinn waren für ihn entscheidende Werte. Über seine Töchter lenkte die Familie Giros noch lange die Geschicke der SGE, denn Denise und Madeleine heirateten respektive Jean Matheron und Paul Huvelin, zwei künftige Leiter der SGE. Er verstarb 1937.

Unternehmen

GTM

1891

Grands Travaux de Marseille (GTM) entstand 1891 aus dem Marseiller Unternehmerkreis, um in der Stadt für ein modernes Abwasserkanalisationsnetz zu sorgen. Geleitet wurden diese Arbeiten von Charles Rebuffel, der die Firma rasch an den ersten Platz im französischen Tiefbausektor führte. Bis 1914 verzeichnete sie einen kontinuierlichen Aufschwung, gestützt auf eine fachliche Diversifizierung mit Leistungen im Kraftwerk-, Hafen- sowie Tunnel- und Kanalbau und als weiteres Standbein auf die Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Der Krieg zwang GTM, sich auf den Industrie- und Kraftwerkbau zu konzentrieren. In diesen Bereichen blühten auch die Geschäfte in den zwanziger Jahren, insbesondere in den französischen Kolonien. Durch die starken Auslandsaktivitäten litt die Firma auch nicht so stark unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs. In dieser Zeit errichtete sie zahlreiche Bauten zur Stromversorgung (Génissiat-Talsperre) und realisierte bedeutende Aufträge für die Besatzungsmacht.

Die Wirtschaftswunderjahre
Mit den ersten Wiederaufbauprojekten ging es bei GTM wieder rasch aufwärts, bis die Entkolonialisierung neue Herausforderungen mit sich brachte. Für die weitere Entwicklung stützte sich GTM auf technische Innovationen, wie sie bei den Tunnels in Havanna und der Savines-Brücke zum Ausdruck kamen. Ab 1957 erschloss sie unter der Leitung von René Gonon neue Märkte in Afrika - war dort an der Rettung von Abu Simbel und an der Regulierung des Nils beteiligt -, in Nord- und Südamerika und im Nahen Osten. Schließlich weitete die Unternehmensgruppe ihre Leistungen auf den Offshorebereich, den Kernkraftsektor und Konzessionsverträge (Parkplätze, Cofiroute) aus. Es gelang ihr, sich sowohl in ihren historischen Geschäftsfeldern zu behaupten als auch in den neuen Leistungsbereichen Erfolge zu verbuchen.

Die Zeit der Bündnisse
1982 fusionierte die GTM-Gruppe mit der Firma Entrepose, die 1935 von Verhüttungsgesellschaften gegründet wurde, mit denen sie eine langjährige Partnerschaft pflegte. Entrepose brachte neue Kompetenzen und Marktsegmente mit ein: Stollenvortrieb, Bohr- und Sondierungsarbeiten, und verhalf GTM zu einer stärkeren Präsenz im Nahen Osten und in Südamerika. Rasch sollte GTM-Entrepose jedoch dazu gezwungen sein, sich überwiegend auf Europa zu konzentrieren, um dem Auftragseinbruch in den Schwellenländern zu entfliehen. Glücklicherweise gab es auch in Frankreich allein genug zu tun. Nach dem Centre Georges Pompidou erhielt GTM-Entrepose als Hauptauftragnehmer den Zuschlag für das neue Pariser Technikmuseum im Parc de la Villette. 1987 erwarb Dumez Anteile an GTM-Entrepose, was den Weg für eine Zusammenlegung des Hoch- und Tiefbaugeschäfts der beiden Gruppen im Jahre 1994 ebnete. Die tatsächliche Fusion erfolgte zwei Jahre später. Die neue Gruppe nahm 1997 den Namen Groupe GTM an und fusionierte in dieser Formierung 2001 mit dem VINCI-Konzern.

