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95,480€ +2,14 %   16.08.2019 17:35

Fachmeinungen

Xavier Marchand – Analyst, Deutsche Bank

Xavier Marchand Trotz der Störungen des Autobahnverkehrs in Frankreich zum Jahresende 2018 verzeichnete VINCI über 8% Wachstum. Dies belegt den Erfolg der Diversifikationsstrategie des Konzerns und dessen Resilienz gegenüber konjunkturellen Schocks. Ein weiterer Schlüsselaspekt ist meines Erachtens der sehr robuste Free Cashflow in Höhe von 3,2 Milliarden Euro – 600 Millionen mehr als im Vorjahr. Nach den zahlreichen Akquisitionen der vergangenen zwei Jahre gehen wir davon aus, dass 2019 die Integration der neu zugekauften Aktivitäten im Vordergrund stehen wird. Auf einem ungewissen Markt mit moderateren Wachstumsperspektiven wird das Profil von VINCI, dessen Gewinne zu 70% aus dem ‚defensiven‘ Konzessionsgeschäft kommen, von uns besonders geschätzt. Doch auch im Bereich Bau- und Baudienstleistungen rechnen wir mit einer weiteren Belebung der Dynamik – insbesondere angesichts der Markterholung in Afrika und der verbesserten betrieblichen Effizienz in Frankreich.

Nicolas Mora – Analyst, Morgan Stanley

Nicolas Mora Die Ergebnisse 2018 zeigen eine solide Geschäftsentwicklung in allen Konzernsparten, obwohl das Jahresende bei VINCI Autoroutes durch die Konsequenzen der Gelbwesten-Bewegung belastet war. Die meisten Divisionen verzeichneten ein Umsatzwachstum sowie verbesserte Margen und konnten damit ihren Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern weiter konsolidieren. Das Jahr 2019 wird voraussichtlich durch eine erhöhte Ungewissheit der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt sein. Die zu erwartende Verlangsamung des Volumenanstiegs bei den Bau- und Baudienstleistungen in Frankreich dürfte durch das Auslandsgeschäft ausgeglichen werden, das in den letzten Monaten eine erfreuliche Auftragsentwicklung erlebte. Bei den Margen dürften die Restrukturierungen im Hochbau und die von Eurovia getätigten Akquisitionen positiv zu Buche schlagen. Im Konzessionsbereich rechnen wir mit einer Verlangsamung des Verkehrsaufkommens der Flughäfen, selbst wenn VINCI Airports die meisten seiner europäischen Wettbewerber weiterhin überrundet; der Verkehr auf den Autobahnen von VINCI Autoroutes hingegen dürfte im zweiten Halbjahr wieder zunehmen. VINCI bleibt unser ‚Top Pick‘ unter den europäischen Infrastrukturunternehmen, mit einem Kursziel von 103 Euro. Die Gewinnperspektiven und die mittelfristige Cashflow-Generierung werden unserer Meinung nach vom Markt unterschätzt.

Olivier Dauzat – Stellvertretender Chefredakteur, Le Revenu

Olivier Dauzat Der Branchenprimus der Bauwirtschaft stellt erneut die Robustheit seines integrierten Mischkonzepts als Bau- und Konzessionsunternehmen unter Beweis. Der Umsatz wuchs 2018 um 8,1% auf 43,5 Milliarden Euro, das Nettoergebnis (Konzernanteil) um 8,6% auf 3 Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert in der Geschichte von VINCI. Alle Sparten des Bereichs Bau- und Baudienstleistungen konnten ihre Rentabilität verbessern. Im Konzessionsbereich wurde der durch die ‚Gelbwesten‘-Krise zum Jahresende bedingte Rückgang des Verkehrsvolumens von VINCI Autoroutes durch die Entwicklung des Flughafengeschäfts ausgeglichen. Die von VINCI bewirtschafteten Flughäfen verzeichneten 2018 insgesamt über 195 Millionen Passagiere, das sind 6,8% mehr als im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet das Management erneut einen Anstieg von Umsatz und Ergebnis. Die Auftragsbücher des Bereichs Bau- und Baudienstleistungen sind weiterhin gut gefüllt.

Aktionärsmeinungen

Raymond Quenin - VINCI-Aktionär seit über zehn Jahren

Raymond Quenin VINCI-Aktien sind die Nummer eins unter den direkt von mir gehaltenen Aktien. VINCI bildet also einen Grundwert in meinem Portfolio, von dem ich eine ausreichende Rentabilität und eine gute Absehbarkeit erwarte. Was mir bei VINCI gut gefällt, ist die gezielte Diversifikation zwischen Tätigkeitsbereichen und Absatzmärkten, während gleichzeitig die Risiken einer zu starken Streuung und einer mangelhaften Einschätzung der Rentabilität bei neuen Projekten vermieden werden.

Pierre Château - VINCI-Aktionär seit 2005

Pierre Château Ich habe meine Aktien nie abgestoßen, denn VINCI bildet aufgrund der beständigen Dividendenpolitik des Konzerns einen Grundwert meines Aktienportfolios. Ich bin auch Mitglied des Aktionärsclubs, um stets über das aktuelle Konzerngeschehen informiert zu sein. Ich finde, VINCI hat eine klare Strategie und ein effizientes Business Modell: das ist für mich sehr beruhigend.

François Jager - Aktionär

François Jager Ich bin seit 20 Jahren VINCI-Aktionär. Was ich an diesem Konzern schätze, ist seine Fähigkeit zur Umsetzung einer Langzeitvision, wie es die jüngsten Diversifizierungen belegen. Wenn er sich von einem Bereich trennt, dann deshalb, weil er vom Ende eines Zyklus ausgeht und der Ansicht ist, die personellen und finanziellen Mittel können besser an anderer Stelle eingesetzt werden. Mir gefallen auch das bürgerschaftliche Engagement und das Konzernmanifest.
Ich würde mir wünschen, dass sich der Staat an seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Autobahnkonzessionsnehmern hält; er hat auf sie die Last von zig Milliarden Euro Investitionen übertragen und damit erhebliche Haushaltsmittel eingespart. Als Nutzer der Autobahnen finde ich sie einerseits teuer, aber andererseits auch bemerkenswert gut ausgebaut. Auch die programmierten Preisanhebungen fand ich im Vergleich zu anderen öffentlichen Dienstleistungen durchaus in Ordnung. Und vor allem sind diese Dinge absehbar in einem Vertrag geregelt, der vom Staat unterzeichnet wurde. Es ist meines Erachtens nicht sinnvoll, privaten Unternehmen vorzuwerfen, bei der Erfüllung ihrer Verträge, Geld zu verdienen.

Philippe Dunoyer - VINCI-Aktionär seit mehr als zehn Jahren und Mitglied des Clubs der Einzelaktionäre

Philippe Dunoyer Der Konzern ist zuverlässig und vermittelt dank eines integrierten Geschäftsmodells, der umsichtigen Geschäftsführung und eines effizienten Managements Vertrauen. Die Jahresergebnisse zeigen eine gute Performance und sind sogar besser als erwartet. Der VINCI-Titel ist ein Basiswert in einem Aktienportfolio mit nur wenigen Ausschlägen im Kursverlauf. Die strategische Weichenstellung in Richtung Flughäfen macht mir keine Angst; das ist ein Sektor im Aufwind.

Letzte Aktualisierung: 16. 05. 2019