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Gemeinsam weiter und schneller gehen

Als maßgeblicher Mitgestalter von Städten und Regionen ist VINCI bemüht, alle Interessengruppen in gemeinsame Überlegungen einzubeziehen. Für die neuen nachhaltigen Konzepte von morgen handelt der Konzern nicht im Alleingang, sondern knüpft Partnerschaften mit akademischen und wissenschaftlichen Kreisen und jungen Startups.
Dieser Ansatz stützt sich auf Open Innovation, um über die üblichen Denkschemata hinaus konkrete Lösungen für die neuen Herausforderungen der Stadt von morgen vorzuschlagen.

Lehrstuhl für Ökodesign: Verbindung von Forschung und Wirtschaft

Mit Schaffung eines Lehrstuhls für Ökodesign im Hoch- und Tiefbau hat VINCI eigene Projekte zum Experimentierfeld der Forschung erschlossen.

Intellektuelles Abenteuer und ökonomisch-ökologischer Pragmatismus

VINCI und drei Hochschulen des Clusters ParisTech (MINES ParisTech, École des Ponts ParisTech und AgroParisTech) haben 2008 für die Dauer von 5 Jahren eine Partnerschaft mit Einrichtung eines Lehrstuhls für Ökodesign im Hoch- und Tiefbau geschlossen. Die Arbeit erfolgt in Mirror Groups aus Forschern und operativ tätigen VINCI-Managern. Die Forschung ist somit direkt auf die Konzerntätigkeit übertragbar und kann in den Konzerneinheiten rasch verbreitet werden.

„Unsere Ansprechpartner bei VINCI sind sehr aufgeschlossen und engagiert. Am Anfang gab es auch Meinungsverschiedenheiten! Letztlich hat uns diese Gruppenarbeit geholfen, die Ziele des Unternehmens besser zu verstehen. Das hat zu einem Überdenken unserer Prioritäten geführt, um Arbeitsergebnisse zu liefern, die einen sofortigen operativen Nutzen bringen.“
Nathalie Frascaria-Lacoste, Professor für evolutive Ökologie und Öko-Engineering an der AgroParisTech und stellvertretende Direktorin des Laboratoire d'Écologie, Systématique et Evolution (ESE)

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Präsentation des Lehrstuhls

Ökodesign: Warum?

Es besteht ein Bedarf für neue Planungstools, damit die urbanen Akteure (Städteplaner, Bauunternehmen und Nutzer) den mit der Entwicklung einer nachhaltigen Stadt verbundenen ökologischen Fragen entsprechend Rechnung tragen können. Als Planer, Financier, Erbauer und Betreiber von Infrastrukturen und sonstigen Bauten erachtet es VINCI als seine Pflicht, die Erarbeitung neuer Tools für umweltbewusstes Planen, die Optimierung der Energieeffizienz und die Förderung der Nachhaltigkeit von Infrastrukturen und neuen Mobilitätsdiensten finanziell und materiell zu unterstützen.

Nach Ansicht von Nathalie Frascaria-Lacoste, Professor für evolutive Ökologie und Öko-Engineering an der AgroParisTech und stellvertretende Direktorin des Laboratoire d'Écologie, Systématique et Evolution in Orsay (Universität Paris-Süd), erfordert die Wiedereinführung von biologischer Vielfalt im urbanen Raum eine stärkere Einbindung der Bürger; sie müssen Gelegenheit erhalten, ihre Beziehung zur Natur neu zu definieren bzw. den urbanen Raum in einem Co-Construction-Prozess mitzugestalten.

VINCI-Projekte als Experimentierfeld

Mit Schaffung eines Lehrstuhls für Ökodesign im Hoch- und Tiefbau hat VINCI eigene Projekte zum Experimentierfeld der Forschung erschlossen.Von 2008 bis 2013 bezogen sich die Forschungsthemen vorrangig auf Ökoquartiere, Altbausanierung, Lebenszyklusanalysen von Baustoffen, biologische Vielfalt und nachhaltige Mobilität. VINCI-Unternehmen boten Forscher- und Praktikantenplätze sowie Pilotbaustellen zur Erprobung. Darüber hinaus haben Konzernmitarbeiter an der Entwicklung von Lehrmodulen mitgewirkt; die daraus abgeleiteten Arbeitsergebnisse stehen allen urbanen Akteuren zur freien Verfügung.