Unternehmen

Dumez

1890

Von Metallkonstruktionen zum Stahlbetonbau (1890-1944)

1890 - Gustave Eiffel hatte gerade den Eiffelturm vollendet - gründete Alexandre Dumez eine Firma, die sich auf Metallkonstruktionen spezialisierte. Während des Ersten Weltkriegs sah sich Dumez jedoch veranlasst, sich dem Stahlbetonbau zuzuwenden. Diese Ausrichtung verstärkte sich noch, als Pierre Chaufour die Leitung der Firma übernahm und alsbald von seinem Bruder André unterstützt wurde. Beide sorgten dafür, dass Dumez dauerhaft in Afrika Fuß fassen konnte.

Der Durchbruch (1944-1972)
Durch den Boom in der Zeit des Wiederaufbaus und den enormen Bedarf im Wohnungsbau nahm die Firma auch auf französischem Boden einen raschen Aufschwung. Der afrikanische und bald auch andere Kontinente blieben jedoch der Schauplatz der bemerkenswertesten Leistungen von Dumez. Während in Tunesien der Nebeur-Staudamm zum Stolz der Nation wurde, festigte die Dokan-Talsperre im Irak den internationalen Ruf der Firma und wurden mit dem Hendrik Verwoerd-Projekt alle Staudammrekorde gebrochen.

Ein leistungsstarker Konzern (1972 -2000)
Dem aus leistungsstarken Tochtergesellschaften bestehenden Unternehmensverbund gelang es, die Krisenjahre unbeschadet zu überstehen. Zu den prestigeträchtigen Projekten, die ihm anvertraut wurden, gehören die Yamoussoukro-Basilika, das französische Finanzministerium in Paris-Bercy und die Neugestaltung des Louvre. Nach dem Erwerb einer Beteiligung an der Firma Chantiers Modernes und der 1989 erfolgten Übernahme des größten belgischen Bauunternehmens CFE fusionierte Dumez mit der Lyonnaise des Eaux und dann mit GTM und wurde so ein Teil des VINCI-Konzerns.

Management

Alexandre Dumez (1864-1932)

1890

Nach Abschluss der Ecole Centrale sollte es nicht lange dauern, bis sich Alexandre Dumez selbständig niederließ. Er wollte ein zweiter Gustave Eiffel werden, ein Spezialist der Metallkonstruktion. Als er gezwungen war, sich dem Stahlbetonbau zuzuwenden, bewies er auch da großes Geschick und fand in seinem Schwiegersohn, Pierre Chaufour, ebenfalls Absolvent der Ecole Centrale, einen idealen Nachfolger.

Unternehmen

Deschiron

1885

Deschiron entstand 1885 auf Initiative von Gaston Deschiron. Der Familienbetrieb war anfänglich in verschiedensten Leistungsbereichen tätig. Neben der Errichtung zahlreicher Brücken wirkte Deschiron am Bau der Maginot-Linie mit. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete die Firma viel für die Eisen- und Stahlindustrie und den Stromversorger EDF (Gerstheim-Wehr am Elsass-Kanal, Arrighi-Kraftwerk). Nach dem Einstieg der SGE in das Kapital (1958) spezialisierte sie sich auf den Erdbau und war maßgeblich am Verkehrswegebau in ganz Frankreich beteiligt. 1982, nach dem Ausscheiden der Familie Deschiron, wurde sie zu einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der SGE und zunächst der Sogea und später im Jahre 1992 der Campenon Bernard angegliedert.

Management

Louis Mors (1855-1917)

1885

Als Abgänger der Pariser Ecole Centrale begeisterte sich Louis Mors für die Technik und gründete eine Elektrizitätsfachzeitschrift. An der Seite seines Bruders nahm er auch an der Entwicklung eines neuen Sportwagens teil. Desgleichen betätigte er sich als Chemiker und förderte als Mäzen die Schaffung eines Lehrstuhls für Musikwissenschaft am Collège de France.

Event

Gründung Dumez

1880

Tahiti wird eine französische Kolonie.

