SGE
Gründungsjahr 1899
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Bin-el-Ouidane-Staudamm, Marokko: Erprobung des Hochwasserüberlaufs
Gründung der SGE
1899 gründeten die beiden Absolventen der Ecole Polytechnique, Alexandre Giros und Louis Loucheur, die Tiefbaugesellschaft, die rasch zur Société Générale d’Entreprises (SGE) werden sollte. Im Rahmen der bedeutenden Arbeiten zur Elektrifizierung Frankreichs sowie großer Eisenbahnprojekte verbuchten sie umgehend große Erfolge. Bereits 1910 lag die SGE an zweiter Stelle hinter dem Marktführer. Im Ersten Weltkrieg nahm sie an den Verteidigungsanstrengungen Frankreichs teil. In einem häufig schwierigen Umfeld gelang es ihr, durch die Mitwirkung an bedeutenden Projekten, wie an den Staudämmen an der Truyère und am Drac, weiter zu wachsen. Der durch den Zweiten Weltkrieg bedingte Rückschlag zwang sie, ihre Positionen in den Kolonien aufzugeben. Desgleichen sah sie sich 1946 veranlasst, angesichts der Verstaatlichung des Stromsektors anderweitig umzusehen.
Marktführer im Ingenieurbau
Die von den beiden Schwiegersöhnen von Alexandre Giros, Jean Matheron und Paul Huvelin, geführte Firma wandte sich entschlossen dem Ingenieurbau zu. Dank zahlreicher technischer Hochleistungen - Génissiat-Talsperre und Bin-el-Ouidane-Staudamm sowie das Gezeitenkraftwerk an der Rance - erreichten sie die Position eines unbestrittenen Marktführers in dieser Branche. 1966 nahm die SGE nach der Übernahme durch die Compagnie Générale d’Electricité (heute Alcatel) an der Gründung von Cofiroute teil, bevor 1982 die Fusion mit Sainrapt et Brice erfolgte. Zwischen 1984 und 1988 gehörte die Gesellschaft dem Saint-Gobain-Konzern, dann der Compagnie Générale des Eaux (später Vivendi) an. Anschließend fusionierte sie mit der Campenon Bernard, selbst eine Holdinggesellschaft, behielt jedoch ihren Namen und ihre Rechtsform bei. Durch diese Kapitalbewegungen änderte sich das Profil der SGE - nunmehr Holdinggesellschaft an der Spitze zahlreicher Tochtergesellschaften.
Von der SGE zu VINCI
Anfang der 90er expandierte die Gesellschaft durch zahlreiche Zukäufe in Europa. 1997 veräußerte sie ihre Aktivitäten im Bereich der Abfallentsorgung und Wasserversorgung an die Compagnie Générale des Eaux (Vivendi) und erhielt von ihr als Gegenpart den Zweig Elektrotechnik (GTIE). Damit konnte sie ihre Leistungen in vier Sparten gliedern: Bau, Energie-Information, Straßenbau und Konzessionen. Das Jahr 2000 war das Jahr der großen Veränderungen. Der Rückzug von Vivendi aus dem Kapital der SGE war Anlass für einen Namenswechsel. Als unabhängiger Konzern mit eigener Identität firmiert der Unternehmensverbund nun mit dem Namen VINCI. Im Anschluss an das erfolgreiche Übernahmeangebot per Aktientausch für die GTM-Gruppe im zweiten Halbjahr 2000 wurde VINCI weltweit zur Nummer eins der Baubranche, vor dem Schweden Skanska und dem französischen Baukonzern Bouygues.
