Aktienkurs 11.12.2017 15:53
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Geschäftsbereiche

Eurovia

Profil

Eurovia ist Partner der Regionen für Mobilitätslösungen mit Planungs‑, Bau- und Erhaltungsleistungen in den Bereichen Verkehrs- und Kommunalbau.
Ursprünglich vor allem im Stammland Frankreich präsent, erzielt Eurovia heute einen Auslandsumsatz von 43%, überwiegend in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent.


Verkehrs- und Kommunalbau. Eurovia, einer der führenden globalen Anbieter der Branche, baut und erneuert Straßen, Autobahnen, Eisen- und Straßenbahnen sowie Verkehrsflächen für Flughäfen, Industrie und Gewerbe und erbringt auch damit zusammenhängende Leistungen: Abbruch und Rückbau, Entwässerung, Erdbau, Kanal- und Leitungsbau sowie kommunale Gestaltungsmaßnahmen.

Steinbrüche. Eurovia gehört zu den europäischen Marktführern für Zuschlagstoffe und verfügt über Betriebsstätten für Gewinnung, Verarbeitung und Vertrieb von Natur- und Recyclingmaterial. Das Unternehmen betreibt 350 Steinbrüche, Sand- und Kiesgruben mit einer Produktionsleistung von 82 Millionen Tonnen pro Jahr (Eurovia-Anteil: 57 Millionen Tonnen) sowie 150 Recycling- und Aufbereitungsanlagen. Die Materialreserven(*) umfassen anteilig rund 3,1 Milliarden Tonnen; das entspricht einer Abbaukapazität von über 50 Jahren.

Industrielle Produktion. Eurovia betreibt 330 Asphaltmischanlagen, die jährlich 20 Millionen Tonnen Asphalt produzieren, 50 Bindemittelwerke sowie Produktionsstätten für Straßenausstattung (Schilder, Portale, Farben zur Fahrbahnmarkierung).

Dienstleistungen. Im Rahmen von Langzeitverträgen bewirtschaftet und erhält Eurovia 70.000 km Straßen und erbringt Leistungen zur Straßenausstattung (Beschilderung, Fahrbahnmarkierung, Sicherheitseinrichtungen) und Anlagenwartung (Straßenausstattung, Grünflächen und Bepflanzungen).

Eurovia investiert erhebliche Mittel in die Forschung und Entwicklung, um die eingesetzten Produkte und Verfahren weiter zu verbessern, innovative Funktionen hinzuzufügen und durch Materialrecycling und einen geringeren CO2-Ausstoß die Umwelt zu schonen.

(*) Materialreserven in Eigenbesitz oder Pacht



Wettbewerbsposition von Eurovia

FRANKREICH

Eurovia ist an der Seite von Colas und Eiffage Infrastructures einer der führenden Anbieter im Straßen- und Gleisbau – einem Markt, auf dem auch eine Vielzahl regionaler und lokaler Unternehmen vertreten ist. Ebenfalls führend ist Eurovia im Bereich Zuschlagstoffe, in dem neben den mit Eurovia konkurrierenden Straßenbauunternehmen auch Zementkonzerne wie LafargeHolcim, GSM (Heidelberg Cement Group) und Cemex sowie zig hundert lokale Hersteller tätig sind.

DEUTSCHLAND

Die Eurovia GmbH gehört mit Strabag zu den Hauptakteuren auf einem zersplitterten Markt mit vielen regionalen Anbietern.

GROSSBRITANNIEN
Eurovia UK ist über ihre Tochter Ringway einer der maßgeblichen Akteure für langfristige Straßenerhaltungsverträge. Die wichtigsten Mitbewerber sind Amey (Ferrovial), Kier und Balfour Beatty. Im traditionellen Straßenbau steht Eurovia UK im Wettbewerb zu Balfour Beatty, Carillion und Tarmac (CRH) sowie zu Aggregate Industries (LafargeHolcim), Hanson (Heidelberg) und Conway.

TSCHECHISCHE REPUBLIK
Eurovia CS ist einer der Marktführer im Straßen- und Gleisbau. Die Hauptkonkurrenten des Unternehmens sind Skanska, Metrostav und Strabag.

