In nur 3 Monaten Eingangspavillon zum Schloss von Versailles errichtet

“Das Vertragskonzept für den Spiegelsaal war ein Prototyp, der sich durchaus erneut verwenden lässt , wie der Bau dieses Pavillons zeigt”, erklärte Xavier Huillard, der geschäftsführende Generaldirektor von VINCI, am 1. 4. 2008 anlässlich der Unterzeichnung der Sponsoringvereinbarung zwischen VINCI und dem öffentlich-rechtlichen Träger von Versailles. Die Herausforderung, den Pavillon am 1. Juli zu eröffnen, ist gemeistert. VINCI hat auf Basis einer vorübergehenden Flächennutzungsgenehmigung die Bauträgerschaft und Bauleitung der dafür erforderlichen Arbeiten übernommen, die hauptsächlich von Konzernunternehmen ausgeführt wurden und ein Engagement von knapp zwei Millionen Euro darstellen. Der Pavillon im Ehrenhof des Schlosses wurde für eine Dauer von drei Jahren errichtet (bis der endgültige Eingangsbereich umgebaut ist). Er erfüllt alle technischen Erfordernisse einer Einrichtung mit Publikumsverkehr, ist jedoch zugleich auch ein originelles und ehrgeiziges architektonisches Projekt. Yves Pagès und Benoît Le Thierry d’Ennequin vom Architektenbüro Explorations Architecture, die für die Pläne verantwortlich zeichneten, hatten sich laut eigener Aussage für “ein abstraktes, skulpturales, harmonisches und zugleich den Rahmen respektierendes, unaufdringliches Objekt” entschieden. Der großzügige Eingang mit einem sich zunehmend verschmälernden Innenbereich soll den hohen Besucherstrom (an die 5 Millionen pro Jahr) kanalisieren. Wegen der begrenzten Lebenszeit des Baus fiel die Wahl fast zwangsläufig auf leichte Baumaterialen, die jedoch hohen Qualitätsanforderungen genügen und gut harmonieren mussten. So entstand der Pavillon aus Stahl, Glas und Holz. Um das Pflaster des Ehrenhofes zu schützen, das – von einzelnen Stellen abgesehen – unangetastet bleiben sollte, wurde das Betonfundament auf einer Kunststofffolie errichtet. Die mit der Gebäudehülle und den Holzarbeiten beauftragte Baufirma CBC Service (VINCI Construction) errichtete zusammen mit Eiffel innerhalb von drei Wochen die Metall/ Glas-Struktur. Satob, ebenfalls eine Tochter von VINCI Construction, brachte anschließend die Holzlamellen an, die die Besucher vor direkter Sonneneinstrahlung schützen sollen. Sdel ITT (VINCI Energies) installierte die Elektrik sowie die Lüftungs- und Heizungsanlagen. Insgesamt waren etwa fünfzig Personen am Werk – alle vom gemeinsamen Ziel beseelt, in Rekordzeit höchste Qualität zu liefern. Am 30. Juni, dem Vorabend der Eröffnung, fand eine Pressekonferenz statt, bei der Jean-Jacques Aillagon, der Präsident des öffentlich-rechtlichen Trägers von Versailles, erklärte: “Ich freue mich über die Großzügigkeit und das vorbildliche Engagement des VINCI-Konzerns. VINCI hat die Herausforderung nicht gescheut und eine Vielzahl von Kompetenzen mobilisiert, um den zeitgenössischen Bau in Rekordzeit zu realisieren.”
