Louis Loucheur (Gründer)
SGE
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Er wurde 1872 als Sohn einer protestantischen, in Roubaix ansässigen Familie geboren und absolvierte, wie sein Partner Alexandre Giros, die Ecole Polytechnique. Neben seiner beruflichen, schlug er auch eine politische Laufbahn ein. Aufgrund seines Organisationstalents und seiner Kenntnisse im Rüstungssektor wurde er 1916 zum Unterstaatssekretär für Artillerie und Munition, einem maßgeblichen Posten in Kriegszeiten, bestellt. 1917 wurde er als Nachfolger von Albert Thomas sogar Rüstungsminister und legte zur Wahrnehmung seiner Aufgabe den Schwerpunkt auf eine intensive Produktion.
Nach dem Waffenstillstand wurde er Minister für den Wiederaufbau der Industrie, dann Minister der befreiten Regionen. Er spielte auch eine bedeutende Rolle bei der Regelung der Frage der deutschen Wiedergutmachungen. Dieser Konflikt führte im Übrigen 1922 zu seinem Rücktritt. 1928 initiierte der Mitbegründer der SGE, ein Mann der Linken, das so genannte Loucheur-Gesetz, das vorsah, innerhalb von fünf Jahren 200 000 Sozialwohnungen zu errichten. Damit war die Basis eines zunehmenden staatlichen Eingreifens in diesem Sektor geschaffen. In seinen verbleibenden Lebensjahren setzte er sich - vergebens - für den europäischen Gedanken ein. Er starb im Jahre 1931.
