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Startseite > Medien > Aktuelles > Top 7 ungewöhnlicher Standorte für erneuerbare Energien (14. 03. 2022)

Top 7 ungewöhnlicher Standorte für erneuerbare Energien

Illustrationsbild

14 März 2022 - Nachhaltigkeit - Frankreich

Wo lassen sich Standorte für Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EE) finden? Verfügbare Flächen haben Seltenheitswert und erneuerbare Energien - speziell Sonnen- und Windkraft - einen erheblichen Flächenbedarf. Angesichts knapper Freiflächen hier ein Überblick über ungewöhnliche Standorte für diese Art von Infrastruktur.

Solaranlagen mit nassen Füßen

Vor allen in Ländern, in denen es an Platz mangelt, wie in Japan, werden immer häufiger schwimmende Solarkraftwerke installiert. Das Prinzip ist dasselbe wie bei terrestrischen Solaranlagen, nur werden die Panels auf Schwimmern befestigt, die am Grund des Wassers oder am Ufer verankert werden. Vorteil? Eine höhere Leistungsfähigkeit und niedrigere Wartungskosten, da Wasser dem elektrischen Teil der Anlage als natürliche Kühlung dient. Die Installation schwimmender Anlagen bleibt allerdings noch relativ teuer. Ob Bewässerungsbecken, Speicherreservoir oder künstlicher See – jede dieser Wasserflächen eignet sich dafür. In Deutschland werden beispielsweise neun Hektar des Kiessees in Hüdderath in Nordrhein- Westphalen mit schwimmenden Solarmodulen bedeckt und dadurch genauso viel Agrarflächenverbrauch vermieden.

Erneuerbare Energien auf der Autobahn

Eine überdachte Autobahn: Diese Idee wurde bei Fully (Wallis) in der Schweiz verwirklicht. Die Autobahn A69 erhielt über 1,6 Kilometer ein Dach aus 37.000 Solarpanels, mit denen der jährliche Strombedarf von 20.000 Personen gedeckt werden kann. Eine andere Möglichkeit im Umfeld von Autobahnen sind Solarprojekte auf den Hunderten Hektar ungenutzter Fläche entlang den Autobahnen. Dieses Ziel verfolgt Solarvia, ein auf die Entwicklung von PV-Anlagen spezialisiertes Tochterunternehmen von VINCI Autoroutes.

Steinbrüche und Brachen: grüne Energie auf aufgelassenen Flächen

Wie lassen sich Brachen nutzen, d.h. landwirtschaftlich nicht nutzbarer Boden oder aufgelassene Steinbrüche? Ist für sie ein zweites Leben denkbar? In Paulmy (Indre-et-Loire) errichtet VINCI Energies im Auftrag des EE-Versorgers Neoen auf dem Areal einer früheren Kaolingrube ein Solarkraftwerk. „Ein Gewinn für alle: die Bevölkerung, die Projektentwickler und die Gemeinden“, so Yves Daguin, BU-Leiter Omexom RE Solar, ein Unternehmen von VINCI Energies. Alte Steinbrüche bieten zahlreiche Vorteile, da sie häufig aufgeschüttet oder rundum bewaldet wurden und daher weniger sichtbar sind. Dort aufgestellte Windräder oder Solarmodule erzielen daher bei Anliegern und Umweltverbänden eine größere Akzeptanz.

Offshore-Windkraft

Unter „Offshore“-Windkraft sind Anlagen im Meer zu verstehen: mindestens 10 km vor der Küste, wenn sie am Meeresgrund verankert werden, und sehr viel weiter weg im Falle schwimmender Anlagen. Der Wind bläst über dem Meer stärker und regelmäßiger. Daher lassen sich damit gegenüber herkömmlichen Anlagen* bis zu 60% mehr Strom erzeugen. 2019 machte der Offshore-Windkraftanteil zwar nur 2,3% der europäischen Stromerzeugung aus, allerdings sind auf dem alten Kontinent, der über den größten maritimen Bereich der Welt verfügt, zahlreiche neue Projekte in Planung. Die 2020 vorgelegte Roadmap der Europäischen Union sieht vor, die Windparkkapazität bis 2030 von heute 12 auf 60 GW zu steigern. Allein das Dogger Bank-Projekt in der Nordsee vor der englischen Küste soll ab Inbetriebnahme 2023 bis zu 6 Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

Kleinwindkraftanlagen auf dem Dach

PV-Dachanlagen auf Einfamilienhäusern oder auf Parkplatzüberdachungen wie im Hafen von Antwerpen sind bereits gang und gäbe, Kompaktwindkraftanlagen auf dem Dach noch eine Seltenheit. Das Start-up WIND my ROOF – unterstützt durch die VINCI-Innovations- und Zukunftsforschungsplattform Leonard und die Teams von VINCI Energies – hat eine Windkraftanlage entwickelt, die auf jedem Flachdach installiert werden kann und keinerlei Lärmbelästigung verursacht. Die erste ihrer Art wurde in La Défense installiert und speist dort eine Elektrorollerflotte.

Fassaden als Energiequelle

Eine Wand, die Strom erzeugt? Ja, Sie haben sich nicht verlesen. ActivSkeen (VINCI Construction-Tochter) integriert Photovoltaik-Technologie in die Außenhaut von Gebäuden, um grünen Strom zu erzeugen. Diese den Umweltfußabdruck mindernde Technik fand beispielsweise bei der neuen VINCI-Zentrale Archipel Anwendung.

Flughäfen als Ökostromerzeuger

Flughäfen nehmen erheblichen Raum ein. Warum diese Flächen nicht maximal nutzen? VINCI Airports tut es und nutzt die Flächen und Bauten seiner Flughäfen für EE-Anlagen. In Salvador Bahia trägt ein Solarkraftwerk aus 11.000 Modulen dazu bei, die Treibhausgasemissionen des Flughafens um 30% zu verringern. In Faro, Portugal, wird eine ähnliche Anlage ab 2022 ca. 30% des Strombedarfs des Flughafens abdecken.

*https://www.edf.fr/groupe-edf/espaces-dedies/l-energie-de-a-a-z/tout-sur-l-energie/produire-de-l-electricite/l-eolien-en-mer

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