NORDAMERIKA
In Kanada nimmt Eurovia mit den Tochtergesellschaften Eurovia Quebec Construction, Carmacks und BA Blacktop in den Provinzen Quebec, Alberta und British Columbia eine führende Position im Straßenbau ein. Parallel dazu hat sich Eurovia dort mit der Übernahme von Rail Cantech im Februar 2016 auch im Gleisbau verstärkt. Hauptkonkurrenten sind Tochterunternehmen von Colas und LafargeHolcim sowie lokale Unternehmen.

In den Vereinigten Staaten gehört Eurovia mit ihren Tochtergesellschaften Hubbard Construction und Blythe Construction zu den Marktführern in den südöstlichen Bundesstaaten des Landes. Die Konkurrenten sind Archer Western Contractors (Walsh Group) und Lane Construction (Salini Impregilo) im Straßenbau und Preferred Materials (CRH) bei Produktion und Einbau von Asphalt.

Quellen: Unternehmensmitteilungen



Der breit gestreuten Geschäftspräsenz in zahlreichen Ländern und der Vitalität des Managementmodells von Eurovia ist es zu verdanken, dass 2016 trotz angespannter Konjunktur ein nur begrenzter Umsatzrückgang zu verzeichnen war und die Ertragslage weiter verbessert werden konnte.

Ausblick

Der gegenüber dem Vorjahr um 4% höhere Auftragsbestand zum 31. 12. 2016 lässt für 2017 erneut einen Leistungsanstieg erwarten.

In Frankreich deuten die 2016 verzeichneten Auftragseingänge im Straßenbau vor dem Hintergrund, dass Erhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen von den Kommunen und Regionen nicht mehr sehr viel länger hinausgezögert werden können, auf eine Konjunkturbelebung hin. Nach 2016, einem Übergangsjahr nach Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke SEA, treten für ETF nun im Gleisbau etliche Mehrjahresverträge für SNCF Réseau – Sanierung bestehender Strecken – in Kraft.

Im übrigen Europa dürfte sich die Geschäftstätigkeit auf den beiden Hauptmärkten von Eurovia positiv entwickeln: in Deutschland, wo demnächst der Startschuss für bedeutende Infrastrukturerneuerungsprogramme fällt; in Großbritannien, wo Eurovia von einer Position als lokaler Akteur sowohl im Straßenbau als auch im Straßendienst profitiert. In Mitteleuropa dürfte der Modernisierungsbedarf weitere EU-finanzierte Investitionen zur Folge haben.

Auf dem amerikanischen Kontinent ist in den Vereinigten Staaten dank signifikanter Auftragseingänge und längerfristig durch die massiven Investitionen, die die US-Regierung ins Auge fasst, von weiterem Wachstum auszugehen. In Kanada werden der effektive Anlauf von Projekten, die bereits in den Auftragsbüchern verzeichnet sind, sowie neue öffentliche Straßen- und Schieneninfrastrukturprogramme für Auftrieb sorgen.

Vor diesem Hintergrund wird Eurovia ihre internationale Entwicklungsstrategie nicht nur im Gleisbau entschlossen fortsetzen, sondern gezielt auch im Straßenbau, vor allem auf dem amerikanischen Kontinent.

Abgesehen von externem Wachstum lassen sich durch die Erweiterung der Wertschöpfungskette in Upstream- (Infrastrukturplanung) und Downstream-Bereiche (Dienstleistungen) hinein sowie durch die Stärkung der Gesamtanbieter-Kompetenz der Eurovia bei PPP-Projekten zusammen mit VINCI Highways, speziell in Deutschland und Nordamerika, neue Handlungsspielräume erschließen.

Darüber hinaus liegt der Fokus in allen Eurovia-Bereichen auf Innovation. Das gilt sowohl für die Baustoffproduktion als auch für den Straßenbau, die Straßenerhaltung und den Straßendienst. Diese Neuerungen erhöhen den ökologischen Mehrwert der von den Eurovia-Unternehmen eingesetzten Produkte und Verfahren und ermöglichen über die Entwicklung intelligenter Systeme die Integration neuer Funktionen.

7.585 Mio. € Umsatz

416 Mio. € EBITDA

243 Mio. € Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

160 Mio. € Nettoergebnis, Konzernanteil

38.078 Mitarbeiter