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Unsere Lösungen für das Klima

Autobahnen– Flüssiger Verkehr

In Frankreich entfallen 93% der verkehrsbedingten CO2-Emissionen auf den Straßenverkehr. VINCI Autoroutes trägt durch die Erneuerung der Infrastrukturen sowie mit Maßnahmen zur Beeinflussung von Nutzungs- und Verhaltensweisen und zur Förderung von Verantwortungs- und Umweltbewusstsein bei Verkehrsteilnehmern und Partnern zum Klimaschutz bei.

Free-flow-Mautsystem

Ohne anzuhalten mit 30 km/h passierbare Mautspuren sorgen für einen flüssigeren Verkehr und folglich einen geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger CO2-Ausstoß.

149 954 Tonnen vermiedene CO2-Äquivalente im Zeitraum 2010-2014;
ca. 0,3 Kraftstoffeinsparung pro LKW-Passage;
241 Free-flow-Mautspuren im Autobahnnetz von VINCI Autoroutes (Stand Ende 2014).

Mitfahrgelegenheiten

Zur Förderung von nachhaltiger Mobilität setzt VINCI an mehreren Hebeln an: zum einen durch die Schaffung von 1500 Stellplätzen auf 19 Parkplätzen in der Nähe von Autobahnanschlussstellen, die für Carsharing vorbehalten sind, und zum anderen durch eine Partnerschaft mit BlaBlaCar mit dem elektronischen Mautangebot „Temps libre covoiturage“ als Anreiz zum Anbieten von Mitfahrgelegenheiten.

84% der Fahrten mit Nutzung der Carsharing-Parkplätze sind Fahrten zum und vom Arbeitsplatz (VINCI Autoroutes-Umfrage 2015).
• Pro belegtem Platz werden im Schnitt 69 kg CO2-Äquivalente pro Tag vermieden (auf Basis des Mittelwerts einer Hin- und Rückfahrt).
• Jährliche Einsparung von 8016 Tonnen CO2-Äquivalenten auf Basis einer Carsharing-Parkplatzbelegung von 66% (Messung Ende September 2015).

Flughäfen - CO2-Senkungsprogramm

Internationales Programm zur Senkung von Treibhausgasemissionen (THG)

Die 2009 vom Airports Council International eingeführte Airport Carbon Accreditation (ACA) ist das einzige internationale Programm zur Senkung von THG-Emissionen spezifisch für Flughäfen. VINCI Airports ist die erste internationale Flughafenbetreibergesellschaft, die dieses freiwillige Programm zur Senkung von THG-Emissionen bei 100% ihrer Flughäfen anwendet. Die ersten, die sich für dieses Programm angemeldet haben, waren die von VINCI Airports bewirtschafteten Flughäfen von ANA (Aeroportos de Portugal). Ende 2015 standen 13 französische und kambodschanische Flughäfen unmittelbar vor ihrer Akkreditierung./p>

Nachhaltiges Bauen

Blue Fabric, ein Gesamtangebot für den Städtebau von morgen

Nachhaltiges Bauen erfordert einen gesamtheitlichen Ansatz. Bauprojekte sind auf Ebene des Viertels, der Stadt bzw. der Region zu betrachten.
VINCI Construction France hat als führendes Bauunternehmen in Frankreich sein gesamtes Know-how und Fachwissen in Sachen Ökobau zu einem Gesamtangebot mit der Bezeichnung Blue Fabric gebündelt, das auf vier Herausforderungen zur Schaffung einer nachhaltigen Stadt eingeht:

• Beitrag zur Standortattraktivität;
• Förderung von Kreativität bei der Gestaltung;
• Beitrag zur Lebensqualität und zum besseren Miteinander;
• Konsensfindung.

Blue Fabric ist ein Instrumentarium auf Quartiersebene mit allen operativen Lösungen (bewährte Verfahren und Techniken mit hoher Öko-Performance), die VINCI Construction France für die Entwicklung einer Stadt einsetzt, in der es sich gut leben lässt.