Eine innovative Toolbox

Der VINCI/ParisTech-Lehrstuhl für Ökodesign hat fünfzehn Messprogramme und Methoden für Ökourbanismus und die Förderung der biologischen Vielfalt hervorgebracht, die heute als Bezugswerk dienen.
„Es ist für uns von großem Wert, über wissenschaftlich belegte Tools für das Performance Monitoring von Gebäuden zu verfügen.“
Olivier Genelot, VINCI Facilities IdF (VINCI Energies)
1. NovaEquer

Mit diesem Life Cycle Analyse-Tool (LCA) lässt sich anhand von zehn Umweltindikatoren (Energieverbrauch, Baustoffe, Wasserverbrauch, Bauverfahren, Bauabfälle usw.) der ökologische Fußabdruck eines Gebäudes bewerten und während der gesamten Lebenszeit eines Objekts (vom Bau bis zum Abriss) darauf achten, dass ein umweltbelastender Faktor nicht durch einen anderen ersetzt wird. Durch die Erfassung einer Vielzahl an Gebäuden und öffentlichen Räumen eines Viertels (Grünflächen, Straßenbeleuchtung usw.) kann NovaEquer beispielsweise den Einfluss eines Masseplans auf die Energie- und Umweltleistung eines „Stücks Stadt“ bewerten.

2. Biodi(V)strict

Dieses Biodiversitätsbewertungstool erstellt eine Diagnose über geeignete Flächen zur Entfaltung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum. Ausgehend von der Ermittlung repräsentativer Arten (Nistvögel, Reptilien, Schmetterlinge) kann das Projektteam geeignete Gestaltungsmaßnahmen vorschlagen.

3. ParkCap

Dieses Simulationsmodell veranschaulicht die Verkehrskapazität (Fahrzeugbestand, Verkehrsinfrastrukturen, Zahl der Fahrzeugstellplätze) einer Zone und vergleicht sie mit den Mobilitätserfordernissen in diesem Raum. Mit unterschiedlichen Graden der Nutzungsintensität lassen sich aus der Simulation Erkenntnisse über die Wegzeiten, die Flüssigkeit des Verkehrs, die Servicequalität für die Verkehrsteilnehmer und die Umwelt ableiten. ParkCap ermöglicht z. B. die Simulation des bei der Parkplatzsuche zurückgelegten Wegs in einer stark frequentierten Zone, um ausgehend davon den Parkplatzbedarf und die Bepreisung für das Parkplatzangebot zu ermitteln.

Ein neuer Forschungszyklus

2014 erneuerte VINCI die Partnerschaft mit ParisTech für weitere 5 Jahre und erhöhte die Dotation für den Lehrstuhl von 3 auf 4 Millionen Euro. Dieser zweite Zyklus ist noch stärker auf die angewandte Forschung ausgerichtet und mit britischen und Schweizer Experten in den Leitungsgremien noch internationaler. Die Hauptthemen sind diesmal: Energieeffizienz, urbane Landwirtschaft, Smart Grids, Smart Cities, erneuerbare Energien, Recycling sowie die sozio-ökonomischen Auswirkungen von Bahnhöfen im Verkehrsleitplan für den Großraum Paris.

La Fabrique de la Cité – Konzepte für die Stadt von morgen

Während unsere Städte voll im Umbruch sind, arbeitet VINCI zusammen mit seinen Partnern bereits an neuen nachhaltigen Konzepten für die Stadt von morgen.

Ein Think Tank für die Stadt von morgen

Die Städte von morgen werden radikal anders sein als die, in denen wir heute leben. VINCI wollte durch Förderung des Dialogs zwischen allen interessierten Akteuren zu den Überlegungen über Neuerungen im urbanen Raum beitragen und bahnbrechende Initiativen fördern und hat zu diesem Zweck die Denkfabrik „La Fabrique de la Cité“ gegründet. Der interdisziplinäre Think Tank richtet sich in einem Querschnittsansatz an Akteure der Stadtentwicklung, um im Rahmen von Forschungsprojekten und Begegnungen die Zusammenarbeit zu ermöglichen.

DLa Fabrique de la Cité will Megatrends und urbane Innovationen in einer internationalen Perspektive aufzeigen. Sie versteht sich als Observatorium der Entwicklung von Metropolen, um eine gemeinsame Sicht unter all jenen herbeizuführen, die Städte planen, bauen, gestalten und dort leben.

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www.thecityfactory.com

Ein zukunftsorientiertes Expertennetz

Vom Willen um Öffnung getragen hat La Fabrique de la Cité Beziehungen zu zahlreichen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen geknüpft und ein internationales Ökosystem mit Urbanisten, lokalen Mandatsträgern, Geografen, Soziologen, Ökonomen, Unternehmern und Innovatoren aufgebaut. Eine der Initiativen ist beispielsweise ein Workshop zusammen mit dem MIT Mobile Experience Lab über Lifestyle-Entwicklungen und ihren Auswirkungen auf die urbane Transformation.

