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Sieger beim VINCI-Innovationspreis 2015

11 Dezember 2015 - Gesamtleistung - Frankreich

Finale. Die mehr als 2200 Projekte, die beim VINCI-Innovationspreis 2015 von fast 5600 Mitarbeitern eingereicht wurden, haben erneut die Kreativität und den Initiativgeist der Konzernmitarbeiter unter Beweis gestellt. Nach 131 Preisauszeichnungen auf regionaler Ebene wurden am 10. Dezember beim Finale in Paris 14 Projekte gekürt. Neu beim Wettbewerb 2015 war die „Climate Challenge 2020“, ein Preis, an dem Studenten aus aller Welt teilnehmen konnten.

GROSSER PREIS - Biocalcis, die biologische Bodenverfestigungslösung von Soletanche Bachy
Das dreifach patentierte Verfahren ist das Ergebnis von mehreren Jahren Entwicklungsarbeit bei Soletanche Bachy. Es beruht auf der kalkproduzierenden Fähigkeit der Bakterienart Sporosarcina pasteurii, die eine Mineralisierung durch biologischen Zement bewirkt. Nach dem Einspritzen bildet sich vor Ort ein kalksteinähnliches Material.

PREIS VERBREITUNG - Mobistep® 2.0, eine auf den Bedarf von VINCI Energies zugeschnittene, leichte Ein-Mann-Arbeitsbühne auf Rollen
Da sich die im Handel zugelassenen Ein-Mann-Arbeitsbühnen auf Rollen für die Arbeit von Elektromonteuren nicht eignen (aufgrund von Gewicht, Platzbedarf, mangelnder Einsatzfreundlichkeit usw.), haben Masselin Tertiaire (VINCI Energies) und die Firma Audinnov 2012 ein bedarfsgerechtes System entwickelt. Die breit angelegte Initiative bestand nun darin, die erste Version zu optimieren, kostengünstiger zu gestalten und Hemmnisse, die einer allgemeinen Verwendung entgegenstanden, zu beseitigen. Gestützt auf den Erfahrungsrücklauf wurde eine komplett überarbeitete Baureihe mit der Bezeichnung Mobistep® 2.0 eingeführt und zur stärkeren Verbreitung bei zahlreichen Gelegenheiten in den BUs von VINCI Energies und anderen VINCI-Unternehmen vorgestellt. Vom Comic bis zum technischen Merkblatt wurde alles unternommen, um die Vorteile dieser Arbeitsbühne bekannt zu machen.

SICHERHEITSPREIS - „Gemeinsam richtig planen, damit nachher alles glatt läuft“
Das kollektive Planungstool BAC („Bien anticiper collectivement“) stützt sich auf einen pädagogischen Sicherheits-Kit, mit dem sich ein Autobahnabschnitt und die Einsatzumgebung rekonstruieren lassen. Die um dieses Anschauungsmaterial versammelten Einsatzkräfte können ihre Arbeit im Detail planen: Aufgabenstellung, Rolle und Position jedes einzelnen, Fahrzeugmanöver, Aufstellung der Warnleitkegel usw.

NACHHALTIGKEITSPREIS - Biodi(v)strict: Projektbezogene Bewertung und Förderung der Artenvielfalt
Immer lauter werden heute das Angebot und die Wahrung von Naturräumen und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt gefordert. Daher wurde im Rahmen des ParisTech-VINCI-Lehrstuhls für „Ökodesign im Hoch- und Tiefbau“ ein nutzerfreundliches Stadt- und Raumplanungstool namens Biodi(V)strict entwickelt, mit dem sich rasch eine „Biodiversitäts“-Diagnose erstellen lässt, in die vier Kriterien einfließen: Grünflächenanteil, Bodendurchlässigkeit, die Artenvielfalt natürlicher Lebensräume und die Vielfalt der Wuchsformen. Davon ausgehend lassen sich Verbesserungsmaßnahmen vorschlagen.