Oxygen®, das Öko-Versprechen von VINCI Construction France

Ein Gebäude ökoeffizient zu planen und zu bauen bzw. zu sanieren, genügt nicht. Wichtig ist auch das Verhalten der Nutzer, damit alle Anlagen umweltbewusst und nachhaltig genutzt werden.
Das von VINCI Construction France entwickelte Tool OXYGEN® dient dazu, die Energieleistung von Neubauten und Altbausanierungen vom Stadium der Planung an bis 2 Jahre nach Abnahme zu garantieren.
Das Prinzip? Die Verbindung von Ökodesign (für die Planungsphase), Ökoproduktion (für die Bauphase) und Ökonutzung.
Die Vorteile? Eine optimierte Umwelt- und Energieleistung, eine ökologische Bauweise, die Überprüfung der zugesagten Werte und aufgeklärte, mit eingebundene Nutzer. 2014 wurden 15 OXYGEN®-Projekte übergeben.

Primméa, ein Angebot leistbarer Eigentumswohnungen

Als Beitrag zur allgemeinen Schaffung von Wohnraum und zum leichteren Erwerb von Eigentumswohnungen bietet VINCI Construction France das Primméa-Konzept, das kurze Bauzeiten, Bauqualität und günstigere Kaufpreise auf einen Nenner bringt.
Primméa ist ein integriertes Gesamtangebot an Wohnungen als Ergebnis des gemeinschaftlichen Vorgehens engagierter Partner von der Grundstücksuche über den Bau, die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien im Einkauf, den Vertrieb und die Finanzierung durch den Käufer bis zu Innovationen der Digitalära.VINCI Construction France unterstützt mit funktionellen, stadtnahen Wohnanlagen den Eigentumserwerb auch bei niedrigem Wohnungskaufbudget, ohne bei Qualität und Umweltleistung Abstriche zu machen. Innovative Bauverfahren wie Holzskelettfassaden anstelle von traditionellem Mauerwerk gemäß den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 2012 bieten zahlreiche Vorteile in Bezug auf den Energieverbrauch. Dank der durchdachten Schnellbauweise reduziert sich die Belästigung durch die Bauarbeiten, fällt weniger Bauabfall an und wird für die Wiederverwertbarkeit des Baumaterials vorgesorgt.

Plusenergiegebäude

Aus Vorgaben werden Vorteile: Plusenergiegebäude

Der VINCI Energies-Unternehmensbereich VINCI Facilities entwickelt Facility Management-Lösungen, um die Objektbewirtschaftung, den Energieverbrauch und die Lebensqualität der Nutzer zu optimieren. Der Bereich Facility Management umfasst auch die Unterstützung und Beratung von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Sachen Energiemanagement.
VINCI Facilities bewirtschaftet im Rahmen eines ÖPP-Vertrags die Realschule Poing (Deutschland) mit eigens dafür geplanten und realisierten Energieperformance-Lösungen - Photovoltaik-Panels, Holzschalung, Dreifachverglasung und Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung –, die aus dieser Schule ein Plusenergiegebäude machen.
Sie erzeugt mehr regenerative Energie als sie Primärenergie verbraucht. Der Energieüberschuss wird zugunsten der Gemeinde in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Der jährliche Heizbedarf für diese Schule beträgt beispielsweise nur 14,44 kWh/m2 – weniger als ein Drittel der Anforderung in der französischen Wärmeschutzverordnung 2012.

