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Eurovia

Entwicklung urbaner und regionaler Mobilitätslösungen

Eurovia ist mit Planungs-, Bau- und Erhaltungsleistungen Partner der Kommunen und Regionen für Mobilitätslösungen im Verkehrs- und Kommunalbau. Mit einer gezielten Innovationspolitik trägt das Unternehmen auf Ebene der verwendeten Roh- und Baustoffe zur Verbesserung der Umweltbilanz der Straßenbauindustrie sowie zur Entwicklung neuer Funktionalitäten von Verkehrsinfrastrukturen bei. Ein Beispiel dafür ist die Plusenergiestraße.

Eurovia konnte dank einer besseren Konjunkturlage auf den Hauptmärkten des Unternehmens, insbesondere in Frankreich, Mitteleuropa und Nordamerika, erneut Leistungszuwächse verbuchen und seine Wettbewerbsposition festigen. Wichtige Faktoren dafür sind die starke regionale Verankerung, das leistungsfördernde Managementmodell und eine ehrgeizige Innovationspolitik in Ländern mit einem hohen Modernisierungs- und Erneuerungsbedarf ihrer Verkehrsinfrastrukturen.

Kennzahlen 2017

420 Unternehmen

Betrieb und Erhaltung von
60.000 km Straßen

400 Produktionsstätten

350 Steinbrüche

39.526 Mitarbeiter

Umsatz: 8.112 Mio. €

Verkehrs- und Kommunalbau

Eurovia, einer der führenden globalen Anbieter der Branche, baut und erneuert Straßen, Autobahnen, Eisen- und Straßenbahnen sowie Verkehrsflächen für Flughäfen, Industrie und Gewerbe und erbringt auch damit zusammenhängende Leistungen: Abbruch und Rückbau, Entwässerung, Erdbau, Kanal- und Leitungsbau sowie kommunale Gestaltungsmaßnahmen.

Steinbrüche

Eurovia gehört zu den europäischen Marktführern für Zuschlagstoffe und verfügt über Betriebsstätten für Gewinnung, Verarbeitung und Vertrieb von Natur- und Recyclingmaterial. Das Unternehmen betreibt 350 Steinbrüche, Sand- und Kiesgruben mit einer Produktionsleistung von 82 Millionen Tonnen pro Jahr (Eurovia-Anteil: 57 Millionen Tonnen) sowie 150 Recycling- und Aufbereitungsanlagen. Die Materialreserven(*) umfassen anteilig rund 3,1 Milliarden Tonnen; das entspricht einer Abbaukapazität von über 50 Jahren.

(*) Materialreserven in Eigenbesitz oder Pacht

Industrielle Produktion

Eurovia betreibt 330 Asphaltmischanlagen, die jährlich 20 Millionen Tonnen Asphalt produzieren, 50 Bindemittelwerke sowie Produktionsstätten für Straßenausstattung (Schilder, Portale, Farben zur Fahrbahnmarkierung).

Dienstleistungen

Im Rahmen von Langzeitverträgen bewirtschaftet und erhält Eurovia 70.000 km Straßen und erbringt Leistungen zur Straßenausstattung (Beschilderung, Fahrbahnmarkierung, Sicherheitseinrichtungen) und Anlagenwartung (Straßenausstattung, Grünflächen und Bepflanzungen).

Wettbewerbsposition von Eurovia

Frankreich

Eurovia ist zusammen mit Colas und Eiffage Infrastructures einer der führenden Anbieter im Straßen- und Gleisbau – einem Markt, auf dem auch eine Vielzahl regionaler und lokaler Unternehmen vertreten ist. Ebenfalls führend ist Eurovia im Bereich Zuschlagstoffe, in dem neben den mit Eurovia konkurrierenden Straßenbauunternehmen auch Zementkonzerne wie LafargeHolcim, GSM (HeidelbergCement Group) und Cemex sowie zig hundert lokale Hersteller tätig sind.

Die Eurovia GmbH gehört zusammen mit Strabag zu den Hauptakteuren auf einem Markt mit hauptsächlich regionalen Anbietern. Darüber hinaus hat die Eurovia-Gleisbautochter ETF mit Übernahme der THG Baugesellschaft mbH ihr Geschäft in Deutschland verstärkt.

Grossbritannien

Die Eurovia UK ist über ihre Tochter Ringway einer der maßgeblichen Akteure für mehrjährige Straßenerhaltungsverträge. Die wichtigsten Mitbewerber sind Amey (Ferrovial), Kier und Balfour Beatty. Im traditionellen Straßenbau steht Eurovia im Wettbewerb zu Balfour Beatty und Tarmac (CRH) sowie Aggregate Industries (LafargeHolcim), Hanson (Heidelberg) und Conway.

Tschechische Republik

Eurovia CS ist einer der Marktführer im tschechischen Straßen- und Gleisbau. Die Hauptkonkurrenten des Unternehmens sind Skanska, Metrostav und Strabag.

Nordamerika

In Kanada hat Eurovia mit den Tochtergesellschaften Eurovia Quebec Construction, Carmacks und BA Blacktop in den Provinzen Quebec, Alberta und British Columbia eine führende Position im Straßenbau inne. Hauptkonkurrenten sind Tochterunternehmen von Colas, CHR, LafargeHolcim und lokale Unternehmen.