PARTNERPREIS - „Serious Games“ am Beispiel der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke SEA: von Projektproblemen zu pädagogischen Ansätzen
Bereits 2011 hat COSEA eine Partnerschaft mit der Schulbehörde der Region Poitou-Charentes geschlossen. Unter anderem bestand die einem Team aus Lehrern, Inspektoren und Arge-Mitarbeitern anvertraute Aufgabe darin, verschiedene „Serious Games“ für den Unterricht zu verschiedenen Themen zu entwickeln. Bei jedem Spiel werden Schüler auf Basis der von COSEA bereitgestellten Daten mit einem Aspekt des Projekts konfrontiert (Planung, Technik, Umwelt usw.). Im Frühjahr 2013 war das Projekt „TGV-Ressourcen“ dann so weit: eine Serie von Sequenzen für Schulstufen ab 10-11 Jahren bis zu Fachhochschulniveau (Zweig Tiefbau), die von den Lehrern in zahlreichen Fächern (Naturkunde, Geografie, Staatsbürger-, Rechts- und Sozialkunde, Technologie usw.) eingesetzt werden können.

PREIS FÜR EINE BAHNBRECHENDE INNOVATION - Selbstfahrender Mehrzweck-Wagen für den Spannungsausgleich, ein Komplettsystem für doppelt so hohe Effizienz beim Neutralisieren
Sowohl für den Neubau als auch zur Gleiserneuerung setzt die SNCF seit den 70er Jahren die Technik geschweißter Langschienen ein. Nach dem Verlegen müssen die Schienen eingerichtet werden, damit sie sich bei Temperaturschwankungen nicht verformen. Dieses technisch sehr aufwändige Verfahren des sogenannten Neutralisierens erfordert zahlreiche Arbeitskräfte und zig Gerätschaften mit einem Gewicht bis zu 350 kg. 2013 hat ETF (Eurovia) als Alternative zur herkömmlichen Methode einen selbstfahrenden Mehrzweckwagen für diesen Neutralisiervorgang entwickelt. Das 5 t schwere Arbeitgerät umfasst alle Werkzeuge und Steuerungen, die im kontinuierlichen Betrieb für einen Spannungsausgleich erforderlich sind. Die Bedienung erfolgt durch einen Mann an Bord des Wagens, der mit Joysticks und Touchscreens die Regelung vornimmt. Mit der Funktion für das funkgesteuerte Ein- und Aussetzen erfolgt eine streckenseitige Abspeicherung ohne menschlichen Eingriff. PREIS VERFAHREN UND TECHNIKEN - Starsol T-Pile®, ein wirtschaftlicheres und schnelleres Verfahren für Pfahlgründungen
Mit dem Schneckenbohrer ausgeführte Pfahlgründungen sind eine gängige Technik, die zu günstigen Preisen angeboten wird. Soletanche Bachy Pieux (VINCI Construction) hat auf diesem Gebiet durch sein Starsol®-Verfahren bereits einen Wettbewerbsvorteil, dennoch wurde die Suche nach noch leistungsfähigeren Lösungen mit geringeren Betonmengen und einer verbesserten Produktivität fortgesetzt. Das 2013 entwickelte Starsol T-Pile®-Verfahren ist eine Verbesserung des Starsol®-Systems mit Hinzufügung eines abnehmbaren Fortsatzes.

PREIS MARKETING UND DIENSTLEISTUNGEN - City App, Plattform zur Steuerung vernetzter Gegenstände in der Stadt der Zukunft
Die von Citeos zusammen mit Actemium Paris Transport (VINCI Energies) entwickelte City App dient zur Ansteuerung und Überwachung der vernetzten Einrichtungen der Stadt von morgen: Straßenbeleuchtung, Ampelanlagen, Ladesäulen, bald auch Überwachungskameras usw. Die Vorteile sind eine optimierte Wartungsplanung, Echtzeitleistungskennwerte wie Ausfallraten und Zeiten bis zur Störungsbehebung sowie die Überwachung des Energieverbrauchs des kommunalen Anlagenbestands. Die App ermöglicht ein zentrales Management sämtlicher Einrichtungen.

