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72,840€ +1,42 %   23.10.2020 17:36

Katar

VINCI ENGAGIERT SICH IN KATAR FÜR DIE MENSCHENRECHTE

Seit 2007 realisiert VINCI über QDVC, das Gemeinschaftsunternehmen von Qatari Diar Real Estate Investment Company (51%) und VINCI Construction Grands Projets (49%), Infrastrukturprojekte in Katar.

QDVC befasst sich mit Planung und Ausführung großer Infrastruktur- und Tiefbauprojekte. Das Unternehmen strebt eine Position als lokaler Marktführer für technisch anspruchsvolle, komplexe Bauwerke an, der sich durch eine konsequente Kontrolle der Risiken und der Sicherheit aller Baustellenbeteiligten auszeichnet und den Erfordernissen von Kunden, Partnern und Beschäftigten bestmöglich entspricht.

QDVC hat beim Bau von Infrastrukturprojekten in Katar im Umfang von über 114 km mitgewirkt. Besonders nennenswert sind das Stadtbahnsystem Lusail Light Rail Transit System (33 km Strecke und 37 Bahnhöfe, 10 davon unterirdisch), die Red Line der U-Bahn von Doha (32 km Strecke und 5 Bahnhöfe), die Autobahn New Orbital Highway 2 (47 km), der landschaftlich gestaltete Park und die Tiefgaragen von Sheraton Park sowie die Lusail Car Parks.

Die Größe der Projekte und das begrenzte Personalangebot vor Ort haben das Unternehmen veranlasst, Wanderarbeiter verschiedener Nationalitäten (auf den Baustellen sind rund 50 Nationalitäten präsent) anzuwerben, insbesondere aus Indien, Bangladesch, Nepal und den Philippinen.

Der Konzern war sich seit Beginn der Tätigkeit in Katar seiner Rolle für die Prävention und Minderung von Risiken hinsichtlich der Verletzung von Arbeitnehmergrundrechten stets bewusst und sorgte für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen für Wanderarbeiter und zur Bekämpfung von Zwangsarbeit.Diese umfassen den gesamten Migrationszyklus; sie gelten sowohl für die eigenen Beschäftigten als auch für Leiharbeitskräfte und Nachunternehmerpersonal und stehen im Einklang mit den Leitlinien von VINCI ( Manifest und Leitfaden für Menschenrechte).

VINCI weiß, wie vielschichtig die Themen im Zusammenhang mit den Arbeitnehmerrechten in Katar sind, und arbeitet daher eng mit den Interessenträgern zusammen, um allen Risiken der Verletzung von Menschenrechten vorzubeugen. Hier einige Beispiele:

Bemühungen zur Prävention menschenrechtsbezogener Risiken in Zusammenarbeit mit Interessenträgern und Experten:

Mit der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) wurde ein Abkommen über die Rechte der Arbeitnehmer unterzeichnet und ein gemeinsames Audit über dessen Umsetzung einschließlich Besichtigung der Baustellen und der Unterkünfte durchgeführt. Der abschließende Bericht )zu diesem Audit ist komplett der Öffentlichkeit zugänglich ( Pressemitteilung).

VINCI organisierte 2011 zusammen mit Vigéo ein erstes Human Rights Impact Assessment, 2015 eine zweite Studie dieser Art zusammen mit der NGO BSR (Business for Social Responsibility).

QDVC hat die freie Interessenvertretung seiner Arbeitnehmer sehr früh unterstützt, u.a. durch die 2016 organisierte Wahl des Workers’ Welfare Committee (siehe Video unten) – eine Premiere in Katar; bei der zweiten Wahl dieses Gremiums im Jahr 2019 waren auch die internationalen Gewerkschaften präsent. 2019 waren auch die internationalen Gewerkschaften präsent.

Gemeinsam mit der BHI wurde ein Schulungsprogramm für die gewählten Arbeitnehmervertreter organisiert und durchgeführt.

Bei den Interessenträgern anerkannte Praktiken für verantwortungsvolles Recruiting:

Das Stern Center for Business and Human Rights der Universität New York (NYU) hat eine Untersuchung über die Recruitment-Praktiken von QDVC in Katar durchgeführt. Im Bericht werden die von QVDC ergriffenen Maßnahmen aufgeführt, um sicherzugehen, dass von den Arbeitnehmern keine Rekrutierungsgebühren gezahlt werden.

Das Projektbüro der ILO in Katar hat im Mai 2018 mit QDVC eine Partnerschaftüber die Entwicklung eines Pilotprojekts zwischen Bangladesch und Katar zur Anwerbung von Personal ohne Kosten für die betroffenen Arbeitnehmer abgeschlossen. Die NGO Vérité erstellte ein anfängliches Audit, und es wurde ein Capacity Building-Programm für die Anwerbungs- und Vermittlungsagenturen durchgeführt. Derzeit läuft eine Wirkungsanalyse.