Darüber hinaus arbeitet La Fabrique de la Cité seit mehreren Jahren mit dem Sciences-Po-Forscherteam im Bereich Städteplanung zusammen. Sie kann daher Forschungsaufträge an Studenten der Master-Studiengänge Urbane territoriale Strategien (STU) und Governing Large Metropolis (GLM) dieser Hochschule vergeben. Weitere Partnereinrichtungen sind das Institut d’Urbanisme in Grenoble, ESSEC, ENS und die London School of Economics.

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Understanding behavioural changes to keep transforming cities

Urban Data, nutzungsbasierte Quelldaten

Um zu wissen, wie der urbane Raum tatsächlich genutzt wird, verfügen die Städte heute über ein wertvolles Instrument: „urban data“, d.h. die von sämtlichen urbanen Akteuren erzeugten Daten.

Damit lassen sich Erfordernisse der Daseinsvorsorge und Verhaltenstrends beispielsweise bei Mobilitäts-, Energieverbrauchs- und Abfallmanagementfragen analysieren.

Im niederländischen Eindhoven nehmen die Bürger der Stadt an einem Experiment zur Verbesserung der Luftgüte teil. Es erfolgt im Rahmen des AiREAS-Programms zur Echtzeitmessung der Luftqualität mit Unterstützung durch Unternehmen wie Axians (VINCI Energies). Dafür wurde ein originelles Sensorennetz installiert: die Geber sind an Ampeln und Bussen befestigt oder werden von freiwilligen Bürgern getragen. Mit den in einer zentralen Plattform erfassten Daten verfügt die Stadt über Echtzeitinformationen über die Luftbelastung, die Temperatur und den Verkehrsfluss mit der Möglichkeit, im Umkreis von Einrichtungen mit Publikumsverkehr und im öffentlichen Raum Verkehrsleitmaßnahmen vorzusehen.

Zur Erfassung solcher Daten richten immer mehr Städte Agenturen bzw. gemischtwirtschaftliche Stellen für Stadtentwicklung ein. Ein Beispiel dafür ist die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH. Einige Städte wie Grenoble haben als ersten Schritt für eine spätere Bürgernutzung Open-Data-Plattformen eingerichtet.

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The impact of Urban Data on daily mobility

Startupbootcamp zur Förderung von Startups

Durch Unterstützung des größten Startup Accelerator Berlins will VINCI in den Schlüsselbereichen des Konzerns zur Innovation von morgen beitragen.

Startupbootcamp: Was ist das?

Startupbootcamp ist ein Startup Accelerator in Berlin, der zur Förderung und zum rascheren Durchstarten besonders innovativer Unternehmensprojekte talentierte Jungunternehmer mit Investoren und Partnerunternehmen zusammenbringt. Startupbootcamp ist heute mit 10 Programmen in 8 Städten (Amsterdam, Berlin, Kopenhagen, Eindhoven, London, Barcelona, Singapur und Istanbul) präsent und Mitglied eines internationalen Netzwerks, das in dreißig Ländern aktiv ist.

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www.startupbootcamp.org

Warum Berlin?

Der Berliner Startupbootcamp-Ableger hat sich auf die Themen nachhaltige Mobilität und umweltfreundliche Energien spezialisiert, die zu den Kernbereichen von VINCI gehören. Der Konzern hat daher beschlossen, an der Seite anderer Partnerunternehmen wie Deutsche Bahn, Cisco, Airbus und Mercedes Startups zu unterstützen, die vom Berliner Startup Accelerator ausgewählt werden. Mit welchem Ziel? Um im engen Kontakt mit einem Reservoir von Ideen zu bleiben, die für die Weiterentwicklung der eigenen Leistungsbereiche von Nutzen sind.

Eine entscheidende Starthilfe für die Neuerer von morgen

Startupbootcamp organisiert jedes Jahr eine neue Runde, um innovative Startups ausfindig zu machen. Unter den Bewerbern werden jeweils 10 Projektteams ausgewählt, die neben einem Startkapital und freier Büroraumnutzung ein dreimonatiges Mentoringprogramm durchlaufen, bevor sie ihre Ideen den potenziellen Investoren vorstellen.

Gezieltes Sponsoring

Die Bewerberauswahl für das Programm 2015 fand im Juli 2015 in Berlin statt. VINCI mobilisiert heute an der Seite anderer Partnerunternehmen 5 Mentoren zur Förderung der auserkorenen Startups und Unterstützung bei der Erarbeitung ihrer Strategie.

Unter den geförderten Startups:
coModule, ein junges innovatives Unternehmen im Bereich E-Mobility;
High Mobility, entwickelt ein digitales System zur Vernetzung eines Fahrzeugs mit verschiedenen Online-Geräten, z.B. zur Echtzeitübermittlung von Routen- und Verkehrsdaten.