Von Katar nach Bahrain : Die längste Brücke der Welt

VINCI Construction Grands Projets (Konsortialführerin) und die Middle East Dredging Company (MEDCO, DEME-Tochter) haben am 6. Mai 2008 mit der Qatar- Bahrain Causeway Foundation den Design&Build-Auftrag über 3 Milliarden Dollar für eine feste Verbindung zwischen Katar und Bahrain unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgte im Königpalast von Bahrain im Beisein der Kronprinzen, des VINCI-Präsidenten, Yves-Thibault de Silguy, und des Präsidenten von VINCI Construction Grands Projets, Pierre Berger. Das Projekt der eigens dafür eingerichteten zwischenstaatlichen Gesellschaft Qatar- Bahrain Causeway Foundation umfasst die Planung und Errichtung einer vierstreifigen festen Autobahnverbindung zwischen Katar und Bahrain. Die insgesamt 40 km lange Strecke wird aus Dammstraßen (18 km Gesamtlänge) in den seichteren Gewässern sowie Viadukten und Brücken (22 km Gesamtlänge, darunter zwei für Schiffe passierbare 400 m lange Schrägseilbrücken) bestehen. Das Bauwerk wird auf 500 Pfeilergründungen ruhen. Ziel der Direktverbindung zwischen Katar und Bahrain durch die künftige “Freundschaftsbrücke” ist die Förderung von Handel und Verkehr zwischen den beiden Staaten. Statt der bisher 5 Stunden auf dem Landweg wird die Fahrzeit auf zirka eine halbe Stunde verkürzt. Bei diesem Projekt ist zahlreichen Standort- und Umweltauflagen Rechnung zu tragen. Das Baukonsortium setzt sich aus VINCI Construction Grands Projets (Konsortialführerin), QDVC (katarische Tochter von Qatari Diar, 51%, und VINCI Construction Grands Projets, 49%), Hochtief und CCC zusammen. Die Dredgingarbeiten werden von MEDCO ausgeführt. Nach 9 Monaten Planungs- und 4 Jahren Bauzeit soll die Brücke 2013 für den Verkehr frei gegeben werden. Es wird mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von 12.000 Fahrzeugen gerechnet.
Fertigstellung des Streckennetzes von Cofiroute

Mit vier Monaten Vorsprung gegenüber dem vertraglich zugesicherten Termin hat Cofiroute am 24. April die Nordumgehung der Stadt Angers über die A11 für den Verkehr freigegeben. Die Inbetriebnahme des 18 km langen stadtnahen Autobahnabschnitts, der einen 530 m langen Viadukt mit gekrümmtem Grundriss und einen 1,7 km langen Tagbautunnel umfasst, markiert die Fertigstellung eines Vorhabens, bei dem vier Jahre lang bis zu 450 Personen im Einsatz waren – darunter auch Baukolonnen von VINCI Construction im Rahmen der als Generalbauunternehmer eingesetzten Arge SCAO/Socaso. Für den Auftraggeber Cofiroute bedeutet das Projekt A11 Angers ein Investitionsvolumen von 426 Millionen Euro (95% der Projektfinanzierung); die Mauteinnahmen fließen dem Konzessionär als Entgelt zu. Neben den Vorteilen für die Einwohner des Ballungsgebietes (die Autobahn wird einen Großteil des Transitverkehrs aufnehmen, der bisher am Maine-Ufer entlang in der Innenstadt von Angers hohe Belastungen verursachte) besteht mit der Einweihung dieses letzten Teilstücks der A11 jetzt eine durchgängige Autobahnverbindung zwischen Nantes und Paris. Die Firma Cofiroute feiert gleichzeitig die Inbetriebnahme des 1100. und zugleich letzten Kilometers ihres Streckennetzes. Während der Laufzeit ihres Planvertrags 2004-2008 mit dem französischen Staat hat sie in die verschiedenen Bauvorhaben insgesamt 3 Milliarden Euro investiert. Nach Aussage des Präsidenten und geschäftsführenden Generaldirektors von Cofiroute, Pierre Coppey, ist die A11 Angers repräsentativ für eine neue Generation von “Öko-Autobahnen” im Einklang mit den Erwartungen, die beim französischen Umweltgipfel “Grenelle de l’Environnement” zum Ausdruck kamen. Die A11 Angers ist auf diesem Gebiet absolut beispielhaft (landschaftliche Integration, wasserbauliche Maßnahmen, Artenschutz, Überdachung des Tunnels mit Schaffung einer 10 ha großen Grünfläche für die Anwohner…) und steht für “ein hohes Maß an Umweltqualität”, das “für das gesamte Cofiroute-Netz zur Norm werden wird”. Im Rahmen des kommenden Planvertrags wird Cofiroute dem Staat eine ganze Reihe von Investitionen vorschlagen, um die Ökobilanz des bestehenden Streckennetzes zu verbessern. Auch hinsichtlich der Sicherheit setzt die A11 Angers neue Maßstäbe: der 1,7 km lange Tunnel ist mit einer Vielzahl von Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. “Wie die A11 Angers muss die Autobahn generell sowohl für die Kunden als auch für unsere Mitarbeiter maximale Sicher-heit verkörpern. Daher meine Entscheidung, die Inbetriebnahme von Teil eins des A86-Doppeltunnels bei Paris auf Juni 2009 zu verschieben”, erklärte Pierre Coppey. Dieser 10 km lange Tunnel – der erste dieser Größenordnung, der den neuen europäischen Vorschriften über die Sicherheit von Straßentunneln unterliegt – entspricht allerhöchsten Anforderungen, die bisher einzigartig sind; beim Einrichten der Betriebssysteme sind 70.000 Kontrollpunkte und 250 Betriebsszenarien zu testen. “Aus Gründen der Vorsicht, im Interesse der Sicherheit und aus Achtung gegenüber unseren Kunden wollen wir bei der Inbetriebnahme des A86-Doppeltunnels keinerlei Risiken oder betriebliche Mängel in Kauf nehmen”, stellte der Cofiroute-Chef abschließend fest. Seine Vision der Öko-Autobahn von morgen: “Eine umweltverträglische, benutzerfreundliche und sichere Autobahn im Dienste nachhaltiger Mobilität”.
VINCI Concessions: Zuschlag für Prado-Sud-Tunnel in Marseille

Der Kommunalverband Marseille Provence Métropole hat dem aus (58,5%) und Eiffage (41,5%) bestehenden Konsortium Anfang Februar den Zuschlag für den Konzessionsvertrag des Prado-Sud-Tunnels in Marseille erteilt. Der ca. 1500 m lange Tunnel ist eine Verlängerung des zu Beginn der 90er Jahre errichteten Prado-Carénage-Tunnels und verbindet die A50 und das örtliche Straßennetz mit der Avenue du Prado 2 und dem Boulevard Michelet. Das als “Délégation de Service Public” (Konzession zur Erbringung öffentlicher Leistungen) vergebene Projekt mit 46 Jahren Laufzeit umfasst die Planung, Finanzierung, Errichtung, Instandhaltung und Bewirtschaftung des Tunnels Prado Sud im Gesamtwert von 193 Millionen Euro; davon entfallen 146 Millionen Euro auf Planung und Bau. Die Finanzierung erfolgt über die Mauteinnahmen des Konzessionsnehmers Prado Sud. Realisiert werden die auf 5 Jahre angesetzten Bauarbeiten im Rahmen einer Arge durch Eiffage Travaux Publics (41,5%) und (58,5%). Der Betrieb des mautpflichtigen Tunnels wird der Société Marseillaise du Tunnel Prado Carénage übertragen, an der VINCI und Eiffage Anteilseigner sind.