PREIS MASCHINEN, GERÄTE UND WERKZEUGE - Kabelschutzvorrichtung als Diebstahlsicherung auf der Ebene von Straßenlaternenmasten
Der steigende Kupferpreis hat den Kabeldiebstahl angekurbelt. Besonders davon betroffen war die Straßenbeleuchtung, da die Kabel durchtrennt und über die Wartungsklappen an den Laternenmasten herausgezogen werden können. Bei der vorgeschlagenen Vorrichtung handelt es sich um ein Metallgehäuse als mechanische Sperre, die daran hindert, die Kabel unter dem Sicherungskasten durchschneiden zu können. Sie besteht aus zwei Teilen; der erste hintere Teil wird am Masten befestigt und dient als Träger für den zweiten Teil, der die Kabel nach vorne hin abdeckt. Das um 20 cm höhere System als die Zugangsklappe wird nach oben und unten in den Mast eingeführt und mit einem für einen Bolzenschneider unzugänglichen Schloss verriegelt. Das System ist außerdem kostengünstig und leicht zu installieren. Es wurde bereits mehreren Kunden angeboten; der Kommunalverband Lille hat sich zur Absicherung mehrerer Punkte des Straßenbeleuchtungsnetzes bereits dafür entschieden. Es wurde dafür auch ein Patent angemeldet.

MANAGEMENTPREIS - „Laienprüfer“
Wenn Anlieger Noten für Baustellen vergeben

Im April 2013 schloss Island Roads, ein Konsortium u. a. aus VINCI Concessions und Ringway (Eurovia), eine PPP-Vereinbarung mit 25 Jahren Vertragsdauer für die Verbesserung und Instandhaltung des Straßennetzes der Isle of Wight (821 km). Im Bemühen um ausgezeichnete Servicequalität hat Island Roads ein System eingeführt, dass die Anlieger bei der Bewertung der Baustellen einbindet. Island Roads wirbt „Laienprüfer“ an und schult sie für ihre Aufgabe. Die freiwilligen Prüfer mit höchst unterschiedlichem Background realisieren unangekündigte Baustellenbesuche und vergeben Noten für die Aspekte Sicherheit, Zugänglichkeit, Qualität, Umweltschutz usw. von Straßenbauarbeiten. Die jeweilige Mannschaft wird über die Ergebnisse in Kenntnis gesetzt. Island Roads organisiert regelmäßig Besprechungen, bei denen die Laienprüfer die Straßendienstdaten einsehen und sich selbst ein Bild von der Umsetzung der von ihnen angeregten Verbesserungen machen können. SONDERPREIS DER JURY - „Strümpfe“ für die Ständer beim LNG-Projekt in Jamal: mehr Flexibilität als Ausgleich von Wärmeschwankungen
Eine der Besonderheiten der Flüssiggasspeicher des Jamal-Projekts in Sibirien besteht darin, dass sie auf Permafrost, einem ständig gefrorenen Boden, errichtet sind. Um eine Erwärmung des Bodens zu vermeiden, der die Stabilität der Pfahlgründung gefährden könnte, stehen die Speicher 1,90 m über dem Boden auf 948 Metallstützen. Es musste eine Lösung gefunden werden, um die horizontalen Kräfte, die durch die Schrumpfung des Betons und durch Wärmedehnung auf die Stützen und Pfähle ausgeübt werden, zu mindern. Die vorgeschlagene Lösung bestand in „Strümpfen“, die den Pfählen übergezogen wurden, um ihre Flexibilität in der 2,50 m dicken Aufschüttung über dem Permafrost zu erhöhen. Ein solcher Strumpf besteht aus zwei konzentrischen Rohren, deren ringförmiger Raum mit einem Produkt gefüllt wird, das auch bei Niedrigsttemperaturen (-50°) geschmeidig genug bleibt, um eine möglichst spannungsfreie relative Verschiebung und Verformung der Stützen zu ermöglichen.

