Aktienkurs 13.12.2017 17:35
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Gesellschaftliche Performance

Nachhaltige Stakeholderbeziehungen

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Projekten – gerade in einer Zeit, in der die Akzeptanz durch die Zivilgesellschaft eine immer wichtigere Rolle spielt – ist die Kultur der Abstimmung mit allen Interessengruppen, wie sie VINCI als „Collective Governance“ mit Einbeziehung aller betroffenen Akteure (Mandatsträger, lokale Wirtschaft, Verbände, Nutzer und Anrainer) pflegt und zu organisieren versteht.

Wir verpflichten uns, im Sinne einer möglichst guten Einbeziehung der Partner bei der Abwicklung unserer Projekte die Abstimmung mit Interessen Dritter und die Aufmerksamkeit für deren Belange zu fördern.

Beziehungen zu den Akteuren der Zivilgesellschaft, zu Vereinigungen, Anrainern, Nutzern und Verbrauchern

Die Position der Konzernunternehmen in der Wertschöpfungskette setzt, lange bevor ein Projekt in Angriff genommen wird, einen aktiven Beitrag zur öffentlichen Diskussion sowie den Dialog und ein offenes Ohr für die Belange Dritter voraus. Der im Konzernmanifest (fichier PDF 505 Ko) festgelegte Ansatz in dieser Frage zielt durch Öffnung und Dialogbereitschaft mit allen Beteiligten darauf ab, zusätzlichen Wert zu schaffen. Allen VINCI-Unternehmen ist es stets ein Anliegen, mit den Kunden und Nutzern auf Vertrauen gegründete, dauerhafte Beziehungen aufzubauen.

Beziehungen zu Schulen und Hochschulen

Aufgrund des laufenden Bedarfs an Nachwuchskräften, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, pflegen die Konzernunternehmen Kontakte verschiedenster Art zum Bildungssektor (Schulen, Hochschulen, Berufsbildungszentren): Patenschaften für Studienjahrgänge, Projektbesichtigungen, Studentenforen, Sportveranstaltungen, Praktikantenplätze usw. Insgesamt gibt es etwa hundert solcher Partnerschaften, deren Effizienz dem Engagement der Mitarbeiter zu verdanken ist, die den Kontakt zu den jungen Leuten und Mitarbeitern in spe herstellen. Beziehungen zum berufsbildenden Sektor gibt es in Frankreich auch in Form einer Ausbildungsabgabe mit entsprechender Steuerung auf Ebene des Konzerns in enger Abstimmung mit den Betrieben.

Beziehungen zu Lieferanten und Nachauftragnehmern

Ausgewogene, nachhaltige Beziehungen mit den Lieferanten und Nachauftragnehmern sind Teil der Selbstverpflichtungen des Konzerns. Projektbezogen, ist VINCI stets darum bemüht, mit den Lieferanten partnerschaftlich zusammenzuarbeiten und jeweils ortsnahe mittelständische Unternehmen einzubeziehen. In allen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, achtet VINCI auf die strikte Einhaltung des geltenden Rechts durch Subunternehmen. Seit 2012 sind die Erwartungen des Konzerns gegenüber seinen Partnern in einer Supplier-Charta (lien vers la charte), mit deren Unterzeichnung sich die Lieferanten zu einer Gesamtperformance verpflichten, festgeschrieben. Die darin enthaltenen Klauseln bekräftigen die mit Beitritt zum Global Compact eingegangenen Verpflichtungen gegenüber den Vereinten Nationen. Um die Exzellenz der Gesamtleistung weiter zu steigern und die Abstimmung mit allen Partnern noch weiter zu vertiefen, wurden 2014 neue Prioritäten für nachhaltigen Einkauf gesetzt.

Sachstand (Ende 2015) als Ergebnis unseres Handelns

- Der Anteil des Einkaufs am Umsatz beträgt 59%.
- Fast 10.000 Personen (2013: 8000) haben sich 2014 in einem der vier Besucherzentren über die neue Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Tours-Bordeaux (LGV SEA) informiert.
- Seit Projektbeginn haben rund 18.000 Personen die Baustelle des im Mai 2015 eröffneten Großstadions Bordeaux besichtigt.
- Im Rahmen der Politik für nachhaltigen Einkauf wurden im Bezugsjahr 544 Personalanbieter, mit denen vertragliche Beziehungen bestehen, einer Nachhaltigkeitsprüfung unterzogen.

ZIELE ZUR WEITEREN VERBESSERUNG

Die bei Großprojekten seit langer Zeit gängige Praxis des Stakeholder-Dialogs soll mit Anpassung an örtliche Gegebenheiten und an die Vielfalt der betroffenen Partner und Interessengruppen auf alle Projekte und jede Art von Projektumfeld ausgedehnt werden