Startseite - Mobile
90,770€ -0,54 %   22.10.2021 17:35

VINCI setzt auf kollaborative Innovation

VINCI verfolgt seit mehreren Jahren einen Open Innovation Approach, aus dem zahlreiche Initiativen hervorgegangen sind, die alle dasselbe Ziel anpeilen: mit Einbindung in- und externer Kompetenzen in einer Vielzahl von Bereichen die Innovation über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg voranzutreiben.

Denkansätze für VINCI von morgen

Vor dem Hintergrund zahlreicher Herausforderungen – Energiewende, digitale Revolution, immer rascher aufeinanderfolgende Innovationszyklen – wurde Leonard eingerichtet, eine Struktur für Monitoring und Zukunftsstudien auf Konzernebene.

Marktinformationen
Die konzerneigene Plattform für Innovation und Zukunftsstudien, betreibt Programme für unternehmerische Innovation. Dieses Jahr wurden neun neue Projektvorschläge von VINCI-Mitarbeitern in die Intrapreneurship-Förderung aufgenommen und mehrere mit Unterstützung durch Leonard zur Reife gebrachten Inkubationsprojekte werden nun in diversen Konzernunternehmen weiterentwickelt. Zwölf davon haben bereits zur Gründung neuer Geschäftsbereiche bzw. Business Units geführt, darunter Waste Marketplace, digitales Bauabfallmanagement, und e>béton, eine Onlineplattform für den Vertrieb der Low Carbon Concrete-Produktfamilie Exegy. 2020 wurde ein neues Förderprogramm rund um künstliche Intelligenz aufgelegt. In diesem Rahmen wurden bereits sechs KI-Anwendungen für Konzernleistungen entwickelt und einschlägige Kurse für Mitarbeiter geboten.

Veranstaltungen
Auch während des ersten Lockdown in Frankreich blieben die Leonard-Teams aktiv und veranstalteten zahlreiche Events, darunter tägliche Online-Vorträge. Im September versammelte das Festival Building Beyond hunderte Referenten und 2.500 Teilnehmer sowohl online als auch bei Leonard:Paris. Im Übrigen ist Leonard mit Unterstützung durch die deutschen Eurovia- und VINCI-Energies-Business Units jetzt auch außerhalb Frankreichs in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) präsent. 

Zukunftsstudien
Leonard setzt mit Zukunftsstudien befasste Arbeitskreise ein, deren Aufgabe es ist, Herausforderungen für VINCI auf längere Sicht, mögliche Weiterentwicklungen in den Geschäftsfeldern und in der Organisation des Konzerns sowie neue Wachstumsträger zu identifizieren.

Inkubator
Darüber hinaus hat Leonard fünf Start-ups in der Anfangsphase (Seed-Programm) und 11 weitere in der Reifungsphase (Catalyst-Programm) unterstützt. Erstere erhalten Gelegenheit, ihre Ideen mit der Realität zu konfrontieren, Zweitere ihre Initiativen zusammen mit Konzernunternehmen zu entwickeln. Diese Programme machen Leonard in den Sektoren, in denen VINCI tätig ist, zum Benchmark-Inkubator sowohl für Start-ups als auch für Investoren. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Konzernunternehmen betreibt auch Leonard zukunftsorientierte Forschung, die zu gegebener Zeit in konkrete Projekte münden soll. Bei Eurovia führte eine Anwendung im Bereich vernetzte, autonome E-Fahrzeuge zur Mitwirkung an der Erprobung eines selbstfahrenden Shuttles im ländlichen Raum. Dieser Forschungsansatz entspricht der französischen Strategie für autonome Mobilität, die auf das Zusammenspiel zwischen autonomen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur setzt. Leonard hat außerdem zusammen mit Shell und der OECD im Rahmen eines dreißigköpfigen Expertenteams an der Erarbeitung von drei Szenarien mitgewirkt, mit denen bis 2050 ein klimaneutrales Paris erreicht werden soll. 

La fabrique de la Cité

Inventing today the city of tomorrow

Ein auf Initiative von VINCI gegründeter Think Tank, hat seine Monitoring-, Denk- und Forschungsarbeit über die Stadt der Zukunft und zahlreiche damit verbundene Aspekte fortgesetzt. 2020 hat La Fabrique u.a. drei Berichte veröffentlicht: demokratische Herausforderungen bei Großprojekten, Mobilitätsfinanzierung in der Post-Carbon-Welt und sanitäre Herausforderungen im städtischen Raum. Im Rahmen des Projekts „Across Cities in Crisis“ produziert La Fabrique Originalinhalte, die sich mit den vielschichtigen Folgen der Covid-19-Pandemie in Ballungsräumen auseinandersetzen. Sie hat auch eine erste Begegnung mittelgroßer Städte organisiert und rund um diese Thematik zusammen mit der Literaturzeitschrift Lire-Magazine einen Kurzgeschichten-Wettbewerb ausgeschrieben, der mit mehr als 750 Beiträgen eine starke Resonanz hatte. Die Arbeiten der Denkfabrik werden regelmäßig von den Medien aufgegriffen und fließen in die Debatte über Fragen ein, die sich in jeder Stadt stellen.

artnership for sustainable city

A research partnership for a more sustainable city

Die 2008 aus einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen VINCI und drei ParisTech-Hochschulen (Mines, Ecole des Ponts, Agro) hervorgegangene Umweltforschungseinrichtung, hat 2020 zehn Doktor- und Postdoc-Arbeiten in vier Fachbereichen unterstützt: Natur in der Stadt, Lebenszyklusanalysen von Stadtquartieren, Energieeffizienz von Gebäuden und urbane Mobilität. Über diese Art von wissenschaftlichem Sponsoring hinaus schlägt das Lab Brücken zwischen Forschung und Wirtschaft. Ein Beispiel dafür ist die wissenschaftliche Untermauerung von Innovationen des Konzerns wie die Forschungsarbeit zur Power Road®, der von Eurovia entwickelten wärmeenergieerzeugenden Straße. In die gleiche Richtung zielen auch die paritätisch besetzten „Mirror Groups“, in deren Rahmen VINCI-Mitarbeiter und Forscher Demonstrationsvorhaben identifizieren und im Rahmen von Projekten der Konzernunternehmen umsetzen. „Lab to market“-Workshops wie zum Thema Urban Farming prüfen, wie sich ausgehend von Forschungsarbeiten neue Geschäftszweige entwickeln lassen. Im Quartier Les Lumières Pleyel in Saint-Denis (Seine-Saint-Denis), Projektstandort für zahlreiche Konzernunternehmen und Experimentierfeld für die drei ParisTech-Hochschulen, haben sich zwei neue Untersuchungen mit den Auswirkungen von Infrastrukturen und Verkehrsangeboten auf die Umwelt befasst. Zu den Bemühungen, die Forschungsarbeiten zu verbreiten, zählt eine Vortragsreihe, für die sich an die 1600 Teilnehmer gemeldet haben, und die Herausgabe eines ersten Leitfadens über Dachterrassengestaltung „Agriculture urbaine – comment aménager une toiture-terrasse“ in Zusammenarbeit mit dem Eyrolles-Verlag. 

Ecowork

ecowork

ecowork ist eine zusammen mit CommonsSense entwickelte Initiative zur Förderung und raschen Verbreitung der Arbeiten des Lehrstuhls. Ecowork ist eine Forscher- und Fach-Community, die sich engagiert für die nachhaltige Stadt einsetzt und anlässlich kreativer Workshops neue, konkrete Ideen für alle mit Ökodesign verbundenen Herausforderungen entwickelt.

Letzte Aktualisierung: 17. 05. 2021