SONDERPREIS DER JURY - Nachbildung der Chauvet-Höhle: 3D im Dienste eines Meisterwerks der Altsteinzeit
Die 1994 entdeckte Chauvet-Höhle in der Nähe der Ortschaft Vallon-Pont-d’Arc (Ardèche) ist eine der ältesten (ca. 30.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung) und am reichsten mit Felszeichnungen verzierten Höhlen der Welt (tausend Malereien und Zeichnungen). Um sie zu schützen, ist sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Um interessierten Besuchern ihre Schätze dennoch nicht vorzuenthalten, hat VINCI eine 3500 m2 große Replik angefertigt, die seit dem 25. 4. 2015 für das Publikum geöffnet ist. Als Bautechnik hatte man sich rasch für eine herkömmliche Spritzbetonschale auf Bewehrungsgitter entschieden. Die üblichen 2D-Pläne waren jedoch aufgrund der komplexen Form völlig ungeeignet. Die gesamte Planung und Ausführung erfolgte daher auf Basis einer 3D-Modellierung. Zur Arbeitsausstattung auf der Baustelle gehörten Tablets und Videoprojektoren, um die Nachbildung im Zuge ihrer Entstehung in 3D vor Augen zu haben. Damit konnte dieses Unikat in nur 18 Monaten realisiert werden. Im Vergleich dazu waren in den 1980er Jahren in der Region Dordogne zehn Jahre erforderlich, um eine Nachbildung der zehn Mal kleineren Lascaux-Höhle zu bauen.

SPEZIALPREIS „FAVORIT DER JURY“ - „Ivresse“ („Der Rausch“), das Talent eines Filmemachers im Dienste der Verkehrssicherheit
Die Idee dieses Projekts war es, bei einem bekannten, bei der Jugend geschätzten Regisseur einen ausreichend aufrüttelnden Film in Auftrag zu geben, um ein starkes Echo und viele Likes und Retweets in den sozialen Netzwerken hervorzurufen. Der Erfolg hing davon ab, eine Verbreitungsart zu finden, mit der es gelang, möglichst viele junge Leute und das breite Publikum zu erreichen. „Ivresse“, der Kurzfilm von Guillaume Canet, entsprach voll und ganz dieser Erwartung.

PREIS CLIMATE CHALLENGE - Cool Cité, weniger Umweltbelastung durch eine besser organisierte urbane Logistik
Im Rahmen des internationalen Studentenwettbewerbs „Climate Challenge 2020“ wurden 122 Projekte aus 37 Ländern eingereicht. Cool Cité hat bei diesem Open-Innovation-Event den Sieg davongetragen. In großen Ballungsräumen führt der Mangel an Koordination bei der Lieferung von Waren zu wiederholten Fahrten und vielen Leerfahrten, die häufig mit Energievergeudung, einer erhöhten Belastung und verschärften Problemen des fahrenden und ruhenden Verkehrs verbunden sind. Cool Cité will hier durch die Zusammenführung von Logistikströmen Abhilfe schaffen. Das Projekt umfasst drei einander ergänzende Komponenten:
- Verwendung einer Mobil-App mit Echtzeiterfassung der gesamten Logistikkette und Möglichkeit der Kommunikation unter allen Beteiligten; - intelligentes elektrisches Transportsystem (Akkubetriebenes Fahrzeug mit Anhänger) für Lieferung und Abholung;
- Einrichtung von Verteilzentren an strategisch günstigen Standorten wie Bahnhöfen und Geschäftszonen.

Die gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugen bewirkt eine sofortige Reduzierung der durch den Lieferverkehr bedingten Belastung. Das System ist für alle von Vorteil, denn es ermöglicht eine bessere Planung der Liefertourneen für die Transportunternehmen und der Warenannahme für die Empfänger. Auch der Abholservice (Speiseabfälle usw.) lässt sich mit den App-Daten besser organisieren.

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2 200 Projekte wurden eingereicht.

5 600 Mitarbeiter haben am Wettbewerb 2015 teilgenommen .

13 Preise wurden auf regionaler Ebene vergeben .

14 Projekte wurden beim Finale ausgezeichnet.

Medienkontakte

Stéphanie Malek
Tel: +33 1 47 16 35 00
media.relations@vinci.com