In den Vereinigten Staaten gehört die Eurovia mit ihren Tochtergesellschaften Hubbard Construction und Blythe Construction zu den Marktführern in den südöstlichen Bundesstaaten des Landes. Die Konkurrenten sind Archer Western Contractors (Walsh Group) und Lane Construction (Salini Impregilo) im Straßenbau und Preferred Materials (CRH) bei Produktion und Einbau von Asphalt.

Innovation

Zusätzliche Schubkraft für die Wettbewerbsfähigkeit resultiert auch aus einer die Mitarbeiter einbeziehenden Innovationspolitik, die an allen Hebeln ansetzt, um die betriebliche Leistung zu verbessern. Das belegen die Auszeichnungen beim VINCI-Innovationspreis 2017: der Große Preis ging an das internationale Forschungszentrum in Mérignac bei Bordeaux; darüber hinaus erhielt Eurovia fünf weitere Preise in verschiedenen Kategorien.

Im Fokus dieser Politik steht die Umwelt mit Produkten und Verfahren, die den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen im Straßenbau senken beziehungsweise ressourcenschonendes Recycling fördern. Mit dem Ziel Kreislaufwirtschaft haben sich die 350 Steinbrüche und 400 Produktionsanlagen der Eurovia zu lokalen Netzwerken mit kurzen Transportwegen organisiert. Ein Beispiel dafür ist die Eröffnung der von der Kapazität her mit einem Steinbruch vergleichbaren Anlage im französischen Hafen Fos-sur-Mer, in der Bauschutt und Ausbruchmaterial zu jährlich 400.000 t Zuschlagstoffen aufbereitet werden. Dieser per Straße sowie auf dem Fluss- und Seeweg erreichbaren Anlage kam beim Bau eines Stadtbahntunnels in Nizza für den Abtransport des Aushubmaterials auf dem Seeweg und das anschließende Recycling eine Schlüsselfunktion zu.

Zur partizipativen Innovation innerhalb des Unternehmens kommen Partnerschaften mit externen Akteuren im Ökosystem des Straßenbaus hinzu. Ein prägnantes Beispiel dafür ist die Power Road®. Das Prinzip der wärmeerzeugenden Straße entstand aus einem Versuch einer lokalen Eurovia-Niederlassung, um dann anschließend im internationalen Forschungszentrum in Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Partnern modelliert, erprobt und im Hinblick auf die erwarteten Leistungsmerkmale validiert zu werden. Das Projekt wurde in Frankreich in das staatliche „Zukunftsinvestitionsprogramm“ aufgenommen und wird von der französischen Umwelt- und Energieagentur Ademe unterstützt.

Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „La route 100 % recyclée“ (Die zu 100% recycelte Straße) mit dem Ziel, Verfahren und Anlagen zur Herstellung von Asphaltmischgut aus 100% Recyclingmaterial zu entwickeln.

Ausblick

Nach dem 2017 verzeichneten Umsatzplus (+6,9%) geht Eurovia – gestützt auf den im Vergleich zum Vorjahr höheren Auftragsbestand – 2018 von einem weiteren Anstieg der Leistung aus.

In Frankreich wird der Straßen- und Kommunalbau, insbesondere in den großen Ballungsräumen, durch die Investitionen der Gebietskörperschaften zur unerlässlichen Modernisierung ihrer Verkehrswege und urbanen Einrichtungen angekurbelt. Wachstum ist auch im Gleisbau durch den Leistungsanstieg im Rahmen mehrjähriger Gleiserneuerungsverträge für das französische Schienennetz zu erwarten.

Im übrigen Europa dürften die Vorzeichen für den Leistungstrend ebenfalls positiv bleiben. In Deutschland bilden die bedeutenden, bereits laufenden Programme zur Erneuerung der Verkehrswege und der Start der Ausbauarbeiten für die neu zum Konzessionsbestand der Gruppe hinzugekommene A7-2 eine gute Grundlage für eine rege Geschäftstätigkeit. In Großbritannien wird Eurovia weiterhin von der starken lokalen Verankerung und dem ausgewogenen Modell zwischen mehrjährigen Dienstleistungsverträgen und Straßenbauprojekten profitieren. In Mitteleuropa werden Eurovia wiederum die von den europäischen Strukturfonds finanzierten Infrastrukturmodernisierungsprogramme zugute kommen.

Auf dem amerikanischen Kontinent ist in Kanada in der Provinz Quebec mit einem weiteren Aufschwung zu rechnen. Und in den Vereinigten Staaten stützt sich die Leistung auf bedeutende Vorhaben in Florida, North und South Carolina und in Georgia.

Für die weitere internationale Entwicklung setzt Eurovia auf organisches Wachstum, gezielte Zukäufe im Gleisbau und einzelne Gelegenheiten, die sich auf dem amerikanischen Kontinent bieten. Die Koordinierung der Geschäftsentwicklung im Rahmen der Konzessionsprojekte von VINCI Highways könnte hier als Katalysator dienen.

Die ehrgeizige Innovationspolitik wird mittel- und langfristig in allen Eurovia-Bereichen zusätzliches Wertschöpfungspotenzial erschließen. Lösungen mit hohem Mehrwert für die Umwelt zeichnen sich auch im Rahmen der aktuellen und geplanten Entwicklungsarbeit für die Plusenergiestraße und das Komplettrecycling von Fahrbahnen ab. Die digitalen Technologien werden ihrerseits neue Dienstleistungen für die „intelligente Straße“ hervorbringen. Abgesehen von solchen technologischen Fortschritten dient die in jeder Form geförderte Innovation auch dazu, die betriebliche Leistung und die den Kunden gebotene Servicequalität weiter zu optimieren.