Unternehmen

CFE

1880

Die belgische Baufirma CFE geht auf das Jahr 1880 zurück. Die Gründer waren Victor Tercelin-Monjot und Frédéric de la Hault, ein belgischer Unternehmer, dessen Fachgebiet der Bau von Straßenbahnlinien war.
Ihrem ursprünglichen Firmennamen gemäß, Compagnie Générale de Chemins de Fer Secondaires, baute sie Regionalstrecken- und Straßenbahnnetze. Sehr rasch streckte sie jedoch auch die Fühler ins Ausland aus und realisierte die Ingenieurbauten im Rahmen des Baus der transiranischen Eisenbahn. Ein weiterer wichtiger Markt war für sie der Belgisch-Kongo bis zu seiner Unabhängigkeit 1960. Nur durch die Expansion im Ausland und die zunehmende Diversifizierung ihres Leistungsspektrums konnte sie die Zeit der Dekolonialisierung überrunden.
1981 erwarb die CFE die 1868 gegründete Firma Entreprises Ed. François et Fils und wurde damit zum größten belgischen Bauunternehmen. Sechs Jahre später, 1987, beteiligte sich Dumez am Kapital der CFE, die vor allem in den Benelux-Staaten, in Afrika und im Nahen Osten sehr aktiv war und sich dort u. a. auf eine leistungsstarke Nassbagger-Tochtergesellschaft stützte, die ab 1991 unter dem Firmennamen DEME (Dredging, Environmental and Maritime Engineering) bekannt wurde. Die CFC, an der VINCI mit 45,25% beteiligt ist, ist nach wie vor der unbestrittene Marktführer im belgischen Bausektor.

Event

Gründung der Sogea-Vorgängerfirma Etablissements Gibault

1878

Edison entwickelt den Phonographen.

Unternehmen

Sogea

1878

Ehemals Tochterunternehmen von Pont-à-Mousson
Die Geschichte der Firma Eau et Assainissement (Vorgängergesellschaft der Sogea) nahm 1878 unter dem Firmennamen Etablissements Charles Gibaut ihren Anfang. 1918, als Pont-à-Mousson beschloss, zusätzlich zum traditionellen Rohrleitungsguss das Geschäftsfeld Kanalbau hinzuzunehmen, wurde sie zur Eau et Assainissement. Die Firma Eau et Assainissement war von Anfang an in ganz Frankreich tätig: in Paris (Trinkwasserzuleitung von der Voulzie), in Bordeaux und in Caen.
Darüber hinaus baute sie auch eine starke Präsenz in Afrika auf. 1925 erhielt sie zum Beispiel in Algerien den Zuschlag für den Bau der Trinkwasserleitung von Oued Bou Redine nach Bône. Mit diesem Auslandsstandbein konnte sie den Zweiten Weltkrieg überdauern. 1961 hingegen beschleunigten die Evian-Verträge die Fusion zwischen Eau et Assainissement und einer weiteren Pont-à-Mousson-Tochter, Socoman, die bereits die selben Geschäftsführer und Verwaltungsratsmitglieder wie Eau et Assainissement hatte.

Kanal- und Ingenieurbau
Die aus dieser Zusammenlegung entstandene Socea versuchte unter der Leitung von Jacques Lesage, ihr Leistungsspektrum zu diversifizieren. 1979 fusionierte sie mit den Bauunternehmen der Pont-à-Mousson-Gruppe, die bereits unter dem Namen Balency-Briard vereint waren: Balency-et-Schuhl und Grands Travaux en Béton Armé. 1986 fusionierte die Sobea mit der Hoch- und Tiefbausparte der SGE und wurde zur Sogea, Tochterunternehmen der SGE, nunmehr VINCI. Sie kann im In- und Ausland auf zahlreiche Referenzen verweisen. Als maßgebliche Beispiele mögen der Flughafen von Nizza und die Wasserbau- und Kanalisationsarbeiten in Lagos 1976 dienen.

Unternehmen

Dodin

1865

Auch wenn die Gründung von Dodin auf das Jahr 1865 zurück geht, dauerte es etwa bis 1920, bis sich die Firma im Meeres- und Flussbau einen Namen gemacht hatte. Von dieser Zeit an beschloss Abel Dodin, der Sohn des Firmengründers, sein Fachgebiet daraus zu machen.
Die im Westen Frankreichs vielerorts präsente Firma nutzte die Jahre des Wirtschaftswunders, um in den Pariser Raum (Regulierungsarbeiten der Seine und Marne) und von dort aus nach ganz Frankreich und ins Ausland vorzustoßen. Zu Beginn der 70er Jahre erhielt sie den Zuschlag für einen Großauftrag in Bahrain, den Mina Sulman-Hafen.
1983 kam sie zum Saint-Gobain-Konzern und wurde eine Tochtergesellschaft der Sogea.