Werkanlagen/Industrie - Optimierte Prozesstechnik

Actemium optimiert den Energieverbrauch

2/3 des Verbrauchs einer Produktionsanlage sind allein auf die Prozesstechnik zurückzuführen. Das ist das Fachgebiet von Actemium, der auf die Planung, Installation und Instandhaltung von Anlagen in verschiedenen Industriezweigen spezialisierten Marke von VINCI Energies. Ihr kommt eine wichtige Aufgabe in der Energiewende zu: die Unterstützung der Kunden bei der Anpassung ihrer Anlagen mit dem Ziel eines sparsameren Ressourcenverbrauchs.
Actemium trägt mit ihren Leistungen für die Industrie zur Optimierung der Produktion und Erhöhung der Energieeffizienz bei. Actemium führt nicht nur Energieaudits nach geltenden Vorschriften aus, sondern arbeitet auch im Rahmen von Systemaudits zur Erfassung von Energieverlusten bei jedem einzelnen Verfahrensschritt mit Forschungseinrichtungen (PS2E, Forschungsinstitut im Bereich Energiewende) zusammen, um dank Systemen zur präzisen Überwachung des Energieverbrauchs Energiesparpotenziale zu ermitteln.
Dank sparsamerer Anlagen (IEEE-Hochleistungsmotoren, LED-Beleuchtung) und Energierückgewinnung aus Abwärme (für den Strom- und Heizbedarf) sind heute erhebliche Einsparungen möglich.

E-Bikes – Nachhaltige Mobilität

VEGA©, eine schlüsselfertige Lösung für sanfte Mobilität

Immer mehr Unternehmen und Gemeinden haben den Wunsch, ihr Mobilitätsangebot durch umweltfreundliche und praktische Soft-Mobility-Lösungen zu ergänzen.
VEGA© ist ein Mobilitätsangebot der Signature Group (Eurovia): Fahrräder mit Elektrounterstützung einschließlich Dockingstation und Service. Die solarzellenbetriebenen Dockingstationen (überdachte Fahrradständer) erzeugen völlig autonom die erforderliche Energie zum Aufladen der Batterie, sobald die E-Bikes wieder angedockt und verriegelt sind. VEGA© ist eine Lösung für private und öffentliche Betriebe mit dem Wunsch nach einem innovativen, ausbaufähigen Kurzstreckentransportsystem.

Bahntrasse - Konzertierte Umweltmaßnahmen

Modell der Hochgeschwindigkeitsbahntrasse Sud Europe Atlantique Tours-Bordeaux

Zur Wahrung der biologischen Vielfalt gilt für alle territorialen Eingriffe die vom französischen Ministerium für Ökologie, Nachhaltige Entwicklung und Energie vorgegebene Doktrin „Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren“.
Die VINCI-Tochter LISEA ist das erste privatwirtschaftliche Unternehmen, das in Frankreich mit dem Bau und Betrieb einer Hochgeschwindigkeitsbahntrasse, der Verbindung Tours-Bordeaux, betraut wurde. Das Unternehmen hat über die gesetzlichen Auflagen hinaus bereits lange vor Projektbeginn Kontakt mit allen Interessengruppen zum Schutz der biologischen Vielfalt aufgenommen (Naturschutzverbände, Habitat-Schützer, Landwirtschaftskammern, regionale Forstbehörden und Fischereiverbände), um vorrangig zu schützende Zonen festzulegen, Umweltkompensationsmaßnahmen zu erarbeiten und möglichst trassennahe Ausgleichsgebiete abzugrenzen.

3500 Hektar Fläche für Umweltkompensationsmaßnahmen
223 geschützte Arten wurden entlang der Trasse erfasst.

Stadien – Vorprogrammiert für einen langen Bestand

Die großen Stadien der neuen Generation sind heute nicht nur städtebauliche Wahrzeichen, sondern darüber hinaus oft ein Experimentierfeld für Innovationen, insbesondere in Sachen Nachhaltigkeit.
Das 2013 eröffnete Allianz Riviera in Nizza wurde als grünes Projekt konzipiert, bei dem Umweltbelange mit spezifischer Anpassung an das lokale Umfeld und einem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 im Mittelpunkt standen. Ein optimiertes Baustellenabfallmanagement und ein reduzierter Ressourcenverbrauch gehörten ebenso dazu wie die Vermeidung von Umweltbelastungen und Belästigungen für Ohr, Nase und Auge. Die Anrainer wurden während der gesamten Bauzeit über den Baufortschritt informiert.
Vom Design her ist es als avantgardistisches Öko-Stadion zu betrachten. Es besitzt eine in der Welt einzigartige Holzskelettstruktur, mit der gegenüber herkömmlichen Baustoffen wie Beton 30.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden konnten. Eine natürliche Belüftung nutzt als Wärme- und Kühlmittel das Grundwasser der Var-Ebene. Fazit: eine Halbierung des Ressourcenverbrauchs. Das Stadion ist zugleich ein Photovoltaik-Kraftwerk, das den Jahresenergiebedarf von 600 Haushalten erzeugt.

