


Contracting
Eurovia
Profil
Eurovia ist einer der weltweit führenden Anbieter in den Bereichen Verkehrsbau
und Kommunalbau. Ursprünglich vor allem in Frankreich stark präsent,
erwirtschaftet die Eurovia-Gruppe heute fast 42% ihres Umsatzes außerhalb
Frankreichs, hauptsächlich in West- und Mitteleuropa, aber auch in den Vereinigten Staaten, Kanada und Chile.
Eurovia zeichnet sich aus durch die Integration der Baustoffproduktion und der Bautätigkeiten und durch ein vielfältiges, verkehrsträgerübergreifendes Spektrum von Kompetenzen.
– Verkehrswegebau und Kommunalbau. Eurovia baut Straßen, Autobahnen, Verkehrsflächen für Flughäfen, Schienenwege, Straßenbahnlinien sowie Betriebsflächen für Industrie und Gewerbe. Ebenfalls zum Kompetenzspektrum des Unternehmensverbunds gehören damit zusammenhängende Leistungen: kommunale Sanierungsmaßnahmen, Umweltschutz usw.
– Industrielle Produktion. Eurovia betreibt 430 Steinbrüche, Kies- und Sandgruben mit einer Jahresproduktion von 100 Millionen Tonnen Zuschlagstoffen, 45 Bindemittelwerke, 400 Asphaltmischanlagen, 150 Recyclinganlagen und 10 Produktionsstätten für Straßenausrüstung (Beschilderung, Fertigbetonelemente, Lärmschutzwände usw.) Diese Aktivitäten tragen nicht nur zum Wachstum und zu den Ergebnissen der Gruppe bei, sondern sichern auch die Versorgung der Baustellen.
– Wartung und Dienstleistungen. Eurovia übernimmt die umfassende Erhaltung von Straßen-, Autobahn- und Schienennetzen wie auch städtischen Verkehrsinfrastrukturen (Winterdienst, Noteinsätze, temporäre Beschilderung usw.) Im Projektvorfeld wird das Unternehmen ferner im Bereich Planung und Koordinierung, Beratung und technische Unterstützung tätig.
„Eurovia wird auf den meisten Märkten von der Entwicklung
des ÖPP-Modells für den Bau bzw. die Sanierung und
Erhaltung von Verkehrsinfrastrukturen profitieren.“
Umsatz: 7.930 Millionen Euro
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: 285 Millionen Euro
Nettoergebnis, Konzernanteil: 187 Millionen Euro
Belegschaft: 42.000 Mitarbeiter
Ausblick
Wie im Vorjahr erwartet Eurovia für 2011 portfoliobereinigt eine weitgehende Stabilität des Geschäfts, bei Zugrundelegung des realen Konsolidierungskreises mit dem ganzjährigen Effekt der Integration von Tarmac sogar einen leichten Leistungsanstieg.
In Frankreich dürfte sich der erwartete Rückgang auf den lokalen Märkten durch das weiterhin recht gute Geschäft im Bereich der städtischen Verkehrsinfrastrukturen und des Eisenbahnbaus ausgleichen lassen. Außerhalb Frankreichs wird der erwartete Leistungsanstieg in Mitteleuropa, Chile und Kanada die Stagnation bzw. sogar rückläufige Entwicklung der anderen Märkte voraussichtlich kompensieren.
Mit dem neu eingeleiteten Programm „Performance 2012-2015“ will Eurovia die operativen Margen verbessern, die gezielte Entwicklung des Geschäfts (Eisenbahnbau, Nordamerika, ÖPP) und die Investitionen in das Humankapital weiter vorantreiben und gleichzeitig den Akzent auf Innovation im Dienste der Nachhaltigkeit legen. Die bereits eingeleiteten Strukturanpassungen, die verstärkten Bemühungen um die Wettbewerbsfähigkeit und die vertikale Integration von Baustoffproduktion und Bautätigkeit dürften es 2011 ermöglichen, eine operative Marge in gleicher Höhe zu erzielen wie im Vorjahr.
Mittel- und langfristig dürfte das Geschäft von einer Reihe robuster Basistrends gestützt werden: hoher Neubaubedarf für Verkehrsinfrastrukturen in den Schwellenländern, Sanierung existierender Infrastrukturen in den hochentwickelten Ländern; zunehmende Urbanisierung und Umsetzung städtischer Mobilitätspolitiken, die einen konstanten Zustrom neuer Gestaltungsvorhaben generieren.
Eurovia wird vor diesem Hintergrund seine Positionierung als Spezialist für die Errichtung verschiedenster Arten von Verkehrsinfrastrukturen – Straßen, Schienenwege, öffentliche Verkehrssysteme mit eigener Fahrspur, Flughäfen – nutzen können, um sich flexibel den Trends der öffentlichen Politik bei nationalen, regionalen und lokalen Projekten anzupassen. Die Diversifikation im Eisenbahnbau zahlt sich insbesondere auf dem französischen Markt aus, wo in den nächsten Jahren der Bau mehrerer Hochgeschwindigkeitstrassen wie die an VINCI vergebene Konzession „LGV Sud Europe Atlantique“ und diverse regionale Sanierungsprogramme zu erwarten sind.
Gleichzeitig wird Eurovia auf den meisten Märkten von der Entwicklung des ÖPP-Modells für den Bau bzw. die Sanierung und Erhaltung von Verkehrsinfrastrukturen profitieren, da wegen des allgemeinen Rückgangs der öffentlichen Budgets nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht wird. Die verstärkt forcierte Zusammenarbeit im VINCI-Konzern – bei vielen laufenden Projekten bereits praktiziert – wird diesen Trend noch beschleunigen.