Unternehmen

Sainrapt et Brice

1852

Sainrapt et Brice hat einen zweifachen Werdegang. 1852 gründete Michel Sainrapt ein Bodenverfestigungs- und Spezialgründungsunternehmen. Nach seinem Ableben schloss sich seine Schwiegertochter und Nachfolgerin 1901 mit dem von Michel Sainrapt angeworbenen jungen Ingenieur, Alexis Brice, zu Sainrapt et Brice zusammen. Obgleich die Firma weiterhin als Familienbetrieb geführt wurde, verzeichnete sie, insbesondere dank des gezielten Einsatzes von Stahlbeton, ein starkes Wachstum. Als Beispiel ist 1922 der Bau der Zweigniederlassung der Banque de France in Caen zu nennen.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete die Firma Sainrapt et Brice mit der Besatzungsmacht zusammen. Louis-Pierre Brice, Nachfolger von Alexis Brice und Geschäftsführer in dieser Zeit, wurde in der Folge für einige Jahre seines Amtes enthoben. Der Firma wurde allerdings das Recht zugestanden, den Betrieb fortzuführen. 1947 nahm sie umfassende Arbeiten im Hafen Dünkirchen auf. Ein weiteres Projekt war 1950 die Staustufe Carla am Agout-Fluss in der Nähe von Castre.
Später richtete das Unternehmen Sainrapt et Brice dann seine Tätigkeit auf die Überseegebiete aus und erlebte seine Sternstunden, vornehmlich in Afrika, über eine Niederlassung namens Satom. Diese Tochtergesellschaft gewann in Afrika und auf den Antillen zusehends an Größe, während das Stammhaus Sainrapt et Brice mit einer tiefen Rezession konfrontiert war und schließlich von der Devars-Naudo-Gruppe übernommen wurde. 1981 fusionierte Sainrapt et Brice mit der SGE.

Unternehmen

Mors

1851

Die von einem Pariser Handwerker 1851 gegründete Firma Mors nahm an allen Abenteuern des modernen Industriezeitalters teil. Die zunächst auf Elektromaterial, dann auf Eisenbahnsignaltechnik spezialisierte Firma zeichnete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Automobilbau aus. Die damaligen Geschäftsführer waren Louis Mors und Eugène Mors, ein Pionier des Automobilsektors an der Seite von Bollé, Clément und Michelin.
In der weiteren Folge entwickelte die Firma Haushaltsgeräte, einen Motorroller und legte sich erst in den 60er Jahren auf den Beruf des Elektroinstallateurs fest. Zu jener Zeit fusionierte sie mit Jean et Bouchon, einem Elektroinstallateur aus dem Osten Frankreichs, und wurde zu Mors Jean Bouchon (MJB).
1970 schloss die Holding UEER die Aktivitäten von Garczynski Traploir, MJB und Fournié-Grospaud zusammen. Nach der Fusion mit MJB wurde die UEER 1984 zur GTIE (Générale de Travaux et d’installations électriques). Die GTIE ist heute der VINCI-Konzernbereich Energie-Information.

Event

Gründung Maison Jean et Chabrié

1817

Niederlassung des Bankhauses Rothschild in Paris

Unternehmen

Maison Jean et Chabrié

1817

Maison Jean et Chabrié ist gewiss die älteste Firma im VINCI-Verbund. Sie ist der GTIE, dem VINCI-Konzernbereich Energie-Information, angegliedert. Ihr erster Auftrag geht auf das Jahr 1817 zurück, als Ludwig XVIII. Frankreich regierte, und bestand in der Beleuchtung und Beheizung der Nationalversammlung - damals natürlich mit Kerzenlicht und Holz.