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Ökoangebote und grüne Lösungen

Die Sparten und Leistungsbereiche von VINCI haben einen direkten Bezug zu grünem Wachstum und den damit verbundenen Herausforderungen. In allen Konzernunternehmen ist der Fokus darauf ausgerichtet, die Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die Umwelt zu begrenzen. Neue Lösungen tragen dazu bei, beim Bauen den Materialeinsatz zu senken, für einen reduzierten Energieverbrauch der Objekte zu sorgen und die biologische Vielfalt zu erhalten.

Wir verpflichten uns, unsere Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30% zu reduzieren, unsere Kunden in dem Bemühen um eine verbesserte Energieeffizienz zu begleiten und sie zu umweltbewusstem Verhalten zu veranlassen.

Schonung der Ressource Wasser

VINCI beantwortete zum vierten Mal den Fragebogen des von 617 institutionellen Anlegern unterstützten CDP Water Disclosure-Programms und gehört damit zum Kreis der weltweit 405 Unternehmen, die überhaupt dazu in der Lage sind. 2015 erhielt der Konzern die Note „B-“, die das gute Wassermanagement der Konzernunternehmen im Vergleich zu anderen Branchenvertretern belegt. VINCI nimmt an der öffentlichen Debatte über die ökologische Wirkungsabschätzung des Ressourcenverbrauchs, zusammen mit Fachverbänden an der Erarbeitung von Sachbilanzen (LCI) für Baustoffe sowie an den Arbeiten des Observatoriums Energie-Umwelt-Verkehr (OEET) und des französischen Tunnel- und Untergrundfachverbands (AFTES) teil.

Energieverbrauch

Die Frage der Energieperformance hat im Rahmen des von VINCI gesponserten Lehrstuhls für Ökodesign im Hoch- und Tiefbau an der Hochschule MINES ParisTech oberste Priorität und führte zur Entwicklung neuer Konzepte und Tools. Ein Beispiel dafür ist novaEQUER, ein Tool zur Simulation der Energie- und Umwelteffizienz eines ganzen Stadtviertels, das von allen an Stadtbauprojekten beteiligten Akteuren genutzt werden kann. Eine garantierte Energieperformance dank effizienter Lösungen ist auch bei Citeos, der Stadtbeleuchtungsmarke von VINCI Energies, ein vorrangiges Ziel, um Kommunalverwaltungen bei der Reduzierung ihres Energieverbrauchs zu unterstützen. Nach einer Erhebung der Agentur für Umwelt und Energiemanagement ADEME entfallen 41% des kommunalen Strombedarfs auf die öffentliche Beleuchtung. Darüber hinaus achten selbstverständlich auch alle Konzernunternehmen auf ihren Eigenverbrauch. Diesbezügliche Maßnahmen bei Eurovia sind das energiesparende Fahren von Asphaltmischanlagen (sämtliche Anlagenbediener wurden entsprechend geschult) sowie die Ausstattung der Anlagen (bereits 50%) mit einem Ökonometer, mit dem sich der Energieverbrauch gezielt überwachen lässt.

Erneuerbare Energien

In den letzten fünf Jahren (2011-2015) hat sich der Anteil des aus erneuerbaren Energien bezogenen Stroms um 300% erhöht; das gilt sowohl für den Stromverbrauch in den Betrieben als auch für die Energieversorgung auf Baustellen. Darüber hinaus stellen viele Konzernunternehmen ihre Fahrzeugflotte zunehmend auf Alternativantriebssysteme – Hybrid- und Elektrofahrzeuge – um.

Bodennutzung

Die Forschungsarbeiten des Lehrstuhls für Ökodesign im Hoch- und Tiefbau über urbane Landwirtschaft und Biodiversität tragen dazu bei, sich bereits frühzeitig Gedanken über eine nachhaltige Bodennutzung zu machen. VINCI Construction Terrassement und Eurovia haben ein umwelttechnisches Know-how zur Wahrung der biologischen Vielfalt entwickelt; mit ihren Leistungen sorgen sie für die Wiederherstellung des Habitats vieler Arten sowie für Ausgewogenheit zwischen Natur und menschlichem Lebensraum. Dieser Ansatz gilt auch für Infrastrukturprojekte mit der dabei auftretenden Challenge einer gelungenen Landschaftsintegration. Für die Hochgeschwindigkeitsbahntrasse Tours-Bordeaux (LGV SEA) hatte sich VINCI 2014 gegenüber dem Staat zu Landschaftsgestaltungs- und Habitatmaßnahmen in Absprache mit den Kommunen verpflichtet.

Luftreinhaltung

2014 fand in Paris erstmals die Konferenz „Les Respirations“ statt, ein jährlich veranstaltetes Forum zum Thema Luftqualität mit dem Label Paris 2015 – COP21, dem sich VINCI als Partner angeschlossen hat. Darüber hinaus hat der Konzern im Bezugsjahr an der Fachtagung „Luftqualität: Herausforderungen, Maßnahmen, Perspektiven“ teilgenommen, das vom Comité 21 ausgerichtet wurde, einem Netzwerk von Akteuren, dem VINCI angehört, das sich aktiv für die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten einsetzt. Immissionsschutzmaßnahmen werden hauptsächlich bei VINCI Concessions, Eurovia und VINCI Construction getroffen. Im Bereich Konzessionen, speziell bei VINCI Airports und VINCI Autoroutes, sind die Emissionen primär nutzerbedingt. VINCI Autoroutes praktiziert beispielsweise verkehrsregulierende Maßnahmen, um Stau- und dadurch Luftbelastungsproblem möglichst zu begrenzen.

Lärmschutz

Bereits in der Planungsphase wird darauf geachtet, die Lärmbelastung möglichst gering zu halten (städtische Baustellen, Autobahnverkehr usw.). Daher werden von den VINCI-Unternehmen systematisch bauliche Lösungen vorgeschlagen, wie die Anpassung des Verlaufs einer Autobahntrasse, Lärmschutzwälle und -wände oder der Einbau geräuscharmer Asphaltbeläge. Auch bei den von VINCI bewirtschafteten Bestandsautobahnen werden regelmäßig Lärmmessungen vorgenommen, um bei Feststellung einer zu hohen Belastung Abhilfe zu schaffen.

Abfallmanagement und Recycling

Die VINCI-Abfallpolitik mit Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft lässt sich in drei Punkten umreißen: Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Rückverfolgbarkeit bis zur endgültigen Entsorgung und Aufbereitung zu Wertstoffen. Abfallmanagementfragen stellen sich hinsichtlich Eigenabfällen in den Bausparten und Abfällen der Nutzer im Bereich Konzessionen. Die Abfallströme (Abfall- und Recyclingmengen) werden im jährlichen Umweltreporting erfasst.

Sachstand (Ende 2017) als Ergebnis unseres Handelns

- Relativ betrachtet verringerte sich die Energieintensität des Konzerns im Berichtszeitraum von 206 MWh auf 201 MWh.
- Zur Förderung des Mitfahrkonzepts standen im Herbst 2017 auf 28 Mitfahrerparkplätzen insgesamt 2241 Stellplätze zur Verfügung.

Ziele zur weiteren Verbesserung

Ob für Neubau oder Betrieb wird sich VINCI weiterhin für Ökodesign und effiziente Umwelttechnik stark machen und dabei insbesondere auf die Arbeiten des Lehrstuhls für Ökodesign im Hoch- und Tiefbau stützen.