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86,560€ +0,70 %   23.11.2020 17:36

Die im Konzernmanifest verankerte Verpflichtung, zur Erhaltung der Artenvielfalt beizutragen, wurde nun auf den Schutz der Natur, insbesondere den Immissions- und Wasserschutz, ausgeweitet.

Es wurden dafür drei Handlungsschwerpunkte festgelegt:
- Risikobewertung und Vermeidung von Umweltbelastungen und Umweltunfällen im Zusammenhang mit der Konzerntätigkeit mit Hilfe von Umweltmanagementsystemen und lokalen Vorkehrungen;

- Senkung des Wasserverbrauchs, insbesondere in wasserknappen Regionen;
- Initiativen mit dem Ziel „Null Nettoverlust“ an Artenvielfalt, speziell über das Konzept „Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren“ bei Bauprojekten und Alternativen für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Rahmen der Betreiberaktivitäten.

Je nach Art der vorhandenen Umweltrisiken erstellt und aktualisiert jede Konzerneinheit ihren eigenen Vorsorgeplan. Größere Projekte werden einer Vorabprüfung auf Umweltrisiken unterzogen, um geeignete technische und organisatorische Präventionsmaßnahmen ergreifen zu können. Für den Ernstfall stehen Notfallpläne und Notfallausrüstungen bereit.

Die Politik zum Schutz der Artenvielfalt wird von der Koordinationsstelle Biodiversität gesteuert. Sie besteht aus etwa vierzig Ökologen sowie den Umweltbeauftragten der einzelnen Konzernbereiche. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören Law Watch, wissenschaftliche Gutachten, Risikobewertungen, Öffentlichkeitsarbeit für die ergriffenen Initiativen und Best Practice-Austausch. Zur Wahrnehmung ihres Auftrags lädt sie Fachverbände, Planungsbüros, Behörden- und Wirtschaftsvertreter ein, um über ihre Tätigkeit und die dafür eingesetzten Instrumente zu berichten. Der Konzern verfügt über ein Netz aus ca. 500 Biodiversitäts-Korrespondenten, die sich zu Querschnittsthemen austauschen.

Um 66%
reduzierter Pflanzenschutzmitteleinsatz bei VINCI Autoroutes seit 2008

Übermittlung von mehr als

13.000

INPN-Daten (Naturerbe-Inventar)

VINCI gehört zu den elf ersten Unternehmen, die 2020 im Rahmen der freiwilligen Initiative act4nature international darum bemüht sind, Belange der Artenvielfalt auf jeder Unternehmensebene in alle Konzernaktivitäten einzubinden. Die Selbstverpflichtungen betreffen die Verbesserung und Verbreitung von Fachkenntnissen und guten Praktiken zur Erhaltung der Artenvielfalt, Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für Mitarbeiter, die Suche nach neuen Lösungen sowie die Stärkung von Partnerschaften.

Die Wasserpolitik des Konzerns leitet sich aus seiner Umweltpolitik ab. Dazu gehören die Einbeziehung von Wasserverbrauch und Immissionsschutz in die Risikoanalysen, die Messung und Reduzierung des sparten- und produktbezogenen Wasserverbrauchs sowie der Schutz der im Wasser lebenden Arten und der damit verbundenen Ökosysteme. VINCI beantwortete zum achten Mal den von 525 internationalen Investoren unterstützten CDP Water Information Request-Fragebogen und gehört damit zu den weltweit 2435 Unternehmen, die in der Lage sind, derartige Daten zu erheben. 2019 erhielt der Konzern die Note B- für die 2018 erzielte Leistung. Sie belegt den umsichtigen Umgang mit der Ressource Wasser im Vergleich zu anderen Branchenvertretern.

Beispiele dafür sind:

- die 2019 erfolgte Inbetriebnahme neuer Grünbrücken und Durchlässe im Autobahnnetz von VINCI Autoroutes und Monitoring-Programme, um deren Wirksamkeit (ob sie von Tieren effektiv genutzt werden) zu überwachen;
- Initiative bei VINCI Airports, um komplett auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verzichten, und Bestandsaufnahme von Bestäuberinsekten in Zusammenarbeit mit dem französischen Bienenzüchterverband;
- 2012 eingerichtete und 2019 erneuerte Partnerschaft mit UMS Patrimoine Naturel zur Bestandsaufnahme der in Eurovia-Steinbrüchen lebenden Arten und Beratung für ein geeignetes Artenmanagement;
- Renaturierungen durch Öko-Engineering-Unternehmen (insbesondere durch die Eurovia-Fachbetriebe Cognac TP, GC3E und Sethy sowie Equo Vivo, die Fachmarke von VINCI Construction Terrassement).

Letzte Aktualisierung: 13. 07. 2020