88% des Stadion-Abfallaufkommens wurden 2014 dank Abfalltrennung einer Wiederverwertung zugeführt;
• Mit 4000 Solarzellen wird der 3-fache Eigenbedarf an Strom erzeugt.

Öffentliche Beleuchtung – Energieeffizienz

Citeos, sichtbarer Effizienzgewinn

41% des kommunalen Stromverbrauchs ist der öffentlichen Beleuchtung zuzuschreiben (Quelle: ADEME). Daher steckt darin auch ein großes Einsparpotenzial.
Citeos (VINCI Energies) ist von Instandhaltungsleistungen bis zur Komplettbewirtschaftung der öffentlichen Beleuchtung und urbanen Ausstattung Partner von mehr als 3000 Kommunen. Im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften hilft Citeos den Stadtverwaltungen wie in Cergy-Pontoise (Ile-de-France), ihre Energieeffizienz zu verbessern. Die Einsparverpflichtung beträgt dort 47% über eine Zeitspanne von 18 Jahren. Zur Erreichung dieses Ziels werden im Laufe der Zeit 80% des Bestands erneuert und 7000 sparsamere und zugleich bedarfsgerecht regelbare LED-Leuchten installiert.

Strassen – Recycling und Energieproduktion

Weniger CO2, ein geringerer Energieverbrauch und Materialrecycling: für diese drei Ziele engagiert sich Eurovia mit Innovationen in allen Geschäftsbereichen.

Umweltschonender Niedrigtemperaturasphalt

Mit einem bereits vor einigen Jahren entwickelten Pionierverfahren ist Eurovia zum Marktführer im Bereich Niedrigtemperaturasphalt geworden. Eine um 30-50°C niedrigere Temperatur ermöglicht erhebliche Energieeinsparungen und deutlich geringere Treibhausgasemissionen. Das von den Eurovia-Forscherteams entwickelte Additiv aspha-min® bewirkt bei der Verdichtung die Abgabe von Kristallwasser und sorgt so für eine gute Verarbeitbarkeit mit gleichbleibenden Dichtewerten. Mit dieser Innovation lassen sich beim Einbau 20-40% Energie einsparen.

Novatherm®, die energieerzeugende Fahrbahn

Die Novatherm-Fahrbahn funktioniert wie ein Wärmetauscher – lautlos und unsichtbar. In die Fahrbahn eingebaute Wärmeschilder nutzen die Erdwärme zum Befreien von Schnee und Eis und vermeiden dadurch den massiven Einsatz von Streusalz, das zwar wesentlich zur Verkehrssicherheit beiträgt, aber nicht gerade umweltfreundlich ist. Im Sommer kann die von der Fahrbahn aufgenommene Sonnenenergie von benachbarten Infrastrukturen als Wärmequelle genutzt werden.

Recyceln und Wiederverwerten mit Granulat+

Die Eurovia-Initiative Granulat+ arbeitet nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. 100% des Materials werden wiederverwendet und so natürliche Ressourcen geschont. Durch Recycling von inertem Bauschutt und Straßenaufbruch verringert sich der Baustoffbedarf, der aus natürlichen Vorkommen gewonnen werden muss. Diese in der Region Méditerranée initiierte Politik findet heute auch im Großraum Paris und in der Haute-Normandie Anwendung.

Der Jahresbedarf an Zuschlagstoffen macht in Frankreich 560 Millionen Tonnen aus.