VINCI engagiert sich zusammen mit anderen Unternehmen für die Verbesserung der Standards in der Branche und die Bekämpfung von Zwangsarbeit:

VINCI ist Gründungsmitglied von Building Responsibly und aktives Mitglied der Leadership Group for Responsible Recruitment, zwei internationalen Kooperationsinitiativen mit dem Ziel, die Standards in der Branche zu verbessern und dem Phänomen der Schuldknechtschaft ein Ende zu bereiten.

Menschenwürdige Unterbringung im Einklang mit lokalen und internationalen Vorschriften:

Das Camp Serge Moulène Workers’ Community wurde bzw. wird von QDVC nach den Vorgaben der Qatar Foundation und den VINCI-Standards errichtet und betrieben. Labour City bietet den Arbeitern von QDVC und Nachunternehmern ebenfalls Unterbringungsmöglichkeiten, die strikt den geltenden lokalen Normen entsprechen.

VINCI engagiert sich für transparente Berichterstattung über die Praktiken des Unternehmens:

Der Bericht 2019 des Business and Human Rights Resource Centre (BHRRC) platziert QDVC hinsichtlich der Prävention gegen Menschenrechtsrisiken im Rahmen der Tätigkeit in Katar an der Spitze einer Vergleichsgruppe von 50 Unternehmen. Der zugrundeliegende Fragebogen wurde von NGOs, Gewerkschaften, dem Internationalen Arbeitsamt (IAA) und unabhängigen Forschern erstellt.

VINCI/QDVC hat die komplette Antwort auf den Fragebogen öffentlich gemacht. Der Bericht gibt detailliert Aufschluss über alles, was QDVC seit Jahren tut, um Verletzungen der Arbeitnehmerrechte vorzubeugen.

QDVC hat spezifische Corona-Maßnahmen für die Beschäftigten in Katar eingeführt. Diese wurden ebenfalls vom Business and Human Rights Resource Centre veröffentlicht.

Allgemeiner Handlungsrahmen, auf dem diese Maßnahmen basieren:

Vorsorgeplan von VINCI.

12 JAHRE KONKRETEN HANDELNS ZUGUNSTEN DER MENSCHENRECHTE

2008-2011

Start der QDVC-Baustellen mit der Arbeitsschutzpolitik „Null Unfälle“.

Erstes unabhängiges CSR-Audit, durchgeführt von Vigeo.

2012-2013

Spezieller Fachbereich für das Thema CSR.

Prüfung der Unterkünfte (Incident-and-Injury Free) für das Nachunternehmerpersonal.

IIF-Kampagne (Incident-and-Injury Free) für eine Sicherheitskultur.

2014

Bau eines QDVC-Camps nach internationalen Standards für 3700 Arbeiter.

Erste große CSR-Erhebung unter den Wanderarbeitern.

Offizielle Einrichtung des QDVC Workers’ Welfare Committee.

2015

Verbesserung der Recruitment-Praktiken, um illegale Anwerbegebühren aus der Welt zu schaffen.

Von BSR als unabhängigem Dritten durchgeführtes Menschenrechtsaudit: QDVC wird ein „hohes Niveau unter schwierigen Rahmenbedingungen“ bescheinigt.

2016

Erste Wahl für das QDVC Workers’ Committee – eine Premiere in Katar (4108 Arbeitnehmer, 72% Beteiligung).

Verfahren und eingehende Prüfung der Arbeitnehmerrechte bei Nachunternehmern.

Programm zur Prävention psychischer Belastungen mit Hilfe professioneller Psychologen.

2017

Unterzeichnung des Abkommens über die Rechte der Arbeitnehmer mit BHI bei der ILO in Genf.

VINCI ist Gründungsmitglied von Building Responsibly zusammen mit anderen Branchenführern.

VINCI schließt sich der Leadership Group for Responsible Recruitment an.

2018

Studie des Stern Center for Business and Human Rights (New York University über ethisches Recruitment bei QDVC.

Unterzeichnung einer Partnerschaft zwischen ILO (Int. Arbeitsamt) und QDVC über ein Pilotprojekt für Recruitment ohne Anwerbegebühren.

2019

Von der IHB und den frz. Gewerkschaften (CGT, CFDT & CFE/CGC) durchgeführtes Audit im Rahmen des Abkommens.

Zum zweiten Mal abgehaltene Wahl von Arbeitnehmervertretern bei QDVC.

Besichtigung von Baustellen und Unterkünften durch eine französische Journalistendelegation.

2020

Corona-Präventionsprogramm und besondere Schutzmaßnahmen für alle Beschäftigten.

Herbst 2020: Veröffentlichung der Ergebnisse des Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit der ILO.

Teilnahme an einer Arbeitsgruppe mit ILO- und Behördenvertretern über den Schutz der Arbeitnehmerrechte im Falle eines Arbeitskonflikts.