A85 und A89 : Querverbindungen durchgängig befahrbar

Henri Stouff, Präsident von VINCI Autoroutes France, hat einen Monat nach Verkehrsfreigabe des A85-Teilstücks Saint-Aignan-sur-Cher/Druye (Cofiroute) nun auch den A89-Abschnitt Thenon/Terrasson (ASF) eröffnet. Damit sind die letzten Lücken dieser Autobahnquerverbindungen geschlossen. N ach Verkehrsfreigabe des Teilstücks Saint-Aignan-sur-Cher/Druye am 18. 12. 2007, eines 63 km langen Abschnitts im Cofiroute-Streckennetz (VINCI Concessions), ist die A85 zwischen Angers und Vierzon mit Südumgehung der Stadt Tours (206 km) durchgängig befahrbar. Durch den Lückenschluss ist nun die Ost-West-Achse (Nantes-Lyon) vom Raum Ostfrankreich/Rhône-Alpes bis zur Atlantikküste komplett. Der die Departements Indre-et-Loire und Loir-et-Cher überspannende Abschnitt Saint-Aignan-sur-Cher/Druye umfasst zwischen Saint-Aignan und Mareuil drei Brückenbauwerke über den Cher, für die zehn Jahre Planung und Abstimmung mit Lokalpolitikern und Anliegern erforderlich waren: die Cher-Hochbrücke (500 m), ein Zwischenviadukt (450 m) und der Coteau-Viadukt (250 m). Für eventuelle Überschwemmungen wurde bei der Auslegung auf einen besseren Hochwasserabfluss geachtet. Einen Monat nach dieser Eröffnung erfolgte mit Einweihung des 18 km langen Abschnitts Thenon-Terrasson am 16. 1. 2008 der A89-Lückenschluss auf der von ASF (VINCI Concessions) gebauten und bewirtschafteten Achse Bordeaux/Clermont-Ferrand. Für diesen Abschnitt hat ASF in mehr als drei Jahren Bauzeit 285 Mio. € investiert. Bis 2010 soll das tägliche Verkehrsaufkommen rund 10.000 Fahrzeuge (24% Schwerverkehr) betragen und damit die RN89 entlastet werden. Insgesamt hat ASF für die 324 km lange A89 zwischen Bordeaux und Clermont-Ferrand in 12 Jahren Bauzeit (rund 2,5 km pro Monat) 4 Mrd. € investiert. Entlang den in der Vergangenheit bereits eröffneten Teilstücken hat sich ein merklicher wirtschaftlicher Aufschwung vollzogen: Verdoppelung der Gewerbegebiete in den vergangenen 12 Jahren, Schaffung einer Umschlaglogistik am Autobahnknoten A89-A20 in Brive. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Hotel- und Handelsketten an dieser wichtigen Verkehrsachse niedergelassen. Die A89 ist raumordnerisch von größter Bedeutung: sie verbindet die Regionen Aquitaine und Limousin und rückt die Atlantikküste “in greifbare Nähe“. Bordeaux ist künftig von Clermont-Ferrand aus in weniger als 4 Stunden, von Lyon aus in weniger als 5 Stunden erreichbar. Abgesehen von ihren technischen Leistungsmerkmalen verstehen sich die A85 und die A89 als umweltfreundliche (besondere Rücksichtnahme auf die Erhaltung von Landschaft und Natur, Lärmschutz etc.) und der Förderung von Wirtschaft und Gesellschaft dienliche Bauwerke.
Schutzhülle für Tschernobyl

Die von VINCI Grands Projets (Federführung) 50/50 zusammen mit Bouygues Travaux Publics gebildete Arbeitsgemeinschaft Novarta hat den Zuschlag für Planung und Bau des “New Safe Confinement” erhalten. Der entsprechende Vertrag im Umfang von über 430 Millionen soll am 17. September in Tschernobyl unterzeichnet werden. Der für das ukrainische Staatsunternehmen ChNPP auszuführende Auftrag, finanziert durch einen von der EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) verwalteten internationalen Fonds, umfasst die Planung und Errichtung einer 20 000 t schweren, 105 m hohen und 150 m langen Stahlkuppel mit einer Spannweite von 257 m. Diese Schutzhülle soll den existierenden Betonsarkophag umschließen, der nach der der Explosion am 26. 6. 1986 in aller Eile gebaut wurde, um den beschädigten Reaktor 4 zu isolieren. Das auf der bereits 1992 von VINCI vorgeschlagenen Lösung basierende Konzept ermöglicht die Abtragung des alten Sarkophags und der Reaktorruine. Die neue Metallstruktur wird auf einem speziell hierfür eingerichteten, vor Strahlungen geschützten Areal westlich vom Reaktor zusammengebaut und mit den erforderlichen Systemen für die späteren Rückbaumaßnahmen ausgestattet. Nach Überprüfung des einwandfreien Betriebs wird sie auf zwei riesigen Längsträgern aus Stahlbeton mit Pfahlgründung platziert und über den existierenden Sarkophag